Lexikon

A

    Abdingung

    Will der Arzt einem Privatpatienten eine höhere Gebühr berechnen, als die Regelungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) vorsehen, kann er durch Vereinbarung mit dem Kunden eine von der GOÄ abweichende Vergütung festlegen (Abdingung). Diese Absprache muss vor der Behandlung schriftlich getroffen werden und darf keine anderen Erklärungen enthalten. Der Arzt muss dem Patienten eine Kopie dieser Vereinbarung auszuhändigen. Zur Wirksamkeit dieser Vereinbarung müssen allgemeine Rechtsgrundsätze einschließlich des AGB-Gesetzes berücksichtigt werden.

    Abkürzungsversicherung

    Ist ist eine Lebensversicherung, welche auf hohes Alter abgeschlossen wird z.B. auf das 80. Lebensjahr. Die Beiträge sind aufgrund der langen Laufzeit besonders niedrig. Die Überschüsse dieser Lebensversicherung werden zur Abkürzung der Laufzeit verwendet. So wird die Versicherungssumme früher fällig als bei Vertragsabschluss vereinbart.

    Abschlusskosten
    Bestandteil der Betriebskosten eines Versicherungsunternehmens. Sie entstehen einmalig durch den Abschluss eines Versicherungsvertrages (Abschlussprovisionen, Kosten der Antrags- oder Risikoprüfung, Kosten der Antragsbearbeitung und der Ausfertigung des Versicherungsscheins).
    Aktuar
    Nach dem neuen Versicherungsrecht müssen Lebensversicherer und Private Krankenversicherer einen verantwortlichen Aktuar benennen, welcher über die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge zu wachen hat. Ausreichende Kenntnisse in der Versicherungsmathematik und Berufserfahrung werden vorausgesetzt.
    Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)
    Die Regeln für die vertraglichen Rechte und Pflichten des Versicherungsnehmers und Versicherers, meist ergänzt um besondere Versicherungsbedingungen, legen Inhalt und Umfang des Versicherungsschutzes fest. Die AVB gehören zum Geschäftsplan der Versichererungen und brauchen seit 1994 nicht mehr vom (BAV) Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen genehmigt zu werden.
    Altersrückstellung / Alterungsrückstellung
    Alterungsrückstellung wird auch Altersrückstellung, Deckungsrückstellung und Sparanteil in der privaten Krankenversicherung genannt.

    Der Beitrag richtet sich in der Privaten Krankenversicherung (PKV) nach dem Geschlecht, dem Eintrittsalter, dem gewählten Tarif und dem Gesundheitszustand. Benötigt die versicherte Person (VP) im höheren Alter mehr Leistung, dann führt das im Alter nicht zu einer altersbedingten Beitragserhöhung. Im Prinzip zahlt die VP während der gesamten Versicherungsdauer einen gleich bleibenden, also altersunabhängigen Beitrag, der für ein "mittleres" Alter der Vertragslaufzeit kalkuliert wird. Allerdings wächst mit steigendem Alter das Krankheits- und damit das Kostenrisiko. Da das Älterwerden der VP nicht zu höheren Beiträgen führen darf (§8a (2) der Musterbedingungen MB/KK), wird ein Teil des Beitrags (der Sparbeitrag) in die Alterungsrückstellung überführt.

    Die Alterungsrückstellung übernimmt eine tragenden Rolle in der PKV, sie ist ein entscheidender Faktor für die lebenslange Erfüllbarkeit des Leistungsversprechens gegenüber den Versicherten. In den ersten Jahren ist der Beitrag höher, als das rechnungsmäßige Wagnis. Die Ersparnisse (Alterungsrückstellung) werden mit angesammelt und verzinst. Die Alterungsrückstellung wird also nicht nur aus dem Sparbeitrag gebildet. Wesentliche Quelle zum Aufbau der Altersrückstellung ist die Verzinsung. Kalkuliert wird mit einem Zinssatz (Rechnungszins) in Höhe von 3,5 Prozent. Tatsächlich liegt die Nettoverzinsung wesentlich höher. Die PKV Unternehmen sind verpflichtet 80 Prozent der über den Prozentsatz von 3,5 hinausgehenden tatsächlichen Zinserträge aus der Alterungsrückstellung zur Beitragsentlastung im Alter zu verwenden. Es darf allerdings eine 2,5-Prozentgrenze der vorhandenen Alterungsrückstellungen nicht überschritten werden. Die Hälfte der Mittel für die Altersrückstellung wird dazu eingesetzt, Beitragserhöhungen bei den alten Versicherten zu begrenzen. Die zweite Hälfte wird zum Aufbau von Anwartschaften und zur Beitragsentlastung aller Versicherten verwendet.

    Zur Stärkung der Alterungsrückstellung sind die privaten Krankenversicherungen seit 1.1.2000 dazu verpflichtet bei Versicherten, die mindestens Versicherungsschutz für ambulante und stationäre Heilbehandlung abgeschlossen haben, einen Zuschlag von 10 Prozent auf ihren Beitrag zu erheben und diesen Zuschlag ausschließlich für die Altersrückstellung zu verwenden.
    Anpassungsversicherung
    Die Anpassungsversicherung wird auch als Zuwachs- oder dynamische Versicherung bezeichnet. Beitrag und Versicherungssumme werden erhöht. Die Grundlage für die Erhöhung ist meistens die Steigerung des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung. Manche Versicherer bieten für die Dynamik auch feste Prozentsätze. In der Regel werden beide Erhöhungsmöglichkeiten angeboten. Obwohl sich durch die Anpassungsversicherung der Versicherungsschutz erhöht, werden keine Gesundheitsfragen gestellt. Widerspricht man der Dynamik allerdings mehr als zweimal hintereinander, wird sie aus dem Vertrag genommen. Dann kann man auch eine weitere Versicherung abschließen, weil wieder die Gesundheitsfragen gestellt würden; das aktuelle Eintrittsalter wird sowieso immer zugrunde gelegt. (Siehe auch "Dynamische Lebensversicherung")
    Anzeigepflicht
    Der Versicherungsnehmer ist bei Abschluss, Änderung oder Wiederinkraftsetzung seiner privaten Krankenversicherung, Lebensversicherung, Unfallversicherung etc. dazu verpflichtet, den aktuellen und vergangenen Gesundheitszustand wahrheitsgemäß anzugeben.

    Verschweigt er gravierende Krankheiten oder gibt sie nicht richtig an, dann spricht man von einer "Verletzung der Anzeigepflicht". Ist eine solche nachzuweisen, so kann der Versicherer innerhalb von drei Jahren nach Vertragsabschluss bzw. nach Änderung oder Wiederherstellung des Vertrages (bei Berufsunfähigkeitsversicherungen innerhalb von zehn Jahren) von diesem zurücktreten.
    Antragsteller
    Der Antragsteller einer Versicherung ist der Versicherungsnehmer, der Kunde und Vertragspartner des Versicherungsunternehmens. Er unterschreibt den Antrag und benennt den oder die Bezugsberechtigten. Er muss nicht Beitragszahler oder versicherte Person sein.
    Äquivalenzprinzip

    Das Äquivalenzprinzip ist der Grundsatz der Individualversicherung, wonach sich die Versicherungsprämie nach Art und Größe des Risikos oder der entsprechenden Risikogruppe orientiert. In der Sozialversicherung spielt das Gleichgewicht zwischen Beitrag und Risiko eine weniger bedeutende Rolle. Dort dominiert das "Solidaritätsprinzip".

    Assistance
    Assistance ist eine "Versicherungsfremde" Dienstleistung, bei der nicht der herkömmliche Versicherungs- und Kostenerstattungsgedanke im Vordergrund steht. Vielmehr besteht das Angebot darin, dem Kunden in einer aktuellen Notlage unmittelbar zu helfen. Das heißt, kurzfristige und unbürokratische Hilfe rund um die Uhr. Geboten werden je nach Umfang technische und medizinische Hilfsdienste, Vermittlung eines Anwalts oder Dolmetschers, sofortige Deckungsübernahmen gegenüber den jeweiligen Leistungserbringern, Diebstahl und Totalschaden, Hilfestellung bei Verlust von Reisedokumenten und Zahlungsmitteln, Erkrankung, Unfall und Verletzung.

    Assistance-Leistungen können u.a. Bestandteil einer Serviceversicherung (Schutzbriefversicherung), einer Auslandsreise-Krankenversicherung oder einer Kraftfahrtversicherung sein.
    Assekuranz
    Assekuranz ist der traditionelle Ausdruck für die private Versicherungswirtschaft (Individualversicherung).
    Aufwendungen
    Den größten Ausgabeposten in Versicherungsunternehmen bilden die Aufwendungen für Versicherungsfälle. Dabei handelt es sich um gezahlte und für Schadenszahlungen zurückgestellte Beträge der im Geschäftsjahr eingetretenen Versicherungsfälle, einschließlich der Aufwendungen und abzüglich der Erträge aus der Abwicklung der Schadensrückstellungen aus Vorjahren.

    Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen die Kosten für den Abschluss von Versicherungsverträgen, Inkasso und Bestandsverwaltung, Bezahlung der Rückversicherung und evtl. Beitragsrückerstattungen. In den Aufwendungen für Kapitalanlagen sinddie Verwaltungskosten für Kapitalanlagen sowie Abschreibungen und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen enthalten.
    Aufschubzeit
    Als Aufschubzeit wird der Zeitraum zwischen dem Beginn einer privaten Rentenversicherung und Zahlung der ersten Rente bezeichnet(siehe auch Leibrente).
    Ausbildungsversicherung
    Die Ausbildungsversicherung sichert die Ausbildung der Kinder. Beitragszahler und Versicherter ist in der Regel ein Elternteil oder Großelter. Stirbt er vor Vertragsende, läuft die Versicherung beitragsfrei weiter. Die Leistung aus der Lebensversicherung wird zum vereinbarten Termin, zum Beispiel bei Studiienbeginn ausgezahlt. Stirbt hingeben das Kind vor Vertragsende, kann eine andere Person begünstigt werden.
    AVAD
    Die AVAD: Auskunftsstelle über Versicherungsaußendienst, Bausparkassenaußendienst und Versicherungsmakler in Deutschland e.V.
    Sie dient dem Ziel, dass nur vertrauenswürdige Personen im Versicherungsaußendienst (Vertreter und Versicherungsmakler) tätig sind. Die AVAD vermittelt als Selbsthilfeeinrichtung der Assekuranz nur Auskünfte an Unternehmen, die u.a. dem GDV oder seinen Fachverbänden angehören. Die Unternehmen sind verpflichtet, vor Vertragsabschluß mit einem Bewerber für die hauptberufliche Tätigkeit im Versicherungsaußendienst auf einem gesondertem Formular die Auskunft bei der AVAD einzuholen. Bei mehrstufigen Vermittlungsverhältnissen gilt dies auch für die Untervertreter. Per Satzung hat sich die AVAD ausdrücklich zu einem Auskunftsverfahren nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes verpflichtet.
    Aktueller Rentenwert
    Der aktuelle Rentenwert ist Bestandteil der Rentenformel (Rentenanpassungsformel). Mit dem aktuellen Rentenwert werden Rentenanwartschaften (Anwartschaften) in Monatsrenten umgerechnet. Wer ein Jahr durchschnittlich verdient und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet, erhält eine Altersrente in Höhe des aktuellen Rentenwerts.

    Der aktuelle Rentenwert wird jährlich mit Hilfe der so genannten Rentenanpassungsformel angepasst. Die Anpassungen orientieren sich an der Lohn- und Gehaltsentwicklung.

    Wegen der noch unterschiedlichen Einkommensverhältnisse im Westen und Osten Deutschlands, gilt für die neuen Bundesländer ein eigener aktueller Rentenwert (Rentenwert OST).
    Altersversorgung
    Die Altersversorgung umfasst alle Einkommensquellen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Altersversorgung häufig synonym zu Altersvorsorge benutzt.

    Im weiteren Sinn umfasst sie aber auch die Absicherung der biometrischen Risiken, von denen die „Langlebigkeit“, also die Unsicherheit über die Länge des eigenen Lebens, besonders wichtig ist.
    Altersvorsorge
    Unter Altersvorsorge versteht man ein Bündel von Maßnahmen, welches eine Einkommensquelle für das Alter schaffen soll. Bei kapitalgedeckter Altersvorsorge findet ein Ansparprozess statt, der einen längeren Zeitraum umfasst (Kapitaldeckungsverfahren).

    Verfügungsverzicht über die angesparten Mittel ist ein Merkmal der Altersvorsorge, damit die geplanten Zielsummen auch wirklich erreicht werden können. Durch Beitragszahlungen und den Zinseszinseffekt wird ein Kapitalstock aufgebaut. Aus diesem soll dann die Versorgung im Alter erfolgen. Durch Ertrag, Risiko und Liquidität der jeweiligen Anlage unterscheiden sich die so entstehenden Alterseinkommen.
    Anlagenversicherung
    Die Anlagenversicherung ist eine Transportversicherung für Großprojekte im Anlagenbau, z. B. Fabriken, Seehafenanlagen, Flughäfen, Kraftwerke. Transport- und Montagerisiken, sowie weitere Risiken im Zusammenhang mit der Errichtung von Anlagen.
    Ausstellungsversicherung
    Die Ausstellungsversicherung ist eine Form der Transportversicherung-, welche Transporte zu einer Ausstellung, den Aufenthalt während der Ausstellung, den Rücktransport und damit verbundene Lagerungen absichert. Versicherbare Sachen sind Ausstellungsgüter aller Art, auch Kunstgegenstände (vgl. Kunstgegenständeversicherung) und den (Messe)Stand.
    Automatenversicherung
    Die Automatenversicherung gehört zu der Transportversicherung, welche Automaten (z. B. Waren-, Spiel- und Musikautomaten) einschließlich des Inhalts versichert. Gedeckt werden Transporte zum Aufstellungsort, Transporte zur Reparatur und Umstellung sowie das stationäre Risiko während der Verkaufsfunktion des Automaten.
    Anwartschaftsversicherung
    Die Anwartschaftsversicherung ist ein Zweig der Privaten Krankenversicherung und bewahrt während einer nicht versicherten Phase ohne Leistungsansprüche gegen einen Anwartschaftsbeitrag die Rechte aus einer privaten Krankenversicherung. Immer ohne erneute Gesundheitsprüfung, aber je nach Anwartschaft mit neuem, also höheren Eintrittsalter.

    So sichern sich zum Beispiel Polizisten und Soldaten mit Anspruch auf freie Heilfürsorge die Vorteile einer privaten Krankenversicherung. Für arbeitslos gewordene Privatversicherte kann die Anwartschaftsversicherung auch interessant sein, denn Arbeitslose werden automatisch in der GKV versicherungspflichtig, wenn sie nicht bereits das 55. Lebensjahr vollendet haben.
    Atompool
    Die Deutsche Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG) bietet in Form eines Pools Haftpflichtabsicherung und Sachversicherungsschutz gegen die mit der Errichtung und dem Betrieb von Kernreaktoren und ähnlichen Anlagen verbundenen Gefahren. Die DKVG arbeitet überwiegend als Rückversicherungspool im Austausch mit ausländischen Atompools.
    Auslandsreise-Krankenversicherung
    Eine Auslandsreisekrankenversicherung bietet meistens weltweit Schutz. In einer privaten Krankheitsvollversicherung sind diese Leistungen weitgehend enthalten.

    Vollständigen Krankenschutz im Ausland für gesetzlich Versicherte bietet nur die private Auslandsreisekrankenversicherung. Sie übernimmt die Kosten für ärztliche Behandlung, Medikamente, Krankenhausaufenthalte und Mehrkosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport.

    Sie zahlt allerdings nur bei akuten Erkrankungen im Ausland, also nicht für Behandlungen, welche vor Reisebeginn bereits feststanden.
    Arzneimittelhaftung
    Ein Patient, der nach der Einnahme eines Medikamentes einen Gesundheitsschaden erleidet, kann berechtigte Ansprüche gegen den pharmazeutischen Unternehmer nun leichter durchsetzen. Das aktuelle Schadensersatzrecht sieht erhebliche Beweiserleichterungen zugunsten der Geschädigten vor. Die Beweislast dafür, dass die schädlichen Wirkungen der Arznei ihre Ursache im Bereich der Entwicklung und Herstellung haben, ist umgekehrt worden. Sie liegt nun beim Hersteller des Medikamentes.

    Wer z.B. durch die Einnahme eines Medikamentes erkrankt und davon ausgeht, der Pharmahersteller trage die Schuld, kann dies nun einfach behaupten. Er muss nur nachweisen, dass die Schädigung durch das Medikament “grundsätzlich“ möglich ist. Der volle Beweis, dass das Medikament die alleinige Ursache war, ist nicht notwendig. Nach dem Schadensersatzrecht muss der Pharmahersteller nachweisen, dass die Schädigung des Patienten durch falsche Verschreibung, andere Einflüsse oder Vorerkrankungen verursacht wurde. Zusätzlich zu den Beweiserleichterungen begünstigt die neue Regelung den geschädigten Patienten durch einen umfassenden Auskunftsanspruch gegenüber dem Arzneimittelhersteller sowie der Zulassungs- und Überwachungsbehörde. Dem Patienten wird damit der Nachweis seines Anspruchs erleichtert. Besteht der Verdacht, dass ein Medikament eine Schädigung verursacht hat, kann der Patient detaillierte Angaben zur Wirkung und Nebenwirkung sowie Verdachtfälle dazu verlangen.
    Auslands-Schadenschutz
    Wenn der Unfallgegner den Schaden verursacht hat, wird die komplette Schadenabwicklung übernommen und der Schaden so ersetzt, als wenn der Verursacher eine Kfz-Haftpflichtversicherung nach deutschen Versicherungsbedingungen besitzen würde. Er wird von einigen Versicherungen gegen Aufpreis zur Kfz-Haftpflichtversicherung angeboten.
    Autoschutzbrief
    Gilt für Unfall, Panne, Diebstahl oder Totalschaden des Fahrzeugs. Der Versicherer koordiniert die Hilfeleistungen und ersetzt die Kosten für Pannen- und Unfallhilfe, Bergung des Fahrzeuges sowie Abschleppen und Unterstellen bis zu bestimmten Höchstgrenzen. Weiterhin übernimmt der Versicherer die Kosten für den Fahrzeugrücktransport, Mietwagen, Fahrzeugverzollung oder Verschrottung sowie den Ersatzteilversand.
    Vorgesehen sind auch personenbezogene Leistungen, wie Übernachtungskosten bei Panne und Unfall, Kosten für die Weiter- und Rückfahrt, den Krankenrücktransport, die Rückholung von Kindern bis zur Hilfe im Todesfall.

    Die Kontaktaufnahme in solchen Notfällen erfolgt über das Servicecenter des Versicherers oder über ®Notfon D.
    Der Autoschutzbrief kann zusammen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung oder der Vollkasko abgeschlossen werden
    Ansparphase
    Ansparphase ist ein Begriff des Bausparens;
    Unter der Ansparphase versteht man die Zeit vom Abschluss eines Bausparvertrages - Beginn der Einzahlungen - bis zu dessen Zuteilung . Wenn ein Bausparvertrag zugeteilt ist, sollte er nicht weiter bespart werden. Der Bausparer kann sich dann das angesparte Guthaben inklusive Zinsen und eventueller Prämien auszahlen lassen. Oder er nimmt das zinsgünstige Bauspardarlehen in Anspruch.

    Geplant nimmt man das zinsgünstige Bauspardarlehen in Anspruch; Sinn und Zweck des Bausparvertrags.
    Abgeltungsteuer

    Ab 1.1.2009 wird auch in Deutschland eine Abgeltungsteuer für Kapitalvermögen (§ 20 EStG) ein geführt. Die neue Abgeltungsteuer ersetzt die bisherige Kapitalertragsteuer. Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören ab 2009 dann auch private Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren. Damit sind solche Gewinne auch bei einer Haltedauer von mehr als einem Jahr nicht mehr steuerfrei. Der Abgeltungsteuer unterliegen Zinsen, Dividenden, Erträge aus Investmentfonds und aus Zertifikaten. Der Abgeltungsteuersatz beträgt 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Das jeweilige inländische Kreditinstitut führt die Steuer an die Finanzverwaltung ab.



    Alle Angaben im Lexikon sind ohne Gewähr

B

    Baudarlehen mit Tilgungsaussetzung
    Baudarlehen werden zusammen mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung vereinbart und durch eine Hypothek abgesichert. Es werden Versicherungsbeiträge und Zinsen gezahlt, eine Tilgung findet nicht statt. Zur Tilgung der Hypothek dient die Versicherungsleistung am Ende der Vertragsdauer. Stirbt der Versicherte vorzeitig, wird die Hypothek sofort getilgt, und die Familie ist schuldenfrei, falls die Höhe der Versicherungssumme und der Hypothek übereinstimmen.
    Beispielrechnung
    Ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Versicherers ist die Höhe der Überschussbeteiligung. Vor Vertragsabschluss kann man von den Lebensversicherungsunternehmen sogenannte Beispielrechnungen erhalten. Diese zeigen, wie sich die Leistungen eines in der Vergangenheit abgeschlossenen Vertrages durch die Überschussbeteiligung des Unternehmens erhöht haben.
    Sie zeigen ferner die mögliche künftige Entwicklung der Überschussbeteiligung. Aus diesen Darstellungen wird ersichtlich, wie sich das Überschussbeteiligungssystem, das von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein kann, auf einen Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag auswirkt.
    Beiträge für eigene Rechnung
    Dem Erstversicherer verbleibender Teil des Bruttobeitrages nach Abzug der Beiträge für auf den Rückversicherer übertragene Risiken; der Netto-Beitrag.
    Beitrag
    Versicherungsbeitrag, häufig auch Prämie genannt; ist der Preis für den Versicherungsschutz.
    Versteht man unter dem Brutto-Beitrag die gesamte Beitragseinnahme , umfaßt der verdiente Beitrag die auf das Geschäftsjahr entfallende Beitragseinnahme, das heißt, die Prämieneinnahme unter Berücksichtigung der Veränderungen des technischen Rechnungsabgrenzungspostens Beitragsüberträge.
    Der verdiente Netto-Beitrag ist die auf das Geschäftsjahr entfallende Beitragseinnahme für eigene Rechnung (nach Abzug der Rückversicherung).
    Unter den "gebuchten Beiträgen" versteht man die von den Versicherungskunden selbst aufgebrachten Beiträge. Das sind die Beiträge ohne Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB).

    In der Renten- und Lebensversicherung sowie in der Privaten Krankenversicherung sind Beiträge aus RfB Überschussanteile, welche als Versicherungsbeitrag verwendet werden. Den Zahlen der Verbandsstatistik liegen, wenn nichts anderes vermerkt ist, die gebuchten Beiträge zugrunde.
    Beitragsanpassungsklauseln
    Die nachträgliche Beseitigung eines Ungleichgewichts zwischen dem kalkulierten Versicherungsbeitrag und dem erforderlichen tatsächlichen Aufwand, indem die Beitragszahlung erhöht wird. Durch die Angleichung der Beiträge an den gestiegenen Wert der Versicherungsleistung wird auf Dauer der reale Versicherungsschutz gesichert.
    Beitragskalkulation
    Die Unternehmen der Individualversicherung fassen bei der Berechnung der Beiträge jeweils gleiche Risiken zusammen.

    Die Bildung homogener Risikogruppen ist gültig für alle Versicherungszweige. Jeder Angehörige einer Risikogruppe zahlt seinen der Schwere seines Risikos entsprechenden Versicherungsbeitrag.

    In der Privaten Krankenversicherung äußert sich das statistische Risiko von Erkrankungen vor allem in den Merkmalen Alter und Geschlecht.

    In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird nach Fahrzeugarten unterschieden, ferner nach Kriterien wie Motorstärke, Schadenfreiheit, Region, Berufsgruppe (Beamte, Landwirte, Sonstige).

    Generell gilt:

    Je geringer das Risiko, desto geringer sind auch die Beiträge und umgekehrt.
    Hingegen ist die Sozialversicherung in starkem Maße vom Solidaritätsprinzip geprägt:

    Die Beiträge der Arbeitnehmer richten sich nach der Einkommenshöhe. Wer wenig verdient, zahlt auch weniger. Dies wirkt sich zwar auf die Höhe von Rente und Arbeitslosengeld aus, doch eine Leistungsäquivalenz ist nur bedingt vorhanden.

    In der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Leistungen sogar für alle Mitglieder praktisch gleich.
    Beitragseinnahmen
    Hier ist zu unterscheiden zwischen Brutto- und Nettobeiträgen. Die Differenz zwischen beiden besteht in dem Beitrag, den der Erstversicherer für die Rückversicherung seiner Risiken entrichtet.
    In der Verbandsstatistik:
    Brutto-Beitragseinnahmen aus dem selbst abgeschlossenen (direkten) Versicherungsgeschäft, also ohne Abzug des in Rückdeckung gegebenen (passiven) Versicherungsgeschäfts.
    In den Jahresabschlüssen der Versicherungsunternehmen:
    Brutto-Beitragseinnahme aus dem selbst abgeschlossenen (direkten) Versicherungsgeschäft und dem in Rückdeckung übernommenen (indirekten) Geschäft, das heißt ohne Abzug des in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäfts.
    Beitragsrückvergütung oder Beitragsrückerstattung
    Beitragsrückvergütung hier als Begriff der privaten Krankenversicherung (PKV). Wenn der Privatversicherte / Privatpatient (privat krankenversichert) ein Jahr oder länger keine Leistung in Anspruch genommen hat, erhält er bei vielen Krankenversicherern eine Beitragsrückgewähr bzw. Beitragsrückerstattung; der Kunde bekommt dann einen Teil seiner gezahlten Beiträge zurück.
    Beitragsüberträge
    Der Teil der bereits vom Versicherer "vereinnahmten" Beiträge, der auf die Risikoperiode(n) nach dem Bilanzstichtag entfällt; in der Fachsprache "der am Bilanzstichtag noch nicht verdiente Beitrag".
    Beleihung der Lebensversicherung / Rentenversicherung
    Die Beleihung eines Renten- oder Lebensversicherungsvertrags, auch "Policendarlehen" genannt, ist in der Regel bis zur Höhe des Rückkaufswerts möglich.
    Dies ist meist günstiger als ein Bankkredit. Beleihbar sind allerdings nur Lebensversicherungen, die einen Sparvorgang enthalten. D.h. eben keine sogenannte reine Risikolebensversicherung ohne Kapitalbildung.
    Berufsunfähigkeitsversicherung
    Durch den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung schützt man sich gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit.
    Im Versicherungsfall wird ohne weitere Beitragszahlungen eine Rente in der Regel bei einer mindestens 50 prozentigen Berufsunfähigkeit in der vereinbarten Höhe gezahlt.
    Berufsunfähigkeit / Arbeitskraftverlust
    Unter Berufsunfähigkeit versteht man die dauernde Beeinträchtigung der Berufsfähigkeit durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall. Gegen Berufsunfähigkeit kann man sich im Rahmen einer Zusatzversicherung zur Kapital-, Risiko-Lebensversicherung, Rentenversicherung oder über einen eigenständigen Vertrag (Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung) absichern. Der Versicherungsfall liegt im allgemeinen bei mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit vor. Soweit vertraglich vereinbart, wird auch bei der Zusatzversicherung eine Rente ausgezahlt. Die weitere Beitragszahlung entfällt.
    Berufsunfähigkeitszusatzversicherung
    Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung kann nur in Verbindung mit einer Hauptversicherung, z.B. einer Kapitalversicherung oder einer Rentenversicherung abgeschlossen werden.

    Bei Berufsunfähigkeit entfällt hier die Beitragszahlung sowohl für die Zusatz als auch für die Hauptversicherung. Zusätzlich kann auch die Versicherung einer Berufsunfähigkeitsrente vereinbart werden.
    Betriebliche Altersversorgung
    Die Betriebliche Altersversorgung ist eine freiwillige Sozialleistung des Arbeitgebers. Die Direktversicherung ist die übliche Form der betrieblichen Altersversorgung in Klein- und Mittelbetrieben.

    Der Arbeitgeber schließt eine Rentenversicherung oder Lebensversicherung auf das Leben seiner Mitarbeiter ab und zahlt die Beiträge an den Versicherer. Im Versicherungsfall und natürlich zum Ablauf erhalten der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen dann das Geld direkt vom Versicherungsunternehmen.

    Mit einer Rückdeckungsversicherung lassen sich Versorgungszusagen (Pensionszusage) des Arbeitgebers absichern. Im Versicherungsfall erhält zunächst der Betrieb das Geld von der Lebensversicherung und gibt es dann an den Mitarbeiter oder dessen Hinterbliebene weiter.

    Vorteilhaft ist es sogenannte Gruppen- oder Sammelversicherungsverträge abzuschließen.
    Betriebskosten
    Auch missverständlicherweise Verwaltungskosten genannt; Kosten des Versicherungsbetriebes, insbesondere Kosten für den Abschluss, das Inkasso, die Bestandsführung und die Vermögensverwaltung, ferner Kosten für die Bearbeitung der Beitragsrückerstattung und der Rückversicherung.
    Betriebskostensatz
    Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb bezogen auf die gebuchten Brutto-Beiträge.
    Bezugsrecht

    Unter Bezugsrecht bei der Renten- und  Lebensversicherung wird das Recht verstanden, über die fällige Leistung aus der Lebensversicherung zu verfügen (die / der Begünstigte).

    Bei Fälligkeit erhält also der Bezugsberechtigte das Geld von der Versicherung. Das ist im Erlebensfall zumeist der Versicherungsnehmer selbst. Für den vorzeitigen Todesfall sollte ein zusätzlicher Bezugsberechtigter angegeben werden, der im Versicherungsschein namentlich genannt werden kann.
    Die Bezugsberechtigung kann widerruflich oder unwiderruflich eingetragen werden. Im letzteren Fall kann die Verfügung nur mit Einverständnis des unwiderruflich Bezugsberechtigten geändert werden.

    Brutto/Netto
    In der Assekuranz bedeutet Brutto die Darstellung der versicherungstechnischen Positionen vor Rückversicherungsabgabe (Bruttobeitrag, Bruttoschaden etc.).

    Entsprechend bedeutet Netto die Darstellung der Positionen nach Berücksichtigung der Rückversicherung, das heißt für eigene Rechnung (Selbstbehalt).
    Beitragsbemessungsgrenze, gesetzliche Rentenversicherung
    Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Grenze, bis zu der Arbeitsentgelt in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert werden muss bzw. versicherbar ist.

    Für höheres Arbeitsentgelt bzw. Arbeitseinkommen sind keine Beiträge zu zahlen. Überschreitet das Arbeitsentgelt die Beitragsbemessungsgrenze, so ändert dies nichts an der Versicherungspflicht des Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung.

    Wegen der unterschiedlichen hohen Einkommen in Ost- und Westdeutschland existieren unterschiedlich hohe Beitragsbemessungsgrenzen in Ost und West. Die Beitragbemessungsgrenze wird jährlich an die Entwicklung der Arbeitsentgelte angepasst. In den letzten 20 Jahren betrug sie das 1,8- bis 1,9-fache des jeweiligen Durchschnittsentgelts.
    Bauleistungsversicherung
    Die Durchführung eines Bauvorhabens erfolgt unter freiem Himmel. Die Natur kann beim Bauen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen. Bei einer Bauleistungsversicherung sind alle Bauleistungen, Baustoffe und Bauteile für den Rohbau, Ausbau und Umbau gegen unvorhersehbar eintretende Schäden versichert. Z.B. Witterungseinflüsse, mutwillige und vorsätzlichen Beschädigung von Bauteilen durch Unbekannte, fahrlässiges Handeln von Bauarbeitern.
    Betriebsunterbrechungsversicherung
    Die Betriebsunterbrechungsversicherung (BU) schützt gegen Ertragsausfälle, wenn durch Eintritt eines versicherten Schadens (z.B. Einbruch, Vandalismus, Feuer, Wassser oder Sturm) die Gewinne und weiterlaufenden Kosten ( z.B. Miete, Löhne und Gehälter) nicht mehr erwirtschaftet werden können. Es wird noch unterschieden zwischen Klein-BU und BU.
    Bodenkaskoversicherung
    Versichert sind spezielle Kosten für die Dekontamination von Erdreich. Voraussetzungen sind eine plötzliche und unerwartete Beschädigung oder Zerstörung einer Sache des Versicherungsnehmers sowie das Vorliegen einer behördlichen Sanierungsanordnung. Mitversichern lassen sich auch Kontaminationen als Folge von Fehlbedienung oder Fehlfunktion bestimmter Einrichtungen oder Anlagen.
    Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
    Durch das Gesetz über die integrierte Finanzdienstleistungsaufsicht vom 22. April 2002, wurde zum 1. Mai 2002 die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gegründet.

    Unter dem Dach der neuen Anstalt sind die Aufgaben der ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen (BAKred), das Versicherungswesen (BAV) und den Wertpapierhandel (BAWe) zusammengeführt worden.

    Damit existiert in Deutschland eine staatliche Aufsicht über etwa 2700 Kreditinstitute, 800 Finanzdienstleistungsinstitute und mehr als 700 Versicherungsunternehmen, die sektorübergreifend den gesamten Finanzmarkt umfasst.

    Mit Einrichtung der BaFin wurden zentrale Aufgaben des Kundenschutzes und der Solvenzaufsicht gebündelt. Bezogen auf die Versicherungswirtschaft hat die BaFin neben einer allgemeinen rechtlichen Aufsicht auch die Finanzaufsicht über die Versicherer.

    Damit unterliegt die Assekuranz auch nach Vollendung des Binnenmarktes wie keine andere Branche der staatlichen Aufsicht. Die Anstalt beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter, sie hat ihre Dienstsitze in Bonn und Frankfurt am Main.
    BWV
    Das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V. ist der Berufsverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Es ist Ansprechpartner in Bildungsangelegenheiten rund um die qualifizierte Ausbildung und Weiterbildung in der Versicherungsbranche.
    BKK
    BKK ist die Abkürzung für Betriebskrankenkasse. Betriebskrankenkassen sind Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie werden von einzelnen oder mehreren Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter gegründet. Eine Betriebskrankenkasse kann sich auch öffnen. Dann können sich auch weitere Personen neben den Mitarbeitern der betreibenden Unternehmen versichern.
    Bausparvertrag
    Auf eine kurze Formel gebracht, bedeutet Bausparen nichts anderes als: einer für alle, alle für einen. Die Bausparer bilden eine Gemeinschaft und helfen sich gegenseitig bei der Baufinanzierung (Baufi), denn alle zahlen eine Summe in einen gemeinsamen Pool. Von 10 Bausparern will jeder ein Haus bauen, eine Eigentumswohnung, ein Einfamilienhaus oder Doppelhaushälfte erwerben. Sie sparen dafür zum Beispiel jedes Jahr jeder 1.000 €. Das Geld geht in einen gemeinsamen Pool, den "Zuteilungstopf".

    Ein Bausparvertrag gliedert sich in drei Phasen:

    1. Sparphase:
    Der Bausparvertrag lautet auf ein Vielfaches von 1.000 €. Sie können als Bausparer verschiedene Tarifvarianten in Anspruch nehmen, je nachdem wie flexibel sie finanzieren möchten und können.

    2. Zuteilungsphase:
    Damit der Bausparkunde über seine Bau- sparsumme verfügen kann bedarf es der Zuteilung. Diese kann erfolgen, wenn je nach Tarifvariante mindestens 25 % bis 50 % Mindestsparguthaben angespart und die Zielbewertungszahl erreicht ist. Die Zahl errechnet sich aus den Zinsen, der Bausparsumme sowie dem Bewertungszahl- und dem Leistungszahlfaktor.

    3. Darlehensphase:
    Der Bausparer erhält neben seinem an gesparten Bausparguthaben ein Darlehen entsprechend dem gewählten Tarif. In monatlichen Raten zahlt er das Darlehen zinsgünstig zurück. Höhe und Dauer der Tilgung richtet sich nach der Tarifvariante und kann durch Sonderzahlungen verkürzt werden.
    Bausparer
    Der Bausparer ist der Bausparkassenkunde, welcher den Bausparvertrag abschließt und anspart.
    Bausparguthaben
    Bausparguthaben:
    Das Bausparguthaben setzt sich zusammen aus: den eingezahlten Bausparbeiträgen, den verdienten Zinsen, u. U.,. gut geschriebenen staatlichen Prämien
    Baussparsumme
    Bausparsumme:
    Die Bausparsumme ist der Betrag, über welchen ein Bausparvertrag abgeschlossen wird. Die Bausparsumme setzt sich zusammen aus dem gewünschten Bausparguthaben und dem erwarteten Darlehensanspruch. Je nach gewähltem Tarif passt sich ein optimaler Bausparvertrag jederzeit der individuellen Situation des Bausparers bzw. des Bausparkunden an.
    Bewertungszahl
    Begriff aus dem Bausparen: Die Bewertungszahl eines Bausparvertrags besagt, wie lange und welche Summe der Bausparer im Verhältnis zu der Bausparsumme angespart hat. Ist die erforderliche Bewertungszahl erreicht (Zuteilung), kann der Bausparvertrag ausgezahlt oder ein Bauspardarlehen beantragt werden.
    Bauspardarlehen
    Begriff aus dem Bausparen: Zinsgünstiges Darlehen durch die Bausparkasse, auf welches der Bausparer nach Zuteilung des Bausparvertrags einen Rechtsanspruch besitzt. Beim Bauspardarlehen handelt es sich in der Regel um ein nachrangig abzusicherndes Darlehen, das nur für wohnwirtschaftliche Maßnahmen verwendet werden darf. Die Höhe des Darlehens ist die Differenz zwischen Bausparsumme und dem vorhandenen Bausparguthaben.

    Die Vorteile sind der günstige Zinssatz (garantierter aktueller Zins bei Vertragsabschluss, unabhängig von den Konditionen die bei Inanspruchnahme des Kredites Jahre später herrschen) sowie die Zinsgarantie über die gesamte Darlehenslaufzeit, die von den Schwankungen am Kapitalmarkt unbeeinflusst bleibt.
    Bulker Bulk Carrier Massengutfrachter aus Schiffsversicherung Transport-Versicherung:

    Bulker Bulkcarrier bulk carrier sind Massengutfrachter aus Schiffsversicherung Transport-Versicherung:
    Massengutfrachter - Schüttgutfrachter, Bulkcarrier - sind Schiffe, die feste, lose Massengüter transportieren, beispielsweise Getreide, Erz, Kohle, Phosphat, Zement, Bauxit usw. Massengutfrachter bestimmen ungefähr 30%  des weltweiten Seetransports. - Flüssige Massengüter (Wasser, Rohöl, Öl, Öle, Kraftstoffe, Flüssiggas, petrochemische Erzeugnisse, Chemikalien, flüssige Lebensmittel u.a.) werden von Tankschiffen, Tankern transportiert.

D

    Deckungskapital
    Die nicht für die Risikoübernahme und Kosten verbrauchten Versicherungsbeitragsteile, die verzinslich angesammelt werden, bilden das Deckungskapital des Lebens- oder Rentenversicherungsvertrags.

    Kündigt man den Vertrag vorzeitig, erhält man den Rückkaufswert ausbezahlt, das üblicherweise um einen geringen Kostenabschlag verringerte Deckungskapital.
    Deckungsrückstellung
    Die Deckungsrückstellung ist der versicherungsmathematisch ermittelte Kapitalwert der bestehenden Verpflichtungen zur Zahlung der Versicherungsleistungen in der privaten Rentenversicherung, Lebensversicherung, Krankenversicherung (PKV), Haftpflicht- und Unfallversicherung.

    Direktes Geschäft
    Selbst abgeschlossenes Geschäft der Erstversicherer; im Gegensatz zum indirekten, das heißt in Rückdeckung genommenes Geschäft von Rückversicherern und Erstversicherungen.
    Direktversicherer
    1. Erstversicherer im Gegensatz zum Rückversicherer.
    2. Versichererungen ohne Außendienst (Direktvertrieb).
    3. Direktversicherung ist außerdem die Bezeichnung für Renten- und Lebensversicherungsverträge im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung.
    Direktversicherung
    Schließt der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter eine Rentenversicherung oder Lebensversicherung ab, wo diese direkt bezugsberechtigt sind, spricht man von einer Direktversicherung.

    Die Beiträge sind als Betriebsausgaben für den Arbeitgeber steuerlich abzugsfähig. Für den Arbeitnehmer gelten sie als Gehalt oder Arbeitslohn, der in bestimmtem Umfang steuerlich begünstigt ist (siehe auch Betriebliche Altersversorgung).
    Direktvertrieb / Direktversicherer

    Der Verkauf bzw. Vertrieb findet ohne Versicherungsvertretern mit relativ wenig Personal statt. Der Vertragsabschluss erfolgt in aller Regel auf dem Postweg oder online über das Internet. Von klassischer Beratung und Betreung in Versicherungsfragen kann keine Rede sein. Der Kunde muss selber der Versicherungsmarkt vergleichen.

    Drei-Säulen-System
    Die Kombination von gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung und Lebensversicherung, die heute weitgehend üblich ist, nennt der Fachmann Drei-Säulen-System der Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenvorsorge.

    Eine umfassende Absicherung, um vor allem im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten, ist allein mit der gesetzlichen Rentenversicherung nicht zu erzielen.
    Dynamische Lebensversicherung
    Wird auch Zuwachs- oder Anpassungsversicherung genannt; Beitrag und Versicherungssumme werden in regelmäßigen Abständen erhöht. Die Berechnungsgrundlage dafür ist meistens die Entwicklung des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung

    Einige Lebensversicherer empfehlen für die Dynamisierung auch feste Prozentsätze. Üblich ist mittlerweile die Kombination beider Erhöhungsformen.
    Durchschnittseinkommen
    Das Durchschnittseinkommen, genauer gesagt, das durchschnittliche Bruttoarbeitsentgelt der GRV Versicherten, hat Einfluss auf die Rentenhöhe.

    Bei der Rentenberechnung werden für jedes einzelne Kalenderjahr Entgeltpunkte errechnet und dem Konto des Versicherten gutgeschrieben. Dabei wird das individuelle Bruttoarbeitsentgelt des Versicherten durch das jeweilige Durchschnittsentgelt von allen Versicherten geteilt.
    D&O Versicherung (Directors and Officers Liability Insurance)
    Mit der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung werden Haftpflichtansprüche Dritter aus reinen Vermögensschäden, also keine Folgeschäden von Personenschäden oder Sachschäden, gedeckt (zum Beispiel Berufshaftpflichtversicherung vom Rechtsanwalt, Steuerberater, Ingenieur, Architekten).

    Eintritt des Versicherungsfalls ist der Zeitpunkt des Fehlverhaltens (Verstoßes), das zum Schaden geführt hat und nicht das Schadenereignis selbst. Aus diesem Verstoßprinzip ergibt sich eine - auch nach Beendigung der Versicherung - zeitlich begrenzte Nachhaftung.

    Siehe auch: Vermögensschadenhaftpflichtversicherung VSH
    Doppelkarte
    Sie wird für die Zulassung beim Straßenverkehrsamt benötigt. Seit 2003 gibt es keine Doppelkarte mehr, sondern nur noch eine einfache Versicherungsbestätigung.
    Dynamische Rentenversicherung
    Dynamische Rentenversicherung wird auch Zuwachsversicherung oder Anpassungsversicherung genannt; Beitrag und Versicherungssumme werden in regelmäßigen Abständen erhöht. Die Berechnungsgrundlage dafür ist meistens die Entwicklung des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung

    Einige Rentenversicherer empfehlen für die Dynamisierung auch feste Prozentsätze.

E

    Eigenbehalt
    Auch Selbstbehalt genannt:
    1. Anteil des Versicherungsnehmers am Schaden in € oder Prozent.Weit verbreitet in der privaten Krankenversicherung (PKV) und Haftpflichtversicherung.
    2. Teil des Risikos, den der Erstversicherer nicht rückversichert, sondern selbst behält/trägt.
    Einlösungsbeitrag
    So wird der erste Versicherungsbeitrag genannt, welcher zu Beginn des ersten Zahlungsabschnittes fällig ist. Dieser ist von ausschlaggebender Bedeutung. Erst wenn er sich in Händen der Versicherung befindet, besteht Versicherungsschutz. Auch alle Folgebeiträge sind zu Beginn des jeweiligen Zahlungsabschnitts zu zahlen. Das kann monatlich (+5%), vierteljährlich (+5%), halbjährlich (+3%) oder jährlich sein. (siehe auch vorläufiger Versicherungsschutz und Widerrufsrecht).
    Einmalbeitragsversicherung
    Eine Einmalbeitragversicherung ist eine Renten- oder Lebensversicherung, deren Beiträge bei Vertragsabschluss in einer Summe gezahlt werden. Es wird häufig eine Rentenversicherung (sofort beginnende Rente) abgeschlossen, indem alle Beiträge auf einmal bezahlt werden.
    Eintrittsalter
    Das Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn. Bei Lebens- und Rentenversicherungen ist der Geburtstag entscheidend, der dem Vertragsbeginn am nächsten liegt. Das Eintrittsalter einer 30-jährigen zum Beispiel, die 5 Monate nach Vertragsabschluß 31 Jahre alt wird, lautet daher 31 Jahre.
    Endalter
    Alter des Versicherten zum regulären Vertragsende.
    Erlebensfall
    So wird der Versicherungsfall bezeichnet, bei dem die versicherte Person den regulären Vertragsablauf erlebt. Im allgemeinen weisen die Versicherungsunternehmen ihre Kunden rechtzeitig auf den Vertragsablauf hin.

    Um die Versicherungsleistungen zu erhalten, muß man den Versicherungsschein an das Unternehmen senden, die letzte Beitragszahlung nachweisen und angeben, wohin die Versicherungsleistung überwiesen werden soll.
    Erstversicherung
    Die Erstversicherung wird auch selbst abgeschlossenes oder "direktes Geschäft" genannt; Versicherungsgeschäft zwischen Versicherungskunden und Versicherern. Der sogenannte Erstversicherer kann das versicherungstechnische Risiko bei einem weiteren Versicherer versichern. Dies nennt man Rückversicherung.
    Extended Coverage
    "EC-Versicherung"; bezeichnet die Versicherung zusätzlicher Gefahren: innere Unruhen, böswillige Beschädigung, Streik, Aussperrung, Fahrzeuganprall, Rauch, Überschallknall, Leitungswasser, Sprinkler-Leckage, Sturm und Hagel. Sie ist eine Ergänzung zur Feuer- oder Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung für Industrie- und Handelsbetriebe.

    Durch eine Klausel können zusätzliche Gefahren versichert werden: Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch.
    Ehegattensplitting
    Das Ehegattensplitting ist ein besonderer, in § 32a Abs. 5 EStG geregelter Einkommensteuertarif. Dieser berücksichtigt bei der Zusammenveranlagung von Eheleuten den Ehegattenunterhalt bei intakter Ehe und führt in den Fällen unterschiedlicher Einkommen der Eheleute zu einem Entlastungseffekt bei der Einkommensteuer. Dieser Entlastungseffekt wird größer, je weiter die Einkommen der Ehegatten voneinander differieren.

    Sind die Einkommen beider Ehegatten gleich hoch, so ist die Gesamtbelastung bei der Anwendung des Ehegattensplittings genau so hoch wie bei einer getrennten Veranlagung der Ehegatten.
    Entgeltpunkte
    Entgeltpunkte sind ein Bestandteil der Rentenformel. Je höher die Zahl der Entgeltpunkte ist, die ein Versicherter während seines Erwerbslebens erwirbt, desto höher fällt seine gesetzliche Rente aus.

    Grundsätzlich werden Entgeltpunkte erworben, indem Beiträge an die gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet werden. Je höher dabei das Einkommen des Versicherten im Vergleich zum Durchschnittseinkommen aller Versicherten ist, desto mehr Entgeltpunkte werden ihm gutgeschrieben.

    Wer in einem Jahr durchschnittlich verdient hat, der erhält einen Entgeltpunkt. Die Entgeltpunkte spiegeln daher die Einkommenssituation während des Arbeitslebens des Versicherten wider.

    Allerdings gibt es auch Entgeltpunkte für beitragsgeminderte Zeiten (Berufsausbildung), für beitragsfreie Zeiten, Zuschläge und Abschläge (z. B. Versorgungsausgleichs bei geschiedenen Ehepartnern) usw.

    So wurden mit dem Altersvermögensergänzungsgesetz Zeiten der Kindererziehung aufgewertet. In diesen Elementen des Rentenrechts kommt die sozialpolitisch motivierte Umverteilung zwischen den Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck.
    Elementarschadenversicherung
    Sammelbegriff für die Versicherung gegen Folgen von Naturereignissen, wie Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch. Viele Versicherer bieten seit einigen Jahren zusätzlich zur Sturm- und Hagelversicherung eine erweitere Elementarschadenversicherung für Hausrat, Wohngebäude, gewerbliche und industrielle Risiken an.
    Extremus
    Extremus ist ein Spezialversicherer gegen Terrorismusschäden. Abgedeckt werden Sachschäden sowie Betriebsunterbrechungsschäden durch Terroranschläge bei allen Sachrisiken, deren Versicherungssumme oberhalb von 25 Millionen Euro liegt.
    Ertragsanteil / Ertragsanteilsbesteuerung
    Die Rentenzahlungen werden grundsätzlich nicht Brutto, sondern mit dem dem sogenannten Ertragsanteil besteuert. Die Höhe des Ertragsanteils richtet sich nach dem Alter des Rentners bei Rentenbeginn. Der Ertragsanteil einer Rente bei einem Rentenbeginn im Alter von 65 Jahren beträgt 27 %. Je später der Renteneintritt, desto geringer wird der Prozentsatz.

    Im Gegensatz zu der nachgelagerten Besteuerung wurden die eingezahlten Beiträge nicht vollständig von der Einkommensteuer freigestellt.

    Bei unserem Lexikon handelt es sich nicht um Rechtsberatung, Versicherungsberatung oder Steuerberatung.
    Europäischer Unfallbericht
    Im Europäischen Unfallbericht sind alle relevanten Fragen zu einem Autounfall aufgeführt. Alle Unfallbeteiligten füllen ihn aus. Er ist europaweit identisch. Überflüssig ist das Ausfüllen in Deutschland, fallsder Schaden über ®Notfon D gemeldet wird.
    Einmalzahlung bzw. Einmalzahlungen
    Hier ist ein Begriff aus dem Bausparen gemeint, welchen es aber auch bei der privaten Rentenversicherung, Lebensversicherung und anderen Sparten gibt:

    : Einmalzahlungen sind zusätzliche Einzahlungen auf den Bausparvertrag, die jederzeit möglich sind.

F

    Flexible Altersgrenze
    Wer sich vor dem 65. Geburtstag zur Ruhe setzen will, dem räumen die meisten Lebensversicherungsunternehmen die sogenannte flexible Altersgrenze ein: Der Vertrag kann innerhalb der letzten drei Versicherungsjahre ohne Nachteile (Stornoabzug) beendet werden, sofern die versicherte Person das 60. Lebensjahr vollendet hat und der Vertrag mindestens zwölf Jahre besteht. Es wird das volle Deckungskapital zuzüglich Schlußüberschußanteile ausgezahlt. Jedoch muß diese vorzeitige Auszahlung aufgrund des Zinseffektes zwangsläufig geringer sein als die reguläre Ablaufleistung.
    Feuerschutzsteuer
    Von der Beitragseinnahme aus Verträgen zur Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung haben die Versicherungsunternehmen die den Ländern zustehende Feuerschutzsteuer zu zahlen. Das gleiche gilt für die Verbundene Wohngebäude- und Verbundene Hausratversicherung, sofern das Feuerrisiko mitversichert ist. In diesen Fällen unterliegen bei Gebäudeversicherungen 25 Prozent und bei Hausratpolicen 20 Prozent des Versicherungsbeitrags der Feuerschutzsteuer. Der Steuersatz selbst beträgt seit 1. Juli 1994 generell 8 Prozent. Anders als bei der Versicherungsteuer ist das Versicherungsunternehmen der Steuerschuldner.
    Flusskaskoversicherung Flußkasko Versicherung


    Versichert ist das Schiff mit seinen maschinellen Einrichtungen, dem Zubehör und der Ausrüstung.
    Einem Schiff sind gleichzusetzen: Baggereifahrzeuge, Krane, Elevatoren und alle sonstigen schwimmenden und beweglichen Anlagen und Geräte ähnlicher Art, z.B. Ponton, also Pontonbrücken. Ausgenommen sind Luftkissenfahrzeuge.

    Die Flusskasko meint eine Versicherung von Binnenschiff (im Gegensatz zur Seekasko) oder schwimmender Anlage. Dies können u.a. Pontons (Pontonbrücken), Landebrücken, Anleger, welche oftmals von der Stadt oder städtischen Tochtergesellschaften betrieben werden, sein. Sogar ein schwimmendes Labor, wie es die Uni der Stadt Köln am Rhein kurz vor Rodenkirchen unterhält.

    Umfang des Versicherungsschutzes

    Versicherte Gefahren, Aufwendungen und Kosten:

    • Der Versicherer leistet Ersatz für Verlust oder Beschädigung des versicherten Schiffes, verursacht durch:
    • Schiffahrtsunfall
    • Brand, Blitzschlag, Explosion
    • höhere Gewalt
    • Einbruch-Diebstahl, Beraubung, Vandalismus


    Flusskaskoversicherung weitere Info klicken

    Frachtführer-Haftpflichtversicherung

    Es ist eine Versicherung der Haftung von Frachtführern, Spedition / Spediteur, Logistikunternehmen aus Verkehrsverträgen (ein Zweig der Verkehrshaftungsversicherung).

    Fahrradversicherung
    Abgedeckt wird der Verlust oder die Beschädigung des versicherten Fahrrades durch Diebstahl und weitere Gefahren, z.B. Raub, Unterschlagung, Brand, Blitzschlag, Explosion oder Unfälle. Die Versicherung kann auf Basis des Zeitwertes oder des Neuwertes abgeschlossen werden. Die Entschädigung wird als Naturalersatz oder in Geld geleistet. Eine Fahrradversicherung wird häufig in eine Hausratversicherung integriert.
    Feuerversicherung
    Versicherung gegen Schäden durch die Gefahren Brand, Blitzschlag, Explosion und Absturz von Luftfahrzeugen für Gebäude und bewegliche Sachen. Als eigener Versicherungszweig hat die Feuerversicherung Bedeutung für die Versicherung industrieller, gewerblicher und landwirtschaftlicher Feuerrisiken. Daneben ist das Feuerrisiko in der Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung gedeckt.
    Feuerrohbauversicherung
    Ein Bauherr muss seinen Rohbau gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion extra versichern. Viele Banken geben ohne diese Versicherung keinen Kredit. Das Risiko, dass der Rohbau abbrennt, ist mit einer Feuerversicherung versicherbar. Eine Wohngebäudeversicherung schließt in der Regel eine Feuerversicherung für den Rohbau ein. Deshalb empfiehlt es sich diese bereits bei Baubeginn abzuschließen.
    Fahrzeugvollversicherung
    Die Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko) leistet über den Leistungsumfang der Fahrzeugteilversicherung (Teilkasko) hinaus für Schäden durch Vandalismus und eigen verschuldete Unfälle. Je nach Tarif kann man die Vollkaskoversicherung auch um den Verzicht der Einrede wegen grober Fahrlässigkeit erweitern.
    Fahrzeugteilversicherung
    Sie wird auch Teilkaskoversicherung genannt. und deckt Schäden durch Diebstahl, Brand, Explosion, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Zusammenstoß mit Haarwild, Glasbruch sowie Schmorschäden. Es gibt verschiedene Selbstbeteiligungen. Meistens wird ein Selbstbehalt von 150 Euro vereinbart.
    Freie Arztwahl

    Freie Arztwahl ist ein Begriff aus der privaten Krankenversicherung (PKV). Je nach Tarifkombination muss der Kunde nicht erst zum Hausarzt (Primärarzt-Prinzip) gehen, sondern kann sich direkt bei einem Arzt oder Facharzt seiner Wahl vorstellen.

    Firmenversicherung
    Firmenversicherungen bezeichnet, im Gegensatz zu den privaten Versicherungen, die Absicherung von gewerblichen, unternehmerischen Risiken: Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung, Transportversicherung, Firmenrechtsschutz, Unfallversicherung, Taxiversicherung uvm.
    Flottenversicherung - Flotte versichern

    Mit Flotten Versicherung sind hier keine Binnenschiffe oder die Seefahrt gemeint, sondern die Kfz Versicherung des Fuhrparks von Betrieben, Speditionen und Unternehmen:

    PKW, LKW, Anhänger, Auflieger, Mietwagen, Taxis (Taxen), Autovermieter-Fahrzeuge usw. im Werkverkehr oder auch gewerblichen Güterverkehr.

G

    Gebuchte Beiträge
    Gebuchte Beiträge sind die von den Versicherungen selbst aufgebrachten Versicherungsbeiträge: Beiträge im Kalenderjahr, ohne Beiträge aus den Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen für z.B. die Lebensversicherung, Rentenversicherung und private Krankenversicherung.
    Gefahrengemeinschaft
    Die Gefahrengemeinschaft ist der Grundgedanke einer jeden Versicherung: die Bedrohung einer Vielzahl von Personen durch dieselbe Gefahr, welche nicht jeden treffen wird. Die Gemeinschaft trägt das Risiko, welches der einzelne im Schadenfall nicht allein tragen bzw. finanzieren könnte.
    Geldanlage
    Die Anlagepolitik der privaten Lebensversicherungsunternehmen und Rentenversicherer unterliegt den Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes.

    Bei der Kapitalanlage werden möglichst große Sicherheit, Rentabilität, Liquidität sowie angemessene Mischung und Streuung verlangt. Die bevorzugten Anlageformen sind: Schuldscheindarlehen an Bund, Länder, Gemeinden, Unternehmen, festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Hypothekendarlehen und Grundbesitz.

    Ein Treuhänder.überwacht die ordnungsgemäße Anlage der Vermögenswerte.
    Gesetz der großen Zahl
    "Grundgesetz" der Versicherungswirtschaft, wahrscheinlichkeitstheoretische Vorhersage über den künftigen Schadenverlauf: Je größer die Zahl der erfaßten Personen, Güter und Sachwerte, die von der gleichen Gefahr bedroht sind, desto geringer ist der Einfluß von Zufälligkeiten. Betrachtungen über den Zufall beim Würfelspiel führten zum Entstehen der Wahrscheinlichkeitsrechnung, mit deren Hilfe Voraussagen über die Häufigkeit von Zufallsereignissen möglich sind. Als eigentlicher Schöpfer der Wahrscheinlichkeitsrechnung gilt der Franzose Blaise Pascal (1623-1662). Das Gesetz der großen Zahl sagt nichts darüber aus, wer von einem Schaden getroffen wird, wohl aber, wie viele der in der Risikogemeinschaft Zusammengeschlossenen von einem bestimmten Unglücksfall ereilt werden.
    Gesundheitsprüfung
    Eine Gesundheitsprüfung ist die Voraussetzung für den Abschluss einer / von z.B. Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, private Krankenversicherung, private Unfallversicherung. Meistens genügt die gewissenhafte Beantwortung von Gesundheitsfragen der zu versichernden Person.
    Gliedertaxe
    Tabelle der Unfallversicherer zur Bemessung der Invalidität. Für den Fall des vollständigen Verlustes oder vollständiger Funktionsunfähigkeit bestimmter Gliedmaßen oder sonstiger Körperteile sind in dieser Tabelle feste Invaliditätsgrade angegeben. Nach der Gliedertaxe beträgt der Invaliditätsgrad bei Verlust eines Daumens 20 Prozent, bei Verlust eines Armes im Schultergelenk 70 Prozent, bei Verlust der Sehkraft auf einem Auge 50 Prozent und auf beiden Augen 100 Prozent.
    Grüne Karte
    Die "Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr", besser bekannt unter der Bezeichnung "Grüne Karte", bescheinigt bei Auslandsreisen mit dem Kraftfahrzeug Versicherungsschutz in der Haftpflichtversicherung nach den Bestimmungen des jeweiligen Gastlandes; außerdem enthält sie wichtige Daten über Fahrzeug, Halter und dessen Versicherung. Grundlage für das Grüne-Karte-System ist das sogenannte Londoner Abkommen von 1949, dem alle europäischen Länder (Ausnahme: Albanien, europäische Staaten der ehemaligen UdSSR) sowie eine Reihe von Mittelmeer-Anrainerstaaten und Staaten im Nahen Osten angehören. Anhand der Grünen Karte kann der deutsche Autofahrer einem von ihm Geschädigten die Adresse einer Regulierungshilfe im Gastland nennen. Ergänzt wurde das Londoner Abkommen 1974 durch das sogenannte Kennzeichen-Abkommen: Danach ist bei Kraftfahrzeugen aus den Unterzeichnerstaaten für die Einreise keine Grüne Karte mehr erforderlich. Verlangt wird sie noch bei Fahrten in die Türkei, nach Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowenien und Kroatien (für die anderen Teilstaaten des ehemaligen Jugoslawien gelten derzeit kriegsbedingte Sonderregelungen). Italien verzichtet zwar auf die Kontrolle der Grünen Karte bei der Einreise, sie sollte aber dennoch mitgeführt werden. Die Grüne Karte ist kostenlos beim Kfz-Haftpflichtversicherer erhältlich.
    Güterversicherung
    In der Transportversicherung wird die Güterversicherung auch als Warenversicherung, Warentransportversicherung oder Cargoversicherung bezeichnet. Versichert werden hier Transportgüter gegen alle Gefahren oder auch nur gegen einzelne Risiken.
    Glasversicherung
    Versicherung von Glasscheiben und anderen Teilen aus Glas (immer häufiger auch Kunststoffgläser, z.B. aus Acryl) gegen Schäden durch Zerbrechen. Ein ersatzpflichtiger Schaden liegt vor, wenn ein versichertes Glas in seiner gesamten Dicke durchgebrochen ist. Bloße Kratzer sind nicht versichert. Die Art der versicherten Gläser unterscheidet sich je nach Vertragsform. Sonderverglasungen müssen extra versichert werden. Nicht versicherbar sind Hohlgläser (z.B. Trinkgläser oder Vasen) und optische Gläser. Häufig wird die Glasversicherung mit anderen Versicherungsverträgen (z.B. Hausratversicherung) gebündelt.
    Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung (Öltankversicherung)
    Wer mit Öl heizt, haftet für Schäden durch auslaufendes Öl. Diese Schäden können mit einer Gewässerschadenhaftpflichtversicherung (auch Öltankversicherung) abgedeckt werden. Inhabern von Heizöltanks, das kann auch der Mieter eines Hauses oder einer Wohnung mit Ölheizung sein, hat der Gesetzgeber eine besonders strenge Haftung auferlegt. Sie müssen die Folgen von Verunreinigungen des Grundwassers und von Gewässern durch auslaufendes Heizöl unabhängig vom eigenen Verschulden tragen.
    Gesetzliche Arbeitslosenversicherung
    Zweig der Sozialversicherung, mindert die finanziellen Folgen von Arbeitslosigkeit und fördert die Integration in den Arbeitsmarkt. Die wichtigsten Leistungen: Zahlung von Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosenhilfe, Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Förderung der beruflichen Qualifikation. Übrigens: Während für die vier anderen Zweige der SozialV ein privates Gegenstück existiert, steht die gesetzliche ArbeitslosenV ohne ein privates Pendant da. Die Erklärung: Das Risiko der Arbeitslosigkeit lässt sich nur über eine Versicherungspflicht und einen Solidarausgleich, kaum aber versicherungsmathematisch erfassen und kalkulieren.
    Gesetzliche Unfallversicherung
    Zweig der Sozialversicherung, kommt nach berufsbedingten Unfällen für die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und, in schweren Fällen, für Unfallrenten auf. Bei Wegeunfällen und Berufskrankheiten wird ebenfalls gezahlt. Seit 1971 sind Schüler, Studenten und Kinder im Kindergarten auf Staatskosten ebenfalls versichert - in den Ausbildungsstätten, auf dem Weg dorthin und zurück.
    Gesetzliche Rentenversicherung
    Zweig der Sozialversicherung, der dem Schutz des Einzelnen und der Familie dient. Die RentenV zahlt vor allem Renten bei Erwerbsminderung, Alter und Tod. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, den Versicherten ein lebenslanges Einkommen im Alter zu zahlen. Die Höhe der Altersrente richtet sich u.a. nach der Dauer des gesamten Arbeitslebens und nach dem Einkommen. Wichtig sind auch die erbrachten Leistungen zur Wiedereingliederung ins Berufsleben bei Erwerbsminderung (Rehabilitation). Kennzeichnend für die RentenV ist der sog. Generationenvertrag: Wer heute arbeitet zahlt die Renten der jetzt aus dem Arbeitsleben ausgeschiedenen Generation, um später eine eigene Rente von der dann arbeitenden Generation finanziert zu bekommen (Umlageprinzip). Wer heute einzahlt, "spart" damit nicht für die eigene Rente, denn die RentenV bildet kein Kapital.
    Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

    Zweig der Sozialversicherung, kommt für die Krankheitskosten auf, die ihren Mitgliedern und Familienangehörigen in der Bundesrepublik Deutschland und teilweise auch im Ausland entstehen. Leistungsschwerpunkte bilden die ärztliche und zahnärztliche Behandlung, die Arzneimittelversorgung und die Krankenhauspflege. Erbracht werden auch Leistungen zur Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation sowie bei Mutterschaft und - eingeschränkt - bei Tod.

    Gesetzliche Pflegeversicherung
    Jüngster Zweig der Sozialversicherung, wurde erst 1995 eingeführt. Die Leistungen richten sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit und sind nach oben begrenzt. (siehe Pflegepflichtversicherung)
    Grundfreibetrag
    Die vom Gesetz als Grundfreibetrag bezeichnete Nullzone des Einkommensteuertarifs (§ 32a Abs. 1 Nr. 1 EStG) soll den existenznotwendigen Grundbedarf des Steuerpflichtigen, im Falle des Ehegattensplittings auch den des Ehegatten steuerfrei stellen.
    Gefährdungshaftung
    Viele Unfälle sind nicht auf ein Verschulden zurückzuführen. Verletzte und Geschädigte haben dennoch Anspruch auf Entschädigung, wenn eine Gefährdungshaftung in Frage kommt. Diesem Haftungsgrund liegt die Annahme zugrunde, dass z.B. von bestimmten Maschinen, etwa dem Auto, eine Betriebsgefahr ausgeht. Der Halter kann sich entlasten und damit seine Schadenersatzpflicht ausschließen, wenn der Unfall auf ein unabwendbares Ereignis zurückzuführen ist. Dieser Einwand gilt nur noch zwischen motorisierten Verkehrsteilnehmern. Gegenüber Fußgängern, Radfahrern und anderen nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern gilt nach neuem Schadensrecht nur höhere Gewalt als entlastender Einwand. Gefährdungshaftung gibt es auch für Hundehalter.
    Grobe Fahrlässigkeit
    Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt worden ist, d.h. wenn schon einfachste und naheliegenste Überlegungen nicht angestellt wurden und dasjenige nicht beachtet wurde, was im gegebenen Fall jeder Person klar sein musste. Neben dieser Form der besonders schweren Sorgfaltspflichtsverletzung setzt die juristische Bewertung eines Verhaltens als grob fahrlässig zusätzlich das Vorliegen weiterer bestimmter Vorraussetzungen voraus. So müssen auch Umstände vorliegen, aus denen sich ein subjektiv unentschuldbares Verhalten des Versicherungsnehmers herleiten lässt. Subjektiv bedeutet in diesem Fall die Heranziehung individueller Kriterien wie Lebenserfahrung, Bildung, berufliche Stellung oder persönliche Fähigkeiten. Bei grober Fahrlässigkeit ist der Kaskoversicherer nach VVG § 61 leistungsfrei.
    Gesetzlicher Beitragszuschlag zur Beitragsentlastung im Alter in der PKV
    Er wurde mit dem Gesundheitsreformgesetz zum 1. Januar 2000 eingeführt. Alle Neukunden in der privaten Vollkostenversicherung müssen einen Beitragszuschlag von 10 Prozent zahlen. Er muss vom 20. Lebensjahr bis Endalter 59 gezahlt werden. Jüngere und ältere Versicherte sind somit zuschlagsfrei. Bei folgenden Versicherungen wird der Zuschlag nicht erhoben:

    Krankentagegeldversicherungen, Krankenhaustagegeldversicherungen, Kurkosten- versicherungen, Zusatz- bzw. Ergänzungsversicherungen von gesetzlich Versicherten, Pflegepflicht- und Pflegeergänzungsversicherungen, Auslandsreisekrankenversicherung
    GAP - GAP-Deckung Autoversicherung = Differenzdeckung

    Die GAP-Deckung ersetzt im Schadenfall die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und der Leasing-Restforderung; bei Totalschaden ist die Finanzlücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Buchwert mitversichert.

    GAP-Deckung

    Für Leasingfahrzeuge erstattet die Auto- bzw. Taxi-Versicherung bei vorzeitiger Aufhebung des Leasingvertrages aufgrund eines Totalschadens oder einer Totalentwendung neben dem Wiederbeschaffungswert auch den Differenzbetrag, der sich zu dem höheren Restbuchwert des Leasinggebers ergibt, wenn der Leasingvertrag eine entsprechende Verpflichtung vorsieht und Sie, der Versicherungsnehmer, die Mitversicherung beantragt haben.

    Wenige Auto- Taxi- und Mietwagen-Versicherer bieten die Differenzdeckung auch für kreditfinanzierte Fahrzeuge:

    Dabei kann die Differenzdeckung nicht nur für Leasing-, sondern auch für kreditfinanzierte Fahrzeuge abgeschlossen werden. Ersetzt wird dabei die Differenz zwischen dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs und dem sich aus dem Darlehensvertrag errechnenden, abgezinsten Darlehens-Restbetrag am Schadentag. Dabei wird der Zinsvorteil, den die Bank durch die vorzeitige Abrechnung des Darlehensvertrags erlangt, gegengerechnet. Voraussetzung ist, dass das Darlehen ausschließlich für die Finanzierung eines Neufahrzeugs bei einer Bank aufgenommen wurde.

    Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
    Die "Gebührenordnung für Ärzte" ist Abrechnungsgrundlage für die Leistungen der Ärzte bei der Behandlung von Privatpatienten. Vergütungen darf der Arzt nur für Leistungen berechnen, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst für eine medizinisch notwendige ärztliche Versorgung erforderlich sind. Leistungen, die über das Maß einer medizinisch notwendigen Behandlung hinausgehen, darf er nur berechnen, wenn sie auf Verlangen des Zahlungspflichtigen erbracht worden sind (§ 1 Abs. 2 GOÄ).
    Gruppenversicherung Gruppenvertrag

    Eine Gruppenversicherung beinhaltet eine Anzahl (Mindestgröße) von versicherten Personen, welche zum Versicherungsnehmer (Betrieb, Firma, Institution, Unternehmen, Verband oder verein usw.) bestimmte Beziehungen haben (Gruppenbedingungen und Voraussetzungen). Gruppenversicherungsverträge bieten gewisse Vorteile für die versicherten Gruppenmitglieder, z.B.:

    Annahmegarantie, Gruppen-Rabatt bzw. Beitragsnachlass, keine Wartezeiten, höhere Leistungen usw.

    GOZ - Gebührenordnung für Zahnärzte bei Privat-Versicherten / Privatpatient

    GOZ: Die Gebührenordnung für Zahnärzte ist die Rechtsverordnung, welche die Vergütung von zahnärztlichen Leistungen außerhalb der GKV (gesetzlichen Krankenversicherung / Krankenkasse) regelt. Sie ist die Abrechnungsgrundlage für Privat-Patienten (Gegenteil vom Kassen-Patienten), d.h. Kunden / Patienten, die ihre Behandlung selber bezahlen und in der Regel durch eine private Krankenversicherung (PKV) versichert sind.

     

    Gefahrgut auch gefährliches Gut

    in english: dangerous goods

    Hierbei handelt es sich um explosionsgefährliche, selbst entzündliche, entzündbare, unter Druck befindliche, giftige, ätzende, fäulnisfähige, übelriechende oder ekelerregende Stoffe, welche besondere Anforderungen an Verpackung, Lagerung und Transport stellen. Gefährliche Güter werden numerisch in Gefahr-Gut-Klassen geordnet.

    Gefahrgutklassen (TV = Transport Versicherung)

    Gefahrgutklassen gemäß Gefahrgutverordnungen:
     

    Explosive Stoffe und Gegenstände mit Explosivstoff (Klasse 1)
    Verdichtete, verflüssigte oder unter Druck gelöste Gase (Klasse 2)
    Entzündbare flüssige Stoffe (Klasse 3)
    Entzündbare feste Stoffe (Klasse 4.1)
    Selbstentzündliche Stoffe (Klasse 4.2)
    Stoffe, die mit der Berührung von Wasser entzündbare Gase entwickeln (Klasse 4.3)
    Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe (Klasse 5.1)
    Organische Peroxide (Klasse 5.2)
    Giftige Stoffe (Klasse 6.1)
    Ansteckungsgefährliche Stoffe (Klasse 6.2)
    Radioaktive Stoffe (Klasse 7)
    Ätzende Stoffe (Klasse 8)
    Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände (Klasse 9)

H

    Hagelschäden

    Hagelschäden sind in der Fahrzeugteilversicherung (Teilkasko) mitversichert. In der Verbundenen Wohngebäudeversicherung und in der Sturmversicherung lassen sie sich gegen Beitragszuschlag einschliessen. Nach den Wohngebäudeversicherungsbedingungen (ab VGB '88 und '92) sind sie generell mitversichert.
    Auch die Hausratversicherung kommt für Schäden durch Hagel auf (ab VHB '84 und VHB '92). Bei der "klassischen" Hagelversicherung handelt es sich um eine spezielle Form der landwirtschaftlichen Versicherung. Hier haftet der Versicherer für den Ertragsausfallschaden, der an den versicherten landwirtschaftlichen und gärtnerischen Erzeugnissen durch die Einwirkung des Hagelschlags entsteht.

    Heiratskapitalversicherung
    Sie ist eine besondere Form der Lebensversicherung. Die Versicherungsleistung wird bei Heirat, spätestens in der Regel zum 25. Geburtstag des Kindes fällig. Mädchen dürfen bei Vertragsabschluß nicht älter als 10, Jungen nicht älter als 12 Jahre sein. Versichert ist außerdem der Versorger (meistens ein Elternteil oder Großelternteil). Stirbt dieser vor Vertragsablauf, läuft die Versicherung beitragsfrei weiter.
    Hausratversicherung
    Sie ist eine kombinierte Versicherung vom Hausrat, welche in der Regel folgende Gefahren umfasst: Brand, Explosion, Blitzschlag, Implosion, Einbruchdiebstahl, Absturz von Luftfahrzeugen, Raub und Vandalismus, Leitungswasser, Rohrbruch, Sturm und Hagel. Versichert sind neben Zerstörung, Beschädigung und Abhandenkommen der versicherten Sachen, auch andere Aufwendungen: z.B. Aufräumkosten, Schloßänderungskosten und Bewachungskosten. Die Hausratversicherung ist eine sog. Neuwertversicherung, d.h. die Versicherungssumme muss dem Wiederbeschaffungspreis gleichwertiger neuer Sachen entsprechen, damit ausreichender Versicherungsschutz gegeben ist. Eine sog. Unterversicherung kann vermieden werden, indem eine bestimmte Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche abgeschlossen wird.
    Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
    Die Grund- und Hausbesitzerhaftpflichtversicherung deckt die Risiken, die sich aus der Vermietung von Räumen, Wohnungen oder Häusern ergeben (herabfallende Dachziegel, Streupflicht, uvm.).
    Handyversicherung
    Je nach Handyversicherung werden Schäden an neuen Handys durch Sturz, Diebstahl und Wasser ersetzt; auch Schäden durch Brand, Überspannung, Sturm und Hagel können versichert werden.
    Höhere Gewalt
    Auf höherer Gewalt beruht ein von außen durch elementare Naturkräfte oder durch Handlungen dritter Personen herbeigeführtes Ereignis, das nach menschlicher Erfahrung und Einsicht unvorhersehbar ist. Sind bei einem Unfall mit nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer zu Schaden gekommen, ist die höhere Gewalt die einzige Entlastungsmöglichkeit in der . Höhere Gewalt könnte beispielsweise ein Steinlawine oder ein Sabotageakt sein.
    Hauptfälligkeit
    Die Hauptfälligkeit ist der Termin, an welchem die Jahresprämie fällig wird, unabhängig von der vereinbarten Zahlungsweise. Zu diesem Termin kann der Versicherungsvertrag fristgerecht gekündigt werden.
    Honorarberater
    Honorarberater:
    Hochwasser Schaden hier Kfz-Versicherung

    Hochwasser in Deutschland - Tipps zum Kasko-Versicherungsschutz bei Hochwasserschäden
    Hochwasserschäden sind bedingungsgemäß im Rahmen der Teilkasko-Versicherung als sog. Elementarschäden mitversichert. Ein versicherter Hochwasserschaden ist dann gegeben, wenn das Wasser zum Auto kommt und nicht umgekehrt. Es wäre nur dann kein versicherter Hochwasserschaden in der TK Teilkasko-Versicherung, wenn man zum Beispiel in eine überflutete Straße hinein fährt, aber das Kfz wegen der zu hohen Wassertiefe dann einen Wasserschaden erfährt.

I

    Indirektes Geschäft
    Bezeichnet ein von Erst- oder Rückversicherern in Rückdeckung genommenes Geschäft.
    Individualversicherung
    Die Individualversicherung wird auch Vertrags- oder Privatversicherung genannt; Zweig der Vorsorge, der alle Versicherungseinrichtungen umfaßt, die nicht der Sozialversicherung zuzuordnen sind. Der Begriff stellt auf die individuelle Vertragsgestaltung des Versicherungsschutzes ab. Im Gegensatz zur Sozialversicherung ist die Individualversicherung grundsätzlich marktwirtschaftlich organisiert: Die wirtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen zwischen Versicherern und Kunden beruhen auf frei vereinbarten Entscheidungen. Einschränkungen der Autonomie ergeben sich aus der materiellen Staatsaufsicht über Versicherungsunternehmen und dem VVG (Versicherungsvertragsgesetz).
    Industrieversicherung
    Die Industrieversicherung ist kein einheitlicher Versicherungszweig. Sie umfasst die verschiedenen Deckungen industrieller Risiken (Feuer-, Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung, Haftpflichtversicherung, Transportversicherung sowie technische Versicherungen).
    Invaliditätsgrad
    Der Anspruch auf Versicherungsleistungen richtet sich in der Unfall- und in der Berufsunfähigkeitsversicherung nach dem Grad der Invalidität. Die Unfallversicherung zahlt bei unfallbedingtem dauernden Verlust der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit (Invalidität) die volle, bei Teilinvalidität zahlt sie den dem Grade der Invalidität entsprechenden Teil der Invaliditätsversicherungssumme (siehe auch "Gliedertaxe").

    In der Berufsunfähigkeitsversicherung orientiert sich der Invaliditätsgrad an der Einschränkung der beruflichen Fähigkeiten infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls. Geleistet wird meist bei einer Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent.
    Incoterms: International commercial terms / Transportversicherung - Logistik

    Incoterms: International commercial terms
    - Regeln für die einheitliche Auslegung der bei Außenhandelsgeschäften üblichen Vertragsformeln.

    Die Incoterms sind internationale Regeln für die einheitliche Auslegung der bei Außenhandelsgeschäften üblichen Vertragsformeln. Sie werden von der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris herausgegeben. Die ICC hat im September 2010 die überarbeiteten Incoterms 2010 vorgestellt; sie treten zum 01.01.2011 in Kraft. Die Incoterms enthalten exakte Regelungen (=Klauseln) für die Außenhandelsverträge über den Gefahren- und Kostenübergang vom Verkäufer auf den Käufer und auch wann z.B. eine Transportversicherung abzuschließen ist.

    Die Incoterms 2010 enthalten u.a. folgende Neuerungen. Die Incoterms 2010 unterscheiden nunmehr, neben der bisherigen Aufteilung in die 4 Gruppen E, F, C und D, zwei Kategorien anhand des gewählten Transportmittels. So sehen die Incoterms 2010 vor, dass die Klauseln FAS, FOB, CFR und CIF lediglich bei reinen Schiffstransporten verwendet werden sollen, die sonstigen Klauseln für alle übrigen Transportmittel inklusive Multimodaltransporte auch mit einer Schiffsstrecke. Es gibt nur noch 11 anstatt der bisherigen 13 Klauseln. DAT "delivered at terminal" ersetzt DEQ "delivered ex quai". DAP "delivered at place" ersetzt DAF "delivered at frontier", DES "delivered ex ship" und DDU "delivered duty unpaid" Bei den Klauseln FOB, CFR und CIF ändert sich der Lieferort/Zeitpunkt des Gefahrenüberganges von "überschreiten der Schiffsreling" zu "Verbringung an Bord des Schiffes"

    Die Incoterms werden weiterhin in vier unterschiedliche Gruppen eingeteilt: Gruppe E

    "E-Klausel" bzw. "Abholklausel": EXW ex works - ab Werk

    Gruppe F

    "F-Klauseln", bei denen der Verkäufer nicht den Haupttransport zu bezahlen hat: FCA free carrier - frei Frachtführer

    FAS free alongside ship - frei Längsseite Schiff

    FOB free on board - frei an Bord

    Gruppe C

    "C-Klauseln", bei denen es sich um sogenannte "Absenderklauseln" handelt, da der Verkäufer zwar den Haupttransport bis zum benannten Bestimmungsort oder Bestimmungshafen zu bezahlen hat, jedoch die Gefahrtragung beim Käufer liegt: CFR cost and freight - Kosten und Fracht

    CIF cost, insurance, freight - Kosten, Versicherung, Fracht

    CPT carriage paid to - frachtfrei

    CIP carriage and insurance paid to - frachtfrei versichert

    Gruppe D

    "D-Klauseln", bei denen es sich um sogenannte "Ankunftsverträge" handelt, da der Verkäufer alle Kosten und Gefahren bis zum benannten Bestimmungsort oder Bestimmungshafen trägt:

    DAP delivered at place - geliefert benannter Ort

    DAT delivered at terminal - geliefert Terminal

    DDP delivered duty paid - geliefert verzollt

    Transportarten und dafür geeignete Incoterms:

    Jede Transportart, einschließlich Multimodaler Transport:
        EXW ex works - ab Werk (benannter Ort)

    FCA free carrier - frei Frachtführer (benannter Ort)

    CPT carriage paid to - frachtfrei (benannter Bestimmungsort)

    CIP carriage and insurance paid to - frachtfrei versichert (benannter Bestimmungsort)

    DAT delivered at terminal - geliefert Terminal (benannter Bestimmungsort)

    DAP delivered at place - geliefert benannter Ort (benannter Bestimmungsort)

    DDP delivered duty paid - geliefert verzollt (benannter Bestimmungsort)

    See- und Binnenschifftransport:

    FAS free alongside ship - frei Längsseite Schiff (benannter Verschiffungshafen)

    FOB free on board - frei an Bord (benannter Verschiffungshafen)

    CFR cost and freight - Kosten und Fracht (benannter Bestimmungshafen)

    CIF cost, insurance, freight - Kosten, Versicherung, Fracht (benannter Bestimmungshafen)

    Darstellung der Übergänge von Gefahr- und Kostentragung zwischen den Kaufvertragsparteien und der Regelung der Transportversicherungspflicht:

J

    Jagd- und Sportwaffen-Versicherung
    Versichert werden Jagd- und Sportgewehre nebst dem bei normalem Gebrauch mitgeführten Zubehör (z.B. Zielfernrohr oder Rucksack) sowie die zum Jagd- und Sportgebrauch notwendige Munition sowie spezielle Kleidung. Die Entschädigung erfolgt zum Zeitwert, wobei je nach dem Alter der Waffen feste Abzüge "neu für alt" vereinbart werden.
    Juwelen- Schmuck- und Pelzsachenversicherung
    (private Valoren-Versicherung) Sonderzweig der Transportversicherung die Versicherungsschutz für Edelsteine, Juwelen, Perlen, Silber-, Gold- und Platin sowie sonstige Schmucksachen und Pelzen im Privatbesitz gewährt. Versicherungsschutz gilt sowohl stationär (Wohnung) als auch auf Reisen. (Vgl. gewerbliche Valoren-Versicherung)
    Jahreseinheiten
    In der Kraftfahrt-Statistik sind die Jahreseinheiten die Fahrzeuge, die ein Jahr lang versichert sind. Ist das Fahrzeug beispielsweise nur drei Monate versichert, geht es als 0,25 Jahreseinheiten in die Statistik ein.
    Jahresarbeitsentgeltgrenze JAEG PKV GKV

    Höhe der JAEG Jahresarbeitsentgeltgrenze / Versicherungspflichtgrenze

     

    Mit der Versicherungspflichtgrenze entscheidet sich für Arbeitnehmer, ob sie in der GKV, gesetzlichen Krankenversicherung, versicherungspflichtig sind. Wer regelmäßig mit dem Bruttoeinkommen über dieser Grenze liegt, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Werte zur Zeit:

        Versicherungspflichtgrenze 2011: 49.500 €

        Versicherungspflichtgrenze 2012: 50.850 €

        Versicherungspflichtgrenze 2013: 52.200 €

    Von der Versicherungspflicht- oder Jahresarbeitsentgeltgrenze ist die Beitragsbemessungsgrenze zu unterscheiden. Seit 1. Januar 2003 existieren zwei Grenzwerte für die Versicherungspflichtgrenze:
    die allgemeine und
    die besondere Entgeltgrenze

    Die Versicherungspflichtgrenze wird jährlich von der Bundesregierung angepasst. Dabei wird die Entwicklung der Bruttolohnsumme je durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer von dem vorletzten Kalenderjahr zum vergangenen Kalenderjahr ins Verhältnis gesetzt. Im Jahr 2012 fiel die Entgeltgrenze im Vergleich zu 2011 um ca. 3 Prozent höher aus.

    Die Entwicklung der JAEG können Sie der folgenden Übersicht entnehmen:

        2006 - 47.250 EUR - 2007 - 47.700 EUR - 2008 - 48.150 EUR - 2009 - 48.600 €

        2010 - 49.950 EUR - 2011 - 49.500 EUR - 2012 - 50.850 EUR - 2013 - 52.200 €

    Besondere Versicherungspflichtgrenze

    Dies gilt für Beschäftigte, die am 31.12.2002 Überschreitens der geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei und bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen vollversichert waren. Um zu verhindern, dass durch die starke Anhebung der Versicherungspflichtgrenze vom Jahr 2002 auf 2003 ein Großteil der Personen wieder versicherungspflichtig wird, wurde die besondere Versicherungspflichtgrenze eingeführt. Auch sie wird jährlich angehoben.

        2006 - 42.750 EUR - 2007 - 42.750 EUR - 2008 - 43.200 EUR - 2009 - 44.100 €

        2010 - 45.000 EUR - 2011 - 44.550 EUR - 2012 - 45.900 EUR - 2013 - 47.250 €

     

    Wie immer, keine Gewähr für die Richtigkeit des Zahlenmaterials.

K

    Kapitalanlagen
    Die Versicherer, insbesondere die Renten- und Lebensversicherungen, haben das zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen angesammelte Vermögen nach den Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes sicher, rentabel und liquide anzulegen. Sie sind dabei zu einer angemessenen Mischung und Streuung der Anlagen verpflichtet. Die Anlage ist möglich in Darlehen (Schuldscheine, Hypotheken), Wertpapieren (Fonds, relativ wenig Aktien, festverzinsliche Papiere, Investmentanteile) und auch in Grundbesitz u. a.

    Die Versichererungen erwirtschaften mit ihren Kapitalanlagen Erträge, die in die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer eingehen. Die Renten- und Lebensversicherten sind am Überschuss des Unternehmens zu rund 98 Prozent beteiligt.
    Kapitalbildende Lebensversicherung (KLV)
    Die Kapitallebensversicherung ist die dominante Form der Lebensversicherung und bietet doppelte Sicherheit: Einerseits bietet die KLV Vorsorge für den Todesfall, andererseits sammelt sie für den Erlebensfall Versorgungskapital an.

    Die Höhe der Versicherungsleistung ist abhängig von Geschlecht, Eintrittsalter, Laufzeit, Beitrag und ggf. dem Gesundheitszustand. Aus steuerlichen Gründen wird eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Jahren empfohlen.
    Kapitaldeckungsverfahren
    Finanzierungsform der Versicherungswirtschaft / Assekuranz. Jeder Versicherungsnehmer spart die später fälligen Leistungen individuell an. Anders als bei dem Umlageverfahren / Solidaritätsprinzip / Generationenvertrag der Sozialversicherung, sorgt jede Generation über Kapitalbildung für sich selbst. Dies macht die Individualversicherung gegenüber demographischen Einflüssen unempfindlich, vor allem in der Kapitallebensversicherung, privaten Rentenversicherung, privaten Pflegeversicherung, privaten Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr.
    Kapitalerträge
    Setzen sich zusammen aus den Kapitalerträgen eines Geschäftsjahres, dem Vortrag aus einem Überschuß des Vorjahres, den Kapital- und Währungsgewinnen. Abgezogen werden bezahlte Zinsen, Kapital- und Währungsverluste sowie Abschreibungen.
    Kapitalertragsteuer
    Bei einer Kapitalversicherung mit in der Regel weniger als 12 Jahren Laufzeit unterliegen die Zinserträge der Kapitalertragsteuer. Kündigt der Versicherungsnehmer seine Lebensversicherung vor Ablauf von 12 Jahren, so wird die Steuer vom Versicherungsunternehmen einbehalten und direkt an das Finanzamt abgeführt.
    Kaskoversicherung

    Kasko-Versicherung ist ein Oberbegriff für Transportmittel Versicherung: Die Versicherung von Wasser-, Land-, Luft- und Weltraumfahrzeugen gegen Beschädigung, Zerstörung oder Verlust eines Fahrzeugs.

    Unterschieden werden See-, Fluss-, Wassersport- und Landkasko- Versicherung sowie die Luft- und Raumfahrt-Versicherung.

    Kompositversicherer
    Versicherungsunternehmen, das verschiedene Zweige der Schadenversicherung (einschließlich Unfallversicherung) betreibt. Im Gegensatz dazu Unternehmen der Lebens-, Kranken-, Rechtsschutz und Kreditversicherung.
    Kostenquote

    Die Kostenquote wird auch Kostensatz genannt. Es ist das Verhältnis der Betriebskosten zu den Beitragseinnahmen in Prozent; meist beschränkt auf das prozentuale Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den Beiträgen.

    Kündigung, außerordentliche
    Im Schadenfall, bei einer Beitragserhöhung oder bei Fortfall des versicherten Risikos hat der Versicherungsnehmer das Recht zur außerordentlichen Kündigung.
    Im Schadenfall läßt sich der Vertrag vielfach binnen zwei Wochen oder innerhalb eines Monats kündigen.
    Jede Beitragserhöhung berechtigt zur Kündigung binnen eines Monats, wenn der Vertrag nach dem 28. Juli 1994 abgeschlossen worden ist und sich der Umfang des Versicherungsschutzes nicht geändert hat.

    Unabhängig vom Abschlußdatum gilt dies auch für die Autoversicherung.
    Kündigung, ordentliche
    Ein- oder mehrjährige Versicherungsverträge verlängern sich meist automatisch um ein Jahr, wenn sie nicht spätestens drei Monate (Autoversicherung einen Monat) vor Ablauf gekündigt werden.
    Kündigung des Vertrages
    Der Versicherungsvertrag kann vom Versicherungsnehmer jeweils zum Ende des laufenden Versicherungsjahres mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

    Sind Ratenzahlungen vereinbart, kann der Vertrag auch innerhalb des Versicherungsjahres gekündigt werden, frühestens jedoch zum Schluß des ersten Versicherungsjahres.

    Die Kündigung muß schriftlich erfolgen.

    Bei vorzeitiger Auflösung des Vertrages wird im allgemeinen der Rückkaufswert ausbezahlt.

    Das Versicherungsunternehmen kann den Vertrag nicht kündigen, sofern die Beiträge ordnungsgemäß bezahlt werden.
    Kunstgegenstände-Versicherung
    Spezialversicherung innerhalb der Transportversicherung. Man unterscheidet die gewerbliche Kunstversicherung (Galerie, Atelier, Kunst- und Antiquitätenhändler, Restaurator, Auktionshaus, Museum, Messe - und Ausstellung) und die Kunstversicherung im Privatbesitz.
    Kumulschaden
    Als Kumul bezeichnete man mehrere beim selben Versicherungsunternehmen versicherte oder rückversicherte Risiken, die von einem Schadenereignis gemeinsam betroffen werden können.

    Beispiel:
    1. Feuerversicherung:
      Auf benachbarte Gebäude übergreifende Brände oder die gemeinsame Betroffenheit von Feuerversicherung und Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung.
    2. Sturmversicherung und sonstige Elementarschadenversicherungen:
      Räumliche Kumule können innerhalb der Zugrichtung eines Sturms, innerhalb eines Erdbebengebietes oder entlang eines Flusses eintreten.
    Kreditversicherung
    Versicherung zum Schutz des Versicherungsnehmers gegen unmittelbare Vermögensschäden durch Forderungsausfälle (z.B. Zahlungsunfähigkeit) der im Versicherungsvertrag bezeichneten Schuldner oder durch schädliche Handlungen der im Versicherungsvertrag bezeichneten Vertrauenspersonen des Versicherungsnehmers.
    Krankheitskostenvollversicherung
    Die KVV ist der Hauptzweig der Privaten Krankenversicherung. Die private Krankheitskostenvollversicherung bietet individuellen Versicherungsschutz. Sie ist die Alternative zur freiwilligen Versicherung bei einer der gesetzlichen Krankenkassen und trägt im vereinbarten Umfang die Kosten für medizinische Leistungen zur Behandlung von Krankheiten, Unfällen und Entbindungen. Privat Versicherte haben freie Wahl unter allen Ärzten und Krankenhäusern (Privatpatient).

    Der private Krankenversicherungsschutz gilt grundsätzlich europaweit, ausserhalb Europas mindestens bis zu einem Monat. Die Geltungsdauer kann verlängert werden. Privat Versicherte sind nicht von den gesetzlich verordneten Leistungskürzungen und Zuzahlungen betroffen, welche der Gesetzgeber immer wieder bei Gesundheitsreformen vornimmt.
    Krankentagegeldversicherung Verdienstausfall
    Die Krankentagegeldversicherung ist ein Zweig der privaten Krankenversicherung. Die Krankentagegeldversicherung sichert das Einkommen während einer vorübergehenden krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit.

    Gesetzlich Versicherte stocken mit der privaten Tagegeldversicherung ihr Krankengeld auf, um nicht unter ihr übliches Nettogehalt zu fallen. Arbeitnehmer erhalten nach Beginn einer Krankheit noch sechs Wochen lang Lohnfortzahlung bzw. Gehaltsfortzahlung vom Arbeitgeber, laut Tarif oder Arbeitsvertrag manchmal auch länger. Vom vereinbarten Zeitpunkt an - bei Selbstständigen und Freiberuflern auch schon vor der siebten Woche - wird das vereinbarte Tagegeld der Krankentagegeldversicherung gezahlt. Die Höhe des Tagegeldes bestimmt der Versicherte selbst. Er kann so maximal das volle Nettogehalt absichern.

    Das Krankentagegeld ist im Rahmen einer Vollversicherung abschließbar oder eben auch als Zusatzversicherung für gesetzlich oder freiwillig Versicherte geeignet.
    Krankenhaustagegeldversicherung
    Die Krankenhaustagegeldversicherung gehört zur privaten Krankenversicherung. Mit einer Krankenhaustagegeld-Versicherung wird für jeden Tag, den sich der Versicherte im Krankenhaus aufhalten muss, ein vereinbarter Geldbetrag ohne Kostennachweis steuerfrei gezahlt. Damit lassen sich zusätzliche Kosten, die durch den Aufenthalt im Krankenhaus entstehen, abdecken.
    Krankenhauszusatzversicherung
    Die Krankenhaus-Zusatzversicherung ist ein Zweig der privaten Krankenversicherung. Die Krankenhauszusatzversicherung (Stationäre Zusatzversicherung) ist für gesetzlich Krankenversicherte interessant:

    Die Zusatzversicherung deckt die Kosten für privatärztliche Behandlung (Privatpatient, Chefarzt) und eine bessere Unterbringung. Der einheitliche Pflegesatz für alle Patienten umfasst Pflege, Mahlzeiten und Unterbringung im Mehrbettzimmer. Für die Nutzung von Ein- oder Zweibettzimmern, zum Beispiel mit Dusche, Fernseher und Telefon, berechnen die Krankenhäuser Zuschläge. Diese Annehmlichkeiten (Inanspruchnahme von Wahlleistungen im Gegensatz: Regelleistungen) lassen sich über die private Krankenhauszusatzversicherung finanzieren. Bei stationärer Behandlung können Sie Chefarztbehandlung frei wählen.
    Kündigung

    Die Kündigung meint hier: Einseitige, empfangsbedürftige (zugangsbedürftige) Willenserklärung bei Dauerschuldverhältnissen, wodurch ein Rechtsverhältnis, z. B. ein bestehender Versicherungsvertrag, für die Zukunft aufgelöst wird. Versicherungsverträge mit mehrjähriger Laufzeit, die nach dem 25. Juni 1994 abgeschlossen wurden, können in der Regel zum Ende des fünften und jedes folgenden Jahres unter Einhaltung einer Dreimonatsfrist beendet werden.

    In der Kfz- bzw. Autoversicherung (PKW, LKW, Motorräder, Anhänger usw.) dominieren Einjahresverträge mit einmonatiger Kündigungsfrist zum Jahresende. Häufigster regulärer Kündigungstermin ist hier der 30. November / 30.11. zum 31.12. des Jahres.

    Eine Lebensversicherung ist jederzeit kündbar, frühestens jedoch zum Ende des ersten Versicherungsjahres.

    Neben der fristgerechten Kündigung sieht das Versicherungsrecht auch die außerordentliche Kündigung vor. Anlass zum vorzeitigen Vertragsausstieg kann ein Schadenfall, eine Beitragserhöhung oder der Verkauf des versicherten Gegenstands sein. Doch Achtung: Bei Kündigung im Schadenfall geht der bereits entrichtete Restbeitrag für das laufende Jahr verloren. Übrigens: Die privaten Krankenversicherer beanspruchen ihrerseits kein Kündigungsrecht im Leistungsfall.

    Kapitaldeckungsverfahren (Lebensversicherung, Rentenversicherung)
    Das Kapitaldeckungsverfahren ist ein von der Versicherungswirtschaft genutztes Finanzierungsverfahren der Alterssicherung. Es wird aus den Versicherungsbeiträgen und den anfallenden Zinsen ein Kapitalstock aufgebaut, aus dem in der Leistungsphase die vertraglich vereinbarten Leistungen erbracht werden.
    Damit unterscheidet sich das KDV vom Umlageverfahren.
    Kfz-Versicherung
    Pflicht für den Autofahrer ist die Kfz-Haftpflichversicherung. Zusätzlich kann er eine Kasko-, Insassen- oder Schutzbriefversicherung abschließen
    Kfz-Haftpflichtversicherung
    Das Pflichtversicherungsgesetz schreibt vor, dass jedes Kfz haftpflichtversichert sein muss. Damit sind die Schäden an Unfallopfern bis zur gesetzlichen Mindestdeckungssumme abgesichert. Es beisteht ein Direktanspruch des Geschädigten an die Versicherung des Schädigers. In der Kfz-Haftpflichtversicherung berechnet sich die Prämie aus dem individuellen Schadenfreiheitsrabatt, der Typklasse des Fahrzeugs, den Regionalklassen sowie den Merkmalen Garage und Fahrleistung
    Karenzzeit Karenztage
    Die Karenzzeit - lat. Karenz für Verzicht - ist eine Wartezeit oder Sperrfrist. Bei einer Versicherung ist die Karenzzeit der Zeitraum, in welchem zwar eine Versicherung besteht, aber noch keine Leistungen vereinbart sind. Man findet sie sehr häufig in der Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und sowohl in der gesetzlichen wie privaten Krankenversicherung (u.a. Krankentagegeld-Versicherung).
    Kündigungstermin Private Krankenversicherung PKV regulär

    Der 30.09. jedes Jahr ist bei den meisten privaten Krankenversicherern der reguläre Kündigungstermin für eine private Krankenversicherung. Die Kündigung erfolgt zum 31.12. des Jahres. Die Mindestvertragslaufzeit muss vorbei sein; meist 2 Jahre.

    Hiervon unberührt bleibt das außerordentliche Kündigungsrecht von einem Monat ab Kenntnis einer Preiserhöhung oder Leistungsverschlechterung.

     

L

    Laufende Prämie
    Versicherungsbeitrag, den der Versicherer in einem Geschäftsjahr einnimmt.
    Lebensversicherung
    Die versicherbaren Risiken sind Todesfall, Altersversorgung, Berufsunfähigkeit, Unfalltod, Heirat und Pflegebedürftigkeit. Es gibt etwa 30 gängige Versicherungsformen, wobei die Dominante die Kapitallebensversicherung ist, welche neben dem Todesfallrisiko (Hinterbliebenenversorgung) auch die eigene Altersvorsorge (bei Ablauf des Versicherungsvertrags) umfasst.

    Als "Rentenversicherung" abgeschlossen, erhält der Versicherte bis zum Lebensende eine regelmäßige Leibrente garantiert.

    Die "Risiko-Lebensversicherung" leistet nur im Todesfall des Versicherten; somit dient sie nicht der Altersvorsorge.

    Eine "vermögensbildende Lebensversicherung" berücksichtigt die besonderen Erfordernisse des Vermögensbildungsgesetzes.

    Eine "selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung" zahlt im Falle vorzeitiger Berufsunfähigkeit.

    Der Versicherungsschutz kann in Verbindung mit einer "kapitalbildenden Lebensversicherung" bzw. Rentenversicherung oder einer Risikoversicherung durch Zusatzversicherungen gegen die Risiken Unfälle, Berufsunfähigkeit und Pflege ergänzt werden.
    Lebensversicherungsabschluss
    Beim Abschluss einer privaten Lebensversicherung oder Rentenversicherung wird ein Antrag unterschrieben, den ein Versicherungsmakler oder Versicherungsvertreter nach den wahrheitsgemäßen Angaben des Kunden ausgefüllt. Anzugeben sind u.a. Name, Wohnort, Geburtsdatum, Eintrittsalter, Geburtsort und Beruf des Antragstellers sowie der zu versichernden Person (Versicherter), der gewünschte Tarif, die Versicherungssumme, ggf. Gesundheitsangaben, Vertragsbeginn und Vertragsablauf.
    Leibrente
    Die häufigste Art der privaten Rentenversicherung ist die sogenannte Leibrente. Sie wird bis zum Lebensende des Versicherten bezahlt. Es ist auch möglich, Hinterbliebenenrenten einzuschließen. Die Leibrente kann durch laufende Beitragszahlungen (aufgeschobene Rente) oder durch Zahlung eines Einmalbeitrags (sofort beginnende Rente) erworben werden.
    Leistungsquote
    Anteil der gesamten Versicherungsleistungen an den Brutto-Beitragseinnahmen in Prozent. In der Lebensversicherung handelt es sich bei den Versicherungsleistungen um die ausgezahlten und die den Leistungsreserven zugeführten Beträge (Zuwachs der Leistungsverpflichtungen). Für die Privaten Krankenversicherung werden die Gesamtaufwendungen berücksichtigt (Leistungen für Versicherungsfälle sowie Aufwendungen für die Rückstellung für Beitragsrückerstattung und Deckungsrückstellung).
    Luftkasko-Versicherung
    Die Versicherung eines Luftfahrzeuges gegen Beschädigung und Verlust am Boden, in der Luft, im Wasser und während eines Transportes. Ein Zweig der Luftfahrtversicherung, die daneben noch die Lufthaftpflicht- und die Luftinsassenunfallversicherung umfasst. Die Luftkaskoversicherung wird üblicherweise als Transportversicherungszweig geführt. Die überwiegende Anzahl der Risiken wird in Deutschland über den "Deutscher Luftpool", München gezeichnet, dem sich die meisten deutschen Transportversicherer angeschlossen haben.
    Lösegeldversicherung
    Sonderform der Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung, die bei Geiselnahme und Entführung das geforderte Lösegeld zur Verfügung stellt. Die Versicherung unterliegt strengen gesetzlichen Bestimmungen, um potenzielle Täter nicht zu strafbaren Handlungen zu veranlassen.
    Luftfahrtversicherung
    Sammelbegriff für verschiedene Versicherungsarten und -formen in der zivilen Luftfahrt. Beispielsweise Luftfahrt-Unfallversicherung oder Luftfahrt-Haftpflichtversicherung.
    Luftpool
    Zusammenschluss von Erst- und Rückversicherern zu einer Versicherungsgemeinschaft, die als nationale und internationale Rückversicherer die Luftfahrtversicherung und auch Raumfahrtversicherung betreiben. Die Hauptaufgaben der Mitglieder sind neben der Bereitstellung von Deckungskapazitäten auch die Unterstützung der Poolmitglieder bei der Tarifierung und Schadenabwicklung eigener Luftfahrt- und Raumfahrtgeschäfte.
    LKW-Schutzbrief
    LKW-Schutzbrief für den gewerblichen Verkehr. Der Schutzbrief gilt für Lkw und Trailer mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Die fahrzeuggebundene Pannenhilfe ist für Deutschland und wahlweise diverse europäische Länder erhältlich. Die Trucks erhalten durch den Pannenschutz 24 Stunden Hilfe an Ort und Stelle. Der Lastkraftwagenschutzbrief deckt die kompletten Dienstleistungs- und Organisationskosten eines Pannenfalls (Mechanik, Elektrik, Batterie, Reifen etc.) ab. Material- sowie Teilekosten und Zusatzleistungen sind ausgeschlossen.
    Lotsenversicherung hier für Taxiversicherung und Taxifahrer

    Lotsenversicherung für das Fahren von Kundenfahrzeugen. Hier ist eine Zusatz-Versicherung für das Taxi-Gewerbe gemeint. Sie ist eine Art Vollkasko-Versicherung für das Kundenauto des beauftragten Taxifahrers und ergänzt somit die eigene Taxi-Versicherung..

    Links zu guten Webseiten als Tip / Empfehlung

    Tipps zu besonderen Internet Seiten Empfehlung

    Hier können Sie Links zu Ihren eigenen Seiten vorschlagen, die nach redaktioneller Prüfung veröffentlicht werden.

    Mietwagen- und Taxi- Versicherung und Transportversicherung:

    Taxenversicherungen

    www.transportversicherung.pm-makler.de

    Kraftfahrzeug-Versicherungen

    www.taxiversicherung.pm-makler.de

     

    Private Krankenversicherung mit Beratung und Tarifvergleich:

    Kranken Versicherungsvergleich vom Makler

    Versicherungsmakler Peter Müller

    private Krankenversicherungsvergleich PKV

    Central Private Krankenversicherung

    Blog

    Schifffahrt Flusskasko

    krankenversicherungsvergleich24

    Taxi-Blog

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    LKW Typen Beitragsberechnung / LKW-Versicherungsbeitrag

    LKW-Versicherung LKW bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht - Werkverkehr
    LKW über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht - Werkverkehr
    LKW-Versicherung LKW bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht - gewerblicher Güterverkehr
    LKW über 3,5t zulässiges Gesamtgewicht - gewerblicher Güterverkehr
    Selbsfahrertvermietung-Lieferwagen bis 3,5t zulässiges Gesamtgewicht - LKW Autovermietung
    Selbstfahrervermiet-LKW über 3,5t zulässiges Gesamtgewicht - LKW-Vermietung
    LKW-Versicherungen LKW über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht
    Sattelschlepper / Auflieger im Werkverkehr
    Sattelschlepper / Auflieger im gewerblichen Güterverkehr
    Landwirtschaftliche Zugmaschinen und Raupenschlepper - grüne Kennzeichen = AKZ
    Landwirtschaftliche Zugmaschinen und Raupenschlepper - schwarze Kennzeichen = AKZ
    Zugmaschinen im Werkverkehr
    Zugmaschinen im gewerblichen Güterverkehr
    Zugmaschinen und Sattelschlepper im Umzugsverkehr

    LKW Versicherung ADR Typklassen

    Tankaufbau und Tankaufbauten für LKW-Gefahrgut-Transporte

    Beim Transport flüssiger Güter kommen zwei- und dreiachsige Lastkraftwagen / Fahrgestelle mit Tankaufbauten zum Einsatz, die stahl- oder luftgefedert sein können. Für Gefahrguttransporte - Öle, Diesel, Benzin, Treibstoffe, Flüssigchemikalien uvm. - werden zusätzliche Ausstattungen benötigt, analog der ADR-Typklasse des Transportguts.

    ADR - Abkürzung für ´The European Agreement concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Road´

    LKW-Kfz-Versicherung LKW Aufbauten

    • Koffer / Pritsche / geschlossener Kasten
    Vom Transportgut / Ladevolumen hängt es ab, welches Fahrgestell für den Pritschenaufbau und die Kofferaufbauten geeignet ist. Dabei können stahl- oder luftgefederte Fahrgestelle zum Einsatz kommen. Bei der Wahl des Radstands sind die Aufbaulänge, Fahrerhauslänge und zusätzliche Anbauten /. Aufbauten (Ladebordwand, Ladekräne usw.) zu berücksichtigen.

    • ISO-Container
    Für den Transport der genormten 40-Fuss-ISO-Container werden oft luftgefederte Sattelzugmaschinen verwendet; die 20-Fuss-ISO-Container werden auch von Gliederzügen mit dreiachsigen Motorwagen befördert.

    • LKW Wechselbrücke
    Für den Transport von Wechselbehältern (keine ISO-Container) kommen luftgefederte, 2- und 3-achsige Fahrgestelle zum Einsatz. Das Aufnehmen und Abstellen der Wechselbehälter ermöglicht ein Wechselrahmen.

    • LKW Tankaufbau / Tankaufbauten für LKW-Gefahrgut-Transporte
    Beim Transport flüssiger Güter kommen zwei- und dreiachsige Fahrgestelle mit Tankaufbauten zum Einsatz, die stahl- oder luftgefedert sein können. Für Gefahrguttransporte - Öle, Diesel, Benzin, Treibstoffe, Flüssigchemikalien uvm. - werden zusätzliche Ausstattungen benötigt, analog der ADR-Typklasse des Transportguts. ADR - Abkürzung für ´The European Agreement concerning the International Carriage of Dangerous Goods by Road´

    • LKW Autotransporter
    LKW-Autotransporter sind Sattelzugmaschinen oder Aufbaufahrgestelle mit Niedrigrahmen und Voll-Luftfederung. Durch ein Fahrerhaus mit Flachdach kann der maximale Freiraum für Dachüberbauten bis zur gesetzlich zulässigen Gesamthöhe von 4 m erreicht werden.

    • LKW mit Kran-Pritsche
    Bei Nutzfahrzeugen mit Kran-Pritschen wird der Kran erst nachträglich im Freiraum direkt hinter dem Fahrerhaus montiert. Zusätzlich zur Kran-Anlage ist das Fahrgestell mit hydraulischen Stützfüßen versehen, die das Fahrzeug bei ausgeschwenktem Kran stabilisieren. Je nach Einsatzart stehen unterschiedliche Federungsmöglichkeiten und Radformeln zur Wahl.

    • Getränkeaufbau LKW
    Das Beladen und Entladen bei Getränketransportern besorgen Wechselbrücken und Container auf Standard-LKW mit Wechselrahmen. Im Streckenverkehr werden oft Pritschen- und Kofferaufbau mit unterschiedlich verstärkten Wandsystemen benutzt. Die maximale Nutzlast bieten Großvolumen-Gliederzüge, Jumbo-Sattelauflieger und Tiefbett-Sattelauflieger.

    •LKW Kühlfahrzeug
    Kühllastwagen - Kühlfahrzeuge sind meist mit Sandwich-Aufbauten versehen. Auf Langstrecken übernehmen Sattelzugmaschinen mit 3-achsigen Kühlkofferaufliegern den Transport. Für Solofahrzeuge kommen Frigoblock oder Kühlaggregate zum Einsatz.

    • Rundholztransport LKW
    Rundholztransporte werden unterschieden nach Kurz-Holztransporte und Langholztransporte.
    Bei Kurzholztransporten üblich ist der Gliederzug mit 3-Achs-Motorwagen, Heckkran und der Radformel 6 x 4. Anhänger sind meistens 2-achsige Drehschemel- oder Tandem-Achs-Anhänger. Die Ladefläche des Motorwagens ist bis zu 6,5 m lang, die des Anhängers bis zu 7 m.
    Für Langholztransporte nimmt man Sattelauflieger mit 2- oder 3-achsigen Zugmaschinen mit den Radformeln 4x4, 6x4 oder 6x6.

    • Siloaufbau LKW
    In Siloaufbauten werden rieselfähige Güter transportiert (z.B. Getreide, Granulate). Es werden Aufbaufahrgestelle oder Sattel-Zugmaschinen benutzt. Die Fahrzeugausstattung ist abhängig von der Entladungsart der LKW-Aufbauten (Druckluft, Kippen oder Bodenentleerung).

    • Abrollkipper
    Bei Abrollkippern gibt es 2- und 3-achsige Fahrgestelle mit Stahlfederung oder Luftfederung. Aufnehmen, abrollen und Kippen des Behälters erfolgt durch den hydraulischen Hebelarm; der ist in dem Aufbaurahmen integriert.

    • Schwerlastfahrzeug - Schwerlast-Transporter Lastkraftwagen Schwertransporte
    Die Schwerlasttransporte beginnen erst ab einem Lastzug-Gesamtgewicht von 44 to, wobei Tonnagen bis 120 to den Großteil dieser Transporte ausmachen. Transportgewichte jenseits von 250 to sind eher selten. Bei diesen Transporten kommen 3- bis 5-achsige Sattelzugmaschinen zum Einsatz, die z. B. befahrbare Auflieger, Tieflader, Gooseneck-Auflieger oder Jeep- bzw. Inderdolly-Kombinationen ziehen.

     

M

    Mahnverfahren
    Das Mahnverfahren (hier Versicherungsbranche) ist ein gesetzlich und vertraglich geregeltes Verfahren, nach dessen Durchführung ein Versicherungsnehmer im Fall des Zahlungsverzugs seinen Versicherungsschutz verliert.
    Mitversicherung
    Mitversicherung: Mehrere Erstversicherer teilen sich bei einer Mitversicherung ein Risiko. Keine Versicherung kann oder möchte das Risiko allein zeichnen bzw. absichern.
    Musikinstrumentenversicherung
    Sonderzweig der Transportversicherung. Versicherung für Musikinstrumente; versichert sind näher zu bezeichnende Musikinstrumente zu Hause, auf Reisen und während der Benutzung im Rahmen einer Allgefahrendeckung.
    Musterkollektionsversicherung
    Sonderzweig der Transportversicherung. Versicherung für Musterkollektionen oder sog. Reiselager auf Reisen und allen notwendigen Aufenthalten und Übernachtungen.
    Mallorca Police
    Die sogenannte Mallorca-Police bezieht sich auf die Kraftfahrzeughaftpflicht bzw. Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung (KH) und ist eine zusätzliche Haftpflichtdeckung (Zusatz-Haftpflichtversicherung) für Mietfahrzeuge im Ausland.
    Massenunfall / Massenunfälle
    Für die Regulierung von Massenunfällen gibt es ein vereinfachtes Verfahren. Dies soll grundsätzlich immer dann angewandt werden, wenn 50 oder mehr Fahrzeuge beteiligt sind. Sind es weniger, wird im Einzelfall entschieden, ob es auch ein Massenunfall ist.

    Bei der Regulierung geht man davon aus, dass alle Unfallbeteiligten gemeinsam für den Schaden eines jeden einzelnen Opfers mitverantwortlich sind. Andererseits nimmt man an, dass auch das einzelne Opfer selbst den Schaden mit verursacht hat. Deshalb regulieren die Versicherer pauschale Quoten: 25% Ersatz bei ausschließlichen Frontschäden, 100% bei ausschließlichen Heckschäden und zwei Drittel Ersatz bei Schäden an Front und Heck. Personenschäden werden mitreguliert.

    Alle Beteiligten an einer Massenkarambolage werden nicht in ihrem Schadenfreiheitsrabatt der Kfz-Haftpflichtversicherung zurückgestuft.
    Mindestdeckungssummen
    2, 5 Mio. € für Personenschäden, 7, 5 Mio. € bei Tötung oder Verletzung von drei oder mehr Personen, 0, 5 Mio. € für Sachschäden sowie 50.000 € für sonstige Vermögensschäden.
    Mindestsparguthaben
    Mindestsparguthaben in Bezug auf Bausparen:
    In den klassischen Bauspartarifen ist das Mindestsparguthaben eine der Voraussetzungen, damit der Bausparvertrag zugeteilt wird. Es beträgt je nach Tarifvariante zwischen 30 % und 50 % der Bausparsumme.
    Mietwagenversicherung
    Mietwagenversicherung meint in erster Linie die Mietwagenhaftpflichtversicherung, also die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung und die Mietwagenkaskoversicherung, also die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung für den Mietwagen (früher auch Kraftdroschke genannt). Natürlich haben Mietwagenfahrer und der Mietwagenbetrieb auch weitere Versicherungen, wie die Mietwagenbetriebshaftpflichtversicherung, Mietwagenunfallversicherung, Mietwagenkrankenversicherung, Mietwagenrechtsschutzversicherung usw.
    Massengutfrachter Bulker aus Schiffsversicherung / Transportversicherung

    Massengutfrachter (Schüttgutfrachter, Bulkcarrier) sind Schiffe, die feste, lose Massengüter transportieren, beispielsweise Getreide, Erz, Kohle, Phosphat, Zement, Bauxit usw. Massengutfrachter bestimmen ungefähr 30%  des weltweiten Seetransports. - Flüssige Massengüter (Öl, Chemikalien, flüssige Lebensmittel u.a.) werden von Tankern transportiert.

N

    Neuwert
    Betrag, der für die Neuanschaffung einer Sache oder den Wiederaufbau eines Gebäudes nötig ist. Typische Neuwertversicherungen sind die Hausrat- und die Wohngebäudeversicherung.
    Niederlassungsfreiheit
    Recht eines EU-Versicherers, in jedem anderen EU-Land eine Niederlassung zu den für Inländer gültigen Bedingungen zu errichten.
    Nachgelagerte Besteuerung
    Nachgelagerte Besteuerung: Hier bleiben Beiträge zum Zeitpunkt der Zahlung steuerfrei und werden erst bei der späteren Auszahlung besteuert. So werden beispielsweise Rentenzahlungen aus Altersvorsorgeverträgen gemäß § 22 Nr. 5 EStG in voller Höhe der Einkommensteuer unterworfen, wenn die zuvor in private oder betriebliche Altersvorsorgeverträge eingezahlten Versicherungsbeiträge von der Einkommensteuer freigestellt wurden.
    Notfon D
    Der Notruf der Autoversicherer ist von allen Autobahnnotrufsäulen, von allen Notruftelefonen der Björn-Steiger-Stiftung an Landstrassen, sowie über das Handy unter 0800-6683663 (0800-NOTFOND) rund um die Uhr zu erreichen. Wer den Blechschaden ohne Polizei regulieren möchte, kann dies von der Unfallstelle aus über Notfon D tun. (www.notfon-d.de)
    Nutzungsausfall
    Wer nach einem unverschuldeten Unfall auf einen Mietwagen verzichtet, hat Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung.

O

    Optionsrentenversicherung
    Sie ist eine kapitalbildenden Lebensversicherung, bei der die Möglichkeit vereinbart wurde, im Erlebensfall den Auszahlungsbetrag verrenten zu lassen.
    Ombudsmann für Versicherungen
    Der Versicherungsombudsmann ist eine private, unabhängige und kostenlose Schlichtungsstelle für Beschwerden von Verbrauchern gegen ihre Versicherungsunternehmen. Bei einem Konflikt mit seinem Versicherungsunternehmen kann sich jeder Versicherungsnehmer an den Ombudsmann wenden. Bis zu einem Beschwerdewert von 5000 Euro kann der Ombudsmann mit bindender Wirkung für die Versicherungsunternehmen entscheiden. Bis zu einem Beschwerdewert von 50000 Euro kann er eine für beide Seiten unverbindliche Empfehlung zur Streitschlichtung abgeben. Voraussetzung ist jedoch, dass nicht eine von beiden Parteien bereits gerichtliche Schritte eingeleitet hat. Diese Aufgabe des Ombudsmanns wird derzeit von Professor Wolfgang Römer wahrgenommen, der bis zu seiner Pensionierung im Juni 2001 Als Richter im Versicherungssenat des BGH tätig war. Neben Prof. Römer fungiert als Streitschlichter für den Verband der privaten Krankenversicherungsunternehmen der Versicherungsjournalist und Schriftsteller Arno Surminski. Die Inanspruchnahme des PKV-Ombudsmannes ist nicht an eine Streitwertgrenze gebunden.
    Obliegenheitsverletzung
    Obliegenheiten sind Pflichten des Versicherungsnehmers. Es wird unterschieden zwischen Obliegenheiten vor dem Versicherungsfall (Anzeigepflicht, Gefahrerhöhung) und im Versicherungsfall (Vorsatz, Schadenminderungspflicht). Werden Obliegenheiten verletzt, kann das zu Regressen oder zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen.
    Oldtimerversicherung
    Für historische Fahrzeuge gibt es spezielle Versicherungen. Vor allem für sehr alte und hochwertige Fahrzeuge ist eine Oldtimer-Kasko (mit Wertgutachten) sinnvoll.
    Optionstarif
    Ein Optionstarif ist eine Option oder Anwartschaft auf eine private Krankenversicherung zu einem späteren Zeitpunkt. Keine erneuten Gesundheitsfragen: Die bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung (Krankenvollversicherung) erforderliche Gesundheitsprüfung entfällt zum Eintritt. Es werden keine erneuten Gesundheitsfragen mehr gestellt. Entscheidend ist lediglich Ihr aktueller Gesundheitszustand bei Abschluss des Optionstarifs. Sollten während der Versicherungsdauer Krankheiten oder Unfallfolgen eintreten, sind diese mitversichert und haben keine Auswirkungen auf die spätere Annahme Ihrer privaten Vollversicherung.

P

    Personenversicherung
    Mit Personenversicherung bezeichnet man neben der Berufsunfähigkeitsversicherung auch die klassischen "Kapitalversicherungen" Lebensversicherung, Private Krankenversicherung und die Unfallversicherung.
    Pflegerentenzusatzversicherung
    Zunehmend wird die ältere, selbständige Pflegerentenversicherung der Lebensversicherung durch die neue, preisgünstigere Pflegerenten-Zusatzversicherung ersetzt.

    Diese private Zusatzpflegerente wird entsprechend dem Grad der Pflegebedürftigkeit bis zum Tod gezahlt.

    Voraussetzung:

    Der Versicherte muß infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls so hilflos werden, daß er für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden täglichen Verrichtungen auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen ist. Weitere Beitragszahlungen sind dann nicht mehr erforderlich. Die Rente wird auch unabhängig davon erbracht, ob die Pflege im Heim oder zu Hause im Kreis der Familie erfolgt.
    Pflegerentenversicherung
    Ist der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall so hilflos, daß er für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden täglichen Verrichtungen auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen ist, so wird eine Pflegerente gezahlt, unabhängig davon, ob die Pflege im Heim oder zu Hause erfolgt.
    Police
    Der Versicherungsschein, also die Urkunde über den Vertrag zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsnehmer, wird auch Police genannt. Unter einer Versicherungsnummer zusammengefasste und dokumentierte Risiken.
    Pflichtversicherung
    Pflicht zum Abschluß einer Versicherung aufgrund Gesetzes oder Satzung. So muß jeder Kraftfahrzeughalter eine Haftpflichtversicherung abschließen (§ 1 Pflichtversicherungsgesetz für Kfz-Halter). Vorgeschrieben ist auch eine Haftpflichtversicherung für Atomanlagen, Kernbrennstoffe und sonstige radioaktive Stoffe, eine Haftpflichtversicherung für Flugzeuge und für bestimmte Berufe (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Notare, Schausteller, Jäger). Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker u. a. können sich der Mitgliedschaft in berufsständischen Versorgungseinrichtungen nicht entziehen.
    Pensionssicherungsverein (PSVaG)
    Der PSVaG ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VvaG) der vom Verband der Lebensversicherungsunternehmen (jetzt Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zum Zweck der Insolvenzsicherung nach dem Gesetz zur Verbesserung der Betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) am 1. Januar 1975 gegründet wurde. Aufgabe des PSVaG ist es, Mitarbeitern und Rentnern von Unternehmen, über deren Vermögen oder Nachlass das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, die gesetzlich unverfallbaren Anwartschaften und die laufenden Renten zu sichern.
    Private Pflegeversicherung
    Zweig der privaten Krankenversicherung. Die private Pflegeversicherung gibt es seit 1984. Mit In-Kraft-Treten der gesetzlichen Pflegeversicherung (siehe Pflegepflichtversicherung) im Jahr 1995 bieten auch die privaten Krankenversicherer eine Police mit dem gleichen Leistungsumfang wie der staatliche Schutz an. Die private PflegeV leistet wie die gesetzliche Pflegeversicherung bei häuslicher und stationärer Pflegebedürftigkeit. Zudem gibt es die Möglichkeit, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen, um die durch die Pflegepflichtversicherung erbrachten Leistungen zu verbessern.
    Pflegepflichtversicherung
    Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen und der privaten Krankenversicherung sind gesetzlich verpflichtet, sich gegen die Kosten der Pflegebedürftigkeit abzusichern. Privat Krankenversicherte müssen die Pflegepflichtversicherung bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen abschließen. Die PflegepflichtV trägt bis zu einem gesetzlich festgelegten Höchstbetrag die Pflegekosten. Die Leistungen sind für alle Pflegebedürftigen gleich. Wer nach medizinischem Befund wegen Krankheit oder Behinderung dauerhaft und in erheblichem Maße täglich auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist, erhält einen Teil der Kosten für die Pflege zu Hause erstattet. Wenn Angehörige oder Bekannte die Pflege übernehmen, wird ein Pflegegeld gezahlt. Während des Urlaubs der pflegenden Angehörigen werden bis zu einem Höchstbetrag die Kosten einer notwendigen teilstationären Pflege (Tages- und Nachtpflege) oder der Kurzzeitpflege in vollstationären Einrichtungen erstattet. Auch für ständige Versorgung in Pflegeheimen (vollstationäre Pflege) werden in Abhängigkeit des Ausmaßes der Pflegebedürftigkeit Leistungen gewährt.
    Pflegezusatzversicherung
    Die Pflegezusatzversicherung ist u.a. ein Bereich der privaten Krankenversicherung. Die Pflegepflichtversicherung deckt meistens nicht alle Kosten, welche im Pflegefall entstehen. Die verbleibenden Kosten können mit einer Pflegezusatzversicherung abgesichert werden.

    Es gibt 2 Formen der Pflegezusatzversicherung:

    die Pflegetagegeldversicherungen und die Pflegekostenversicherungen.

    Bei der Pflegetagegeldversicherung wird im Fall der Pflegebedürftigkeit ein Tagegeld bezahlt. Die Pflegekostenversicherung übernimmt Beträge, die nach Vorleistung der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung verbleiben.
    Private Krankenversicherung (PKV)

    Die private Krankenversicherung (PKV) schützt vor den finanziellen Folgen bei Krankheit. Dabei übernehmen die privaten Krankenversicherer den vollen Schutz für diejenigen Personen, die nicht gesetzlich versichert zu sein brauchen und wollen.

    Die PKV erbringt Leistungen für die medizinisch notwendige Heilbehandlung solange eine Behandlungsbedürftigkeit besteht. Man kann die Leistungen erheblich über die der gesetzlichen Krankenversicherung vereinbaren.

    Der Pflegefall lässt sich ebenfalls privat absichern, genau wie die Behandlung als Privatpatient im Krankenhaus, die Bezahlung von Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld (Verdienstausfall). Die Private Krankenversicherung kommt auch für die Behandlung während der Schwangerschaft, für die Entbindung und die Früherkennung von Krankheiten auf.

    Wer darf sich privat Krankenversichern - eine private Krankenversicherung abschliessen? * Selbstständige, Freiberufler und Künstler unabhängig von der Höhe ihres Einkommens * Arbeitnehmer mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von mindestens x Euro * Beamte und andere Beihilfeberechtigte wie Richter, Landtags- u. Bundestagsabgeordnete

    Die PKV (Private Krankenversicherung) bietet grundsätzlich erheblich mehr Leistungen als die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung). Dies in der Regel auch noch zu einem günstigeren Beitrag.

    Produktschutzversicherung
    Spezielle Form der Rückrufkostenversicherung gegen Eigenschäden des Versicherungsnehmers auf Grund eines Rückrufs seiner Produkte nach einer behaupteten, angedrohten oder tatsächlichen Manipulation seiner Produkte durch Dritte. Die Produktschutzversicherung ergänzt die Rückrufkosten-Haftpflichtversicherung, in der diese Schäden ausdrücklich ausgeschlossen sind.
    Probandenversicherung
    Die Probandenversicherung ist eine Pflichtversicherung gemäß dem Arzneimittelgesetz und dem Medizinproduktegesetz. Versicherungsschutz besteht dafür, falls während der klinischen Prüfung eines verabreichten Arzneimittels die Testpersonen eine Gesundheitsschädigung erleiden oder sterben. Üblicherweise wird eine Versicherungssumme zwischen 5 Mio. € und 50 Mio. € vereinbart, je nach Anzahl der Probanden.
    Privatpatient
    Privatpatient ist die Bezeichnung für Patienten mit privatem Versicherungsschutz, welcher die über den Versicherungsschutz der Gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehenden Leistungen (z.B. Wahlleistungen im Krankenhaus, Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, Fernsehen) in Anspruch nehmen kann.
    PKV - Private Krankenversicherung Langversion

    Der reguläre Kündigungstermin einer privaten Krankenversicherung ist meistens der 30. September zum 31.12. Bei einer Erhöhung des Beitrages / der Selbstbeteiligung oder Verminderung der Leistung steht Ihnen ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

    Steigende Sozialabgaben, höhere Ansprüche und spürbare Eigenbeteiligungen an den Krankheitskosten stellen viele Angestellte, Arbeiter, Selbstständige und Beamte vor die Frage, ob eine private Krankenversicherung vorteilhafter ist. Grundsätzlich erhalten Sie wesentlich höhere Leistungen zu einem günstigeren Versicherungsbeitrag bei einer privaten Krankenversicherung.

    Das gilt auch für viele gesetzlich Versicherte, welche eine private Zusatzversicherung haben. Für sie ist die private Vollversicherung oft empfehlenswerter. Wer freiwillig gesetzlich krankenversichert ist, kann sich privat versichern. Heute sind dies ca. 15 Millionen Menschen. Davon haben sich über sieben Millionen für eine Krankheitsvollversicherung entschieden. Die anderen 7,5 Millionen sind gesetzlich Versicherte, welche ihren Schutz mit der privaten Zusatzversicherung verbessern.


    Beispiele zu privaten Krankenversicherungsprämien (Stand Januar 2007): Krankenversicherungsbeitrag für einen Mann, Alter 22.

    Gesellschaft A
    100% Kostenerstattung bei ambulanter Behandlung durch Allgemeinmediziner und praktische Ärzte, Gynäkologen, Augenärzte, Kinderärzte und Not- oder Bereitschaftsärzte (80% Erstattung sonstiger Facharztrechnungen ohne Erstbehandlung durch einen der o.g. Ärzte); und stationäre Behandlung (Regelleistung im Mehrbettzimmer), der Zahnbehandlung sowie 60% Erstattung für Zahnersatz und Kieferorthopädie (mit Höchstsätzen). Option auf Höherversicherung. 750 EUR Selbstbehalt im Jahr auf den gesamten Kompakttarif. .

    € 58,74 plus Pflegevers. € 14,27 = 73,01.

    Gesellschaft B
    Kompakttarif, speziell für Selbständige und Freiberufler - 100% Erstattung einer ambulanten Heilbehandlung, der allgemeinen Krankenhausleistungen mit Unterkunftszuschlag für das Ein-/Zweibettzimmer, für wahlärztliche und belegärztliche Leistungen (Privatpatient im Krankenhaus) und für Zahnbehandlung bzw. Kieferorthopädie; 75% Erstattung für Zahnkronen, Zahnersatz und implantologischen Leistungen. Selbstbehalt über alle Bereiche: ab dem 15. Lebensjahr 3.300 EUR, bis zum 15. Lebensjahr 1.650 EUR. Besondere Serviceleistungen durch ein Gesundheitstelefon wie medizinische Information u. Beratung bei amb., zahnärztl. u. stat. Heilbehandlung, 24 Stunden-Service bei Auslandsreisen. .

    € 60,46 plus Pflegevers. € 14,27 = 74,73.

    Versicherungshighlights einer Privaten Krankenversicherung

    • Beitragssenkung durch mögliche Selbstbeteiligung
    • Beitragsrückerstattung bis zu 6 Monaten
    • Beitrag unabhängig vom Einkommen
    • Freie Arztwahl
    • Freie Krankenhauswahl
    • Chefarztbehandlung
    • Einzelzimmer oder Zweibettzimmer
    • Kostenerstattung aller medizinisch notwendigen Behandlungen und Medikamente
    • keine Bindung an Gebührenordnung (GOÄ/GOZ)
    • Fahrtkostenerstattung
    • Zahnersatz je nach Tarif bis 100%
    • Krankentagegeld ohne zeitliche Begrenzung
    • Heilpraktikerbehandlung
    • Brillen und Kontaktlinsen je nach Tarif

    Nur die private Krankenversicherung kann auf den Wunsch, individuelle Bedürfnisse abzusichern, eingehen. Hier bestimmt der Einzelne den für ihn optimalen Leistungsumfang (Eine Familienkrankenversicherung bzw Familienversicherung kennt die Private nicht; so können Vater, Mutter und Kind bei verschiedenen privaten Krankenkassen versichert sein, um jeweils den optimalen Krankenversicherungsschutz in Bezug auf Beitrag und Versicherungsleistungen zu erzielen.). Vom Grundschutz, der in etwa dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht, bis zum Spitzenschutz in allen Bereichen.
    Rechtzeitig gebildete Altersrückstellungen decken die mit dem Alter steigenden Gesundheitskosten ab. Damit ist die private Krankenversicherung schon heute auf den demographischen Wandel der nächsten Jahrzehnte vorbereitet.

    Freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse können sich für die private Krankenversicherung entscheiden. Das betrifft alle Arbeitnehmer mit einem Arbeitsentgelt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, sowie Selbstständige und Beamte (einkommensunabhängig).

    Angestellte und Arbeiter, deren Entgelt unter dieser Grenze liegt, sind Pflichtmitglieder der gesetzlichen Krankenkassen. Sie können ihren Schutz durch private Zusatzversicherungen verbessern. Studenten und Ärzte im Praktikum können sich von der Versicherungspflicht in den gesetzlichen Kassen befreien lassen und einen privaten Versicherungsschutz abschließen.

    Die private Krankheitskosten-Vollversicherung bietet individuellen Versicherungsschutz, indem sie die medizinischen Behandlungskosten umfassend deckt. Privat-Patienten haben freie Wahl unter Krankenhäusern und allen Ärzten.

    Der private Krankenversicherungsschutz gilt grundsätzlich europaweit, außerhalb Europas mindestens einen Monat. Bei längeren Aufenthalten kann die Geltungsdauer verlängert werden.

    Privat Versicherte sind nicht von den gesetzlich verordneten Leistungskürzungen und Zuzahlungserhöhungen betroffen, wie sie der Gesetzgeber immer wieder bei Gesundheitsreformen vornimmt.

    Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, eine private Vollversicherung zu gestalten: die 100%-Sicherung mit und ohne Selbstbeteiligung. Dieser umfassende Schutz wird häufig mit einem frei gewählten Selbstbehalt an den Kosten ambulanter Behandlung verbunden.

    Die Kosten für zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungen sowie für Zahnersatz übernimmt die private Krankenversicherung im Rahmen des jeweiligen Tarifs. Es können Tarife mit unterschiedlichen Erstattungsprozentsätzen gewählt werden. Ein Tarif mit z.B. 100% Erstattung ist dabei etwas teurer als ein Tarif mit z.B. nur 75%.

    Die Krankentagegeldversicherung sichert das Einkommen während einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit. Gesetzlich Versicherte stocken so ihr Krankengeld auf.
    Vom vereinbarten Zeitpunkt an, bei Selbstständigen und Freiberuflern auch vor der siebten Woche, wird das vereinbarte Tagegeld der Krankentagegeldversicherung gezahlt. Die Höhe des Tagegeldes bestimmt der Versicherte selbst. Er kann so das volle Nettogehalt absichern.

    Mit einer Krankenhaustagegeldversicherung wird für jeden Tag, den sich der Versicherte im Krankenhaus aufhalten muss, ein vereinbarter Geldbetrag ohne Kostennachweis und steuerfrei überwiesen. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung orientieren sich nicht am Einkommen. Sie werden individuell kalkuliert und richten sich nach Gesundheitszustand und Lebensalter bei Eintritt in die Versicherung, nach dem Geschlecht und dem Umfang der abgesicherten Leistungen. Mit dem Alter steigt die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. 80-Jährige benötigen z.B. etwa 12-mal so hohe Aufwendungen für Arzneimittel wie 30-Jährige. Die Inanspruchnahme von Krankenhausleistungen steigt ebenfalls zwischen dem 30. und dem 80. Lebensjahr um den Faktor 10 bis 12. In der Beitragsberechnung wird bereits einkalkuliert, dass mit dem Alter auch die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen zunimmt. Hierfür wird eine Alterungsrückstellung bzw. Altersrückstellung gebildet, indem in jüngeren Jahren höhere Beiträge erhoben werden, als es dem Risiko entspricht.

    Als Beitragszuschuss erhalten alle privat versicherten Arbeiter und Angestellten von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss für die Krankheitsvollversicherung, Krankentagegeldversicherung, Krankenhaustagegeld- und Pflegeversicherung. Die Höhe des Zuschusses beträgt die Hälfte des gesamten Beitrags, allerdings nicht mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Höchstbeitrages der gesetzlichen Krankenkassen. Privat versicherte Rentner erhalten den Zuschuss zu ihrer privaten Krankenversicherung von der Rentenversicherung. Er wird nach dem gleichen Prozentsatz von der Rente berechnet wie bei den Versicherungspflichtigen und muss beim Träger der Rentenversicherung beantragt werden.

    Beitragsrückerstattung: Bei Leistungsfreiheit arbeiten die meisten Gesellschaften mit Beitragsrückerstattungen von mehreren Monatsbeiträgen, d.h. Sie bekommen einen Teil Ihrer Beiträge zurück!

R

    Rechnungszins
    Neben der Sterbetafel spielt der Rechnungszins eine wichtige Rolle für die Kalkulation von privaten Renten- und Lebensversicherungsbeiträgen.

    In der Lebensversicherung schreibt er die Mindestverzinsung der Deckungsrückstellungen vor. Um die dauernde Erfüllbarkeit der Verträge sicherzustellen, muss der Rechnungszins so vorsichtig festgesetzt werden, dass dieser auch bei niedrigen Kapitalmarktzinsen erwirtschaftet werden kann.

    Dem Versicherungsnehmer werden hierdurch keine Zinserträge vorenthalten, da die Differenz zwischen Rechnungszins und Zinsertrag für die Kapitalanlagen des Kapitalversicherungsunternehmens als Überschussbeteiligung ausgewiesen wird.

    Rentengarantie
    In der privaten Rentenversicherung kann die Zahlung der Rente für eine bestimmte Zeit - meistens 5 oder 10 Jahre - garantiert werden. Stirbt der Rentner während dieser Zeit, erhalten die noch offenen Renten die Hinterbliebenen (siehe auch Leibrente). Dies kostet etwas Beitrag und wird daher von Singles u.U. schon mal nicht gewünscht.
    Restschuldversicherung
    Sie ist eine spezielle Form der Risikoversicherung und dient der Absicherung von Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge passen sich jeweils der abzusichernden Hypotheken- oder Kredithöhe an. Im Todesfall wird mit der Versicherungsleistung der restliche Kredit getilgt.
    Risiko
    Das versicherte Risiko ist der Gegenstand eines jeden Versicherungsvertrags.

    Es wird beschrieben durch das versicherte Subjekt/Objekt (Person, Sachwert), die Gefahren, welche nachteilig auf das Objekt einwirken können, sowie den Versicherungsumfang.

    Unter Risiko wird die Gefahr bzw. das Wagnis verstanden, die zum Eintritt des Versicherungsschadens führen kann.
    Risikobeitrag
    Teil des Versicherungsbeitrags (Prämie), der nach Abzug von Kosten zur Deckung der voraussichtlichen Schadenaufwendungen verbleibt.
    Risikoversicherung
    Die Risikoversicherung wird auch kurze Todesfallversicherung genannt und nur im Todesfall ausgezahlt. Sie dient vor allem der Absicherung finanzieller Verpflichtungen wie zum Beispiel Hypotheken- oder Ratenzahlungen.

    Kapital wird bei dieser Versicherungsform nicht gebildet.

    Man kann bei Abschluß dieser Versicherung bereits ein Umwandlungsrecht vereinbaren. Dann kann man später ohne erneute Gesundheitsprüfung die Risikoversicherung in eine kapitalbildenden Lebensversicherung umwandeln.
    Risikozuschlag
    Beitragszuschlag zum Ausgleich eines erhöhten Risikos, etwa in der Unfallversicherung bei Ausübung gefährlicher Sportarten und bei bestimmten beruflichen Tätigkeiten oder in der Lebens- wie auch in der Privaten Krankenversicherung für gesundheitliche Erschwernisse.
    Rückdeckungsversicherung
    Mit einer Rückdeckungsversicherung lassen sich Versorgungszusagen (Pensionszusage) des Arbeitgebers absichern. Im Versicherungsfall erhält zunächst der Betrieb / die Firma das Geld von der Lebensversicherung oder Rentenversicherung und gibt es dann an den Mitarbeiter oder dessen Hinterbliebene weiter.

    siehe auch betrieblichen Altersversorgung
    Rückkaufswert
    Rückkaufswert: Der bei der Kündigung einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung zu erstattende Betrag wird Rückkaufswert oder Rückvergütung genannt. Da der Versicherer Risiken trägt (Todesfall, Unfall, Berufsunfähigkeit usw.) und für die Vertragseinrichtung und Vertragsverwaltung Kosten anfallen, können dem Kunden in den ersten Jahren bei einer Kündigung nicht alle gezahlten Beiträge zurück erstattet werden.
    Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB)
    Die von den Lebensversicherern erwirtschafteten Überschüsse müssen größtenteils den Versicherten gutgeschrieben werden. Tatsächlich lag dieser Wert in den letzten Jahren zwischen 97 und 98 Prozent.

    Ein Teil der Überschüsse wird mittels der sogenannten Direktgutschrift dem Kunden direkt gutgebracht. Der andere Teil wird zunächst einer besonderen Rückstellung, der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), zugeführt und aus dieser mit einer zeitlichen Verzögerung zur Weitergabe an die einzelnen Versicherungen entnommen.

    Die Höhe der in einem bestimmten Geschäftsjahr fällig werdenden Überschußanteile wird vom Versicherer bereits ein bis zwei Jahre vorher festgelegt und im Geschäftsbericht veröffentlicht. Hierdurch wird vermieden, daß kurzfristige Schwankungen in den Jahresergebnissen auch dann zu einer laufenden Anpassung der Überschußbeteiligung zwingen, wenn die Überschußkraft über einen längeren Zeitraum unverändert bleibt. - In der Privaten Krankenversicherung werden aus der RfB die Beträge für die Beitragsrückvergütung und die gebuchten Beiträge zur Abmilderung von Beitragsanpassungen (siehe "Beitrag") entnommen.
    Rückversicherung
    Die Rückversicherung entlastet den Erstversicherer; Teile des vom Kunden übernommenen Risikos werden auf einen Rückversicherer gegen Zahlung eines Rückversicherungsbeitrags abgegeben.
    Rückversicherungsprämie
    Die Rückversicherungsprämie ist der Versicherungsbeitrag, den der sogenannte Erstversicherer an den Rückversicherer für den zugesicherten Rückversicherungsschutz leistet.
    Reise- und Warenlagerversicherung
    Die Reise- und Warenlagerversicherung gehört zur Transportversicherung. Sie ist eine Versicherung von Verkaufswaren, insbesondere Rauchwaren (Pelze), Juwelen, Schmuck, Edelsteinen und Uhren. Der Schutz besteht in den Firmenräumen der Unternehmen und bei Mitführung durch Handelsreisende.

    Sie wird oft von Juwelieren bzw. Schmuckhändlern für Kundenbesuche und Messen genutzt.
    Rechtsschutzversicherung
    Die Rechtsschutzversicherung hat die Aufgabe, für die Wahrnehmung der Interessen der Versicherungsnehmer bei Rechtsstreitigkeiten zu sorgen und die dabei anfallenden Kosten, wie immer, bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme zu übernehmen.

    Zu den versicherten Kosten gehören insbesondere die Gebühren des eigenen Rechtsanwalts und die des gegnerischen Anwalts. Dazu kommen auch die Gerichtskosten, Kosten für Zeugen und Sachverständige. Ausgeschlossen sind Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Kauf oder Verkauf von Immobilien. Für einige Leistungen der Versicherung bestehen Wartezeiten; dies ist der Zeitraum zwischen dem Vertragsbeginn und dem Beginn des Versicherungsschutzes.

    Es gibt verschiedene Vertragsarten (u.a. Verkehrsrechtsschutz, Familienrechtsschutz, Firmenrechtsschutz, erweiterten Strafrechtsschutz, Vereinsrechtsschutz). Was genau Ihre Rechtsschutzversicherung abdeckt, ist in den Versicherungsbedingungen geregelt.
    Rentenanpassungsformel
    Mit der Rentenanpassungsformel wird jeweils zum 1. Juli der aktuelle Rentenwert neu ermittelt. Hiermit werden die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung an die Lohnentwicklung angepasst (Vergleich der Bruttolöhne des Vorjahres zum Vorvorjahr).

    Rentenniveau

    Das Rentenniveau wird als Verhältnis Rente zu Arbeitsentgelt angegeben.

    Üblicherweise wird das Rentenniveau auf Basis der Nettogrößen errechnet, also nach Abzug von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung und Steuern von der Rente bzw. nach Abzug von Beiträgen zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung sowie der Steuern vom Arbeitseinkommen. Darüber hinaus werden häufig Beiträge zur ersetzenden Altersvorsorge als „Abgabenart“ berücksichtigt. In diesem Fall spricht man vom Nettorentenniveau. Weiter kann man danach unterscheiden, ob die Renten in Beziehung zum zuletzt verdienten Arbeitsentgelt oder zum durchschnittlichen Arbeitsentgelt während des gesamten Erwerbslebens in Beziehung gesetzt werden.

    Bezieht man die Rente auf das zuletzt verdiente Entgelt, dann kann ein Rückschluss darauf gezogen werden, inwieweit die Rente den erreichten Lebensstandard im Alter sichert. Das häufig zitierte Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung wird für den so genannten Standardrentner errechnet. Dieser ist allerdings ein theoretisches Konstrukt. Reale Erwerbsbiografien unterscheiden sich davon deutlich. Deshalb sagt das für den Standardrentner errechnete Rentenniveau nichts über das individuelle Rentenniveau einzelner Erwerbsbiografien aus.

    Rentenrechtliche Zeiten
    Die rentenrechtlichen Zeiten wirken sich auf die Wartezeit (Zeit bis zum Rentenbeginn) und die Rentenhöhe aus.
    Rückstufungstabelle
    Zu den Tarifbestimmungen für die Kfz-Versicherung gehört die Rückstufungstabelle. in der angegeben wird, von welcher Schadenfreiheitsklasse (SF) der Versicherungsnehmer nach einem oder mehreren Unfällen in einem Kalenderjahr in welche zurück gestuft wird.
    Regelsparbeitrag
    Begriff aus dem Bausparen und der Baufinanzierung:
    Der monatliche Sparbeitrag, der beim klassischen Tarif geleistet werden soll, damit der Bausparvertrag innerhalb einer angemessenen Zeit zuteilungsreif ist.
    Riesterrente
    Riester-Rente:Riester-Rente ist eine Bezeichnung für die vom Staat durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte, privat finanzierte Rente in Deutschland. Die Förderung ist im Altersvermögensgesetz (AVmG) geregelt. Die Riesterrente ist überwiegend für (relativ junge) Arbeitnehmer und kinderreiche Familien interessant.

    Die Bezeichnung „Riester-Rente“ geht auf Walter Riester zurück (ehemaliger Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder).
    Rürup-Rente oder Basisrente
    Rürup-Rente oder auch Basisrente bezeichnet eine Form der seit 2005 staatlich unterstützten Altersvorsorge. Die Rürup-Rente geht auf den Ökonomen Bert Rürup zurück und entspricht in Leistungskriterien sowie ihrer steuerlicher Behandlung der gesetzlichen Rente. Sie ist jedoch nicht umlagefinanziert, sondern Kapitalgedeckt. Im Unterschied zur klassischen privaten Rentenversicherung gibt es ähnlich wie bei der Riester-Rente (nur 30 % Teilauszahlung bei Rentenbeginn) bei der Rürup-Rente kein Kapitalwahlrecht, d.h. der an gesparte Betrag darf nicht in einer Summe ausgezahlt werden, sondern wird lebenslang verrentet.

    Die Hauptzielgruppe sind Selbstständige mit einer relativ hohen Steuerbelastung. Sie haben bei Neuabschlüssen keine andere Möglichkeit (mehr), steuerbegünstigt Altersvorsorge zu betreiben, denn die Förderung der Riester-Rente oder die betriebliche Altersvorsorge können sie in der Regel nicht nutzen (Ausnahmen gibt es über einen Ehegatten / Ehepartner, welcher Arbeitnehmer ist).
    Die Beiträge zu einer klassischen privaten Rentenversicherung (Erlebensversicherung) oder Kapitallebensversicherung sind ab 2005 nicht mehr als Sonderausgaben abzugsfähig, es sei denn, die Laufzeit dieser Versicherungen hat vor dem 1. Januar 2005 begonnen und ein Versicherungsbeitrag ist bis zum 31. 12.2004 entrichtet worden.

    Besonderheit bzw. weiterer Anreiz für Selbständige: Hartz iV sicher. Der Rückkaufswert kann also bei einem Konkurs nicht gepfändet (Pfändungssicher, pfändungssichere Geldanlage) werden.
    Renta / Rentabilitätsrechnung

    Mit der Renta / Rentabilitätsrechnung bezeichnet man das Verhältnis zwischen gezahltem Beitrag und dem Aufwand für Schadenzahlungen. Man betrachtet einen Zeitraum von mindestens 4 Jahren, um aussagekräftige Informationen zur Schadenquote zu erhalten.

    Die Daten zur Renta haben die Versicherer immer auf Knopfdruck, d.h. sie müssen nicht aufwendig erstellt werden. Am schnellsten erhält der Kunde diese wichtigen Zahlen direkt vom Sachbearbeiter /in der Gesellschaft durch ein kurzes Telefonat, Dieser faxt dann direkt oder sendet Ihnen einen Bildschirmausdruck (Hardcopy) per Email. Über den Versicherungs-Vertreter dauert es generell erheblich länger.

    Die Rentabilitätsrechnung ist Grundlage für die Sanierung oder Kündigung der Kundenbeziehung. Bei schlechter Renta bietet der Versicherer eine außerordentliche Preiserhöhung an oder kündigt den Vertrag / die Verträge.

    Eine vernünftige Flottenversicherung (Angebote Flotten-Versicherung) bekommt man nicht ohne die Renta der alten Versicherer, der sogenannten Vorversicherung /en.

    Regelhöchstsatz in der privaten Krankenversicherung (PKV)
    Die Ärzte rechnen ihr Honorar nach einer Gebührenordnung ab:

    GOÄ = Gebührenordnung für Ärzte
    GOZ = Gebührenordnung für Zahnärzte
    GebüH = Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker

    Die Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte sieht einen Gebührenrahmen vor für:

    die persönlichen ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen vom 1- bis zum 3,5-fachen
    die medizinisch-technischen Leistungen vom 1- bis zum 2,5-fachen
    die Leistungen der Labordiagnostik vom 1- bis zum 1,3-fachen
    der einfachen Gebührensätze

    In der Regel darf eine Gebühr nur zwischen dem 1-fachen und dem 2,3-fachen (Regelhöchstsatz) des Gebührensatzes liegen
    bei den medizinisch-technischen Leistungen zwischen dem 1-fachen und 1,8-fachen
    bei der Labordiagnostik zwischen dem 1-fachen und dem 1,5-fachen

    Die Bemessungskriterien für die Höhe des Honorars sind die Schwierigkeit und der Zeitaufwand der jeweiligen Leistung sowie die Umstände bei der Ausführung.
    Remigranten Versicherungen

    Remigranten-Versicherung meint Remigration von deutschen Remigranten / Rückkehr bzw. Heimkehr nach Deutschland aus America (USA), Brasilen, Australien, Argentinien, Paraguay, Bolivien, Venezuela und Andere:
     
    Remigranten brauchen als Erstes eine Krankenversicherung, wenn sie nach Deutschland einreisen bzw. wieder heimkehren - zurückkehren. Seit Januar 2009 besteht Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Wer nicht krankenversichert ist wird bestraft. Die Rückkehrer kommen nicht automatisch in die gesetzliche Krankenkasse (GKV) rein und müssen sich oftmals privat kranken versichern in einer privaten Krankenversicherung (PKV).

    Andere wichtige Versicherungen sind dann natürlich auch Autoversicherung, Haftpflicht, Hausrat, Unfall, Rechtsschutz usw.

    siehe auch Remigrantenversicherung

    Risk Management für Kfz-Flotten LKW, Taxen / Taxis, Fuhrparks / Fahrzeugpools

    Risk Management - Risikomanagement

    Risk Management mit einem Programm EDV

    Bei mehr als 10 Kraftfahrzeugen und einer hohen Schadenhäufigkeit / Unfälle lohnt es sich, ein Risk Management Programm zu installieren. Damit werden die Schäden systematisch analysiert und Schadenschwerpunkte ermittelt, um Maßnahmen zur künftigen Vermeidung und / oder Verminderung zu ergreifen. Ziel ist es, direkte Schäden, z.B. an eigenen Fahrzeugen, oder die Tragung von Selbstbehalten zu vermindern. Aber auch die weiteren, teuren Schadenfolgen, wie Ausfall von Fahrern, Kosten für Ersatzfahrzeuge und Wettbewerbsnachteile wegen unfallbedingter unpünktlicher Lieferung, sollen reduziert werden.

    Riskmanagement- Maßnahmen / Workshops

    Neben der wertvollen Computer-Analyse biete ich als Versicherungsmakler auch Workshops in Ihrem Unternehmen vor Ort:

    die Risiko-Management Maßnahmen / Workshops haben in der ersten Phase zusätzlich zu den generellen Themenschwerpunkten:

    - Aufarbeitung von Schäden

    - Unfallvermeidungsstrategien

    - Aktivierung der Eigenverantwortung durch Verkehrspsychologie

    folgende zusätzliche Themenschwerpunkte:

    - Kostenentwicklung

    - Schadenursachenanalyse

    In Ihrem Hause werden an Wochentagen (Mo – Fr) Fahrerworkshops mit dem gesamten Fahrpersonal in Gruppen von ca. 8 - 10 Teilnehmern durchgeführt. Durch die vorgenannte Gruppenstärke ist eine aktive Teilnahme an den jeweils ca. zweistündigen Veranstaltungen gewährleistet.

    Kosten für die Durchführung des Riskprogramm sind Verhandlungssache

    Kosten pro Workshop oder Besuchstermin  VS

    Die aufgeführten Kosten beinhalten keine Mehrwertsteuer.

    Da die Risk-Management-Maßnahmen eine Nebenleistung zum Versicherungsvertrag darstellen, sind diese Konditionen nur während der Laufzeit der K-Verträge in unserem Hause gültig.

    Ruheversicherung Kfz Außerbetriebsetzung / Stilllegung

    Außerbetriebsetzung eines Fahrzeugs Taxi - Taxe - LKW - PKW 

    Solange das Fahrzeug außer Betrieb gesetzt ist, besteht eine kostenlose Ruheversicherung mit Versicherungsschutz in der Haftpflicht. Bestand vor der Abmeldung auch eine Kaskoversicherung, besteht Versicherungsschutz auch in der Teilkasko.

    Die Ruheversicherung setzt voraus, dass das Kfz

    mindestens 2 Wochen lang außer Betrieb gesetzt ist,
    in einer Garage oder auf einem umfriedeten Gelände steht,
    nicht am Straßenverkehr teilnimmt.

    Diese Ruheversicherung gilt oft bis zu 18 Monaten (genaues bei der Gesellschaft erfragen). Wenn Sie das Kfz wieder anmelden, besteht derselbe Versicherungsschutz, wie vor der Außerbetriebsetzung. Dies gilt schon für die direkte Fahrt (ohne Umwege oder Unterbrechungen) zur Zulassungsstelle. Die eVB - elektronische Versicherungsbestätigung (frühere Doppelkarte) lassen Sie sich vorher von Ihrem Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler senden.

S

    Schadenbedarf
    Ist ein Begriff aus der Beitragskalkulation: durchschnittlicher Schadenaufwand je Risiko in einem Jahr. Auch: Anzahl der Schäden mal Schadendurchschnitt für eine Versicherungssparte in einem Jahr.
    Schadendurchschnitt
    Mit Schadendurchschnitt bezeichnet man den durchschnittlichen Schadenaufwand (bereits gezahlte und zurückgestellte) je Schadenfall.
    Schadenfreiheitsrabatt (SFR)

    Der Schadenfreiheitsrabatt = SFR ist eine Beitragsermäßigung (z. B. in der Kraftfahrtversicherung) und bemisst sich nach der Dauer der Schadenfreiheit. Autofahrer erreichen in der Kraftfahrzeug-Haftpflicht und in der Vollkaskoversicherung den höchsten Rabatt nach 18 schadenfreien Kalenderjahren. Sie zahlen dann nur noch 20 bis 30 Prozent des Grundbeitrags.

    Achtung bei sogenannten größeren Risiken wird der private SFR nicht angerechnet:
    Beispiele LKW-Kfz-Versicherung und Taxi-Kfz-Versicherung.

    Ist auch nachvollziehbar, dass die Eignung für einen großen LKW (Tankwagen mit Gefahrgut) nicht durch einen Kleinwagen erfahren werden kann. Genau so die Verantwortung zur Personenbeförderung des Taxis mit Personen-Beförderungsschein.

    Schadenhäufigkeit
    Die Schadenhäufigkeit nennt in Promille, wie viele Schäden innerhalb eines Jahres auf 1000 versicherte Risiken anfallen.
    Schadenquote
    Schadenquote: In Prozent gerechneter Anteil der Schadenaufwendungen an den im Geschäftsjahr verdienten Beiträgen.
    Schadenrückstellung

    Schadenrückstellung wird auch "Schadenreserve" genannt; die Rückstellung wird zur Deckung verursachter, aber noch nicht abgewickelter Schäden gebildet. Die Schadenrückstellung fließt auch in die "Renta" ein.

     

    Schadenversicherung
    Deckt Sach-, Personen- und Vermögensschäden. Es gilt das Bereicherungsverbot für den Anspruchsberechtigten. Im internationalen Sprachgebrauch oft Nicht-Personenversicherung genannt: Sachversicherungen (Feuer-, Einbruchdiebstahl-, Leitungswasserversicherung u.a.) sowie Kraftfahrt-, Allgemeine Haftpflicht-, Rechtsschutz-, Transport-, Kreditversicherung u.a.
    Schadenzahl
    Im Kalenderjahr bei den Mitgliedsunternehmen angefallene Schäden. In der Schadenversicherung werden Schäden im Beteiligungsgeschäft entsprechend der Anzahl der Beteiligten erfaßt.
    Schwankungsrückstellung
    Rückstellung zum Ausgleich von Schwankungen im Schadenverlauf mehrerer Jahre. Aufsichtsrechtliche und steuerrechtliche Bestimmungen sind zu beachten.
    Schweigepflichtentbindungserklärung
    Diese Klausel steht im Antrag. Mit seiner Unterschrift ermächtigt der Kunde das Versicherungsunternehmen, die Angaben zu seiner Gesundheit bzw. zu Vorerkrankungen bei Ärzten, Krankenhäusern usw. zu prüfen. Er entbindet mit dieser Erklärung seine Ärzte von der Schweigepflicht.
    Selbstbehaltquote
    Das Verhältnis des Netto-Beitrags zur Brutto-Beitragseinnahme. Der Beitrag für eigene Rechnung, d.h. der nach Abzug des Beitrags für das in Rückdeckung gegebene Rückversicherungsgeschäft verbleibende Beitrag.
    Spartentrennung
    Lebens-, Kranken- und Kreditversicherung dürfen in der Bundesrepublik Deutschland nur in rechtlich selbständigen Unternehmen betrieben werden.

    Die deutsche Versicherungsaufsicht läßt eine Spartenkombination mit diesen Versicherungen nicht zu. Rechtsschutzversicherungen können seit 1990 auch von Kompositversicherern angeboten werden, wenn bei Schadenfällen ein rechtlich eigenständiges Unternehmen die Regulierung übernimmt.
    Spätschäden

    Spätschäden in der Versicherungsteminologie sind Schäden, die vor dem Bilanzstichtag eingetraten, der Versicherung jedoch noch nicht bekannt sind.

    Standardtarif

    Der Standarttarif ist ein Angebot der Privaten Krankenversicherer an ältere Versicherte, die mindestens 65 Jahre alt sind und über eine Vorversicherungszeit von zehn Jahren verfügen. Der Beitrag dieses Tarifs ist auf den durchschnittlichen Höchstbeitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) begrenzt. Die Leistungen entsprechen praktisch denen der GKV.

    Sterbetafel
    Nach dem Rechnungszins ist die Sterbetafel wichtigste Rechnungsgrundlage der Lebensversicherer. Sie beschreibt den durch Tod verursachten Schrumpfungsprozeß einer Personengruppe. Der günstigeren Lebenserwartung von Frauen wird durch eine eigene Frauensterbetafel mit der Folge niedrigerer Beiträge Rechnung getragen.
    Steuern
    Die Lebensversicherung unterliegt wegen ihres Vorsorgecharakters einer besonderen steuerlichen Behandlung. Die Beiträge können im Rahmen der Höchstbeträge als Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden.

    Allerdings beträgt die Mindestlaufzeit für derart steuerbegünstigte kapitalbildenden Lebensversicherung zwölf Jahre. Die ausgezahlte Versicherungssumme und die Überschußanteile sind einkommensteuerfrei, wenn die Mindestlaufzeit eingehalten wird und der Todesfallschutz wenigstens 60 Prozent der gesamten Beitragssumme beträgt. Derzeit allerdings wird über eine Besteuerung von Zinsen aus Lebensversicherungen diskutiert. Die deutschen Lebensversicherer werden sich im Interesse ihrer Kunden mit Nachdruck dafür einsetzen, daß derartige Vorhaben nicht verwirklicht werden und daß die private Alters- und Hinterbliebenenvorsorge, die heute wichtiger denn je ist, keinen Schaden erleidet. Daher befaßt sich diese Informationsschrift nur mit geltendem Recht. Bei Renten aus einer Lebensversicherung gilt, daß nur die Ertragsanteile steuerpflichtig sind.

    Das sind vom Gesetzgeber festgelegte Werte, die vom Alter des Rentenbeziehers bei Beginn der Rentenzahlung abhängen. Bei einem Rentenbeginnalter von beispielsweise 65 Jahren beträgt der Ertragsanteil der Rente 27 Prozent. Leistungen, die im Todesfall erbracht werden, unterliegen nur der Erbschaftsteuer, doch gelten hier hohe Freibeträge.
    Stornoabzug
    Üblicher Abzug vom Guthaben des Versicherungsnehmers bei Kündigung einer kapitalbildenden Lebensversicherung auf den Todes- und Erlebensfall.
    Stornoquote
    Fortfall laufender Lebensversicherungsbeiträge aufgrund von Rückkauf, Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen und sonstigem vorzeitigem Abgang, ausgedrückt in Prozent des mittleren laufenden Bestandsbeitrags.
    Sturmschäden
    Sind Hausrat, Gebäude oder Betrieb gegen Sturmschäden versichert, zahlen die Versicherer ab Windstärke 8. Sturm ist nach den Versicherungsbedingungen eine "wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8". Nach der Beaufort- Skala entspricht dies einer Windgeschwindigkeit von 17,2 bis 20,7 m pro Sekunde bzw. 62 bis 74 km pro Stunde (Zweige brechen von den Bäumen, das Gehen im Freien ist erheblich erschwert). Kann Windstärke 8 am Schadenort durch meteorologische Aufzeichnungen nicht nachgewiesen werden, leisten die Versicherer dennoch, wenn bestimmte in den Versicherungsbedingungen beschriebene Voraussetzungen erfüllt sind. Bei Schäden am Kraftfahrzeug kommen Teil- und Vollkaskoversicherung ebenfalls ab Windstärke 8 für Schäden auf, die der Sturm direkt am Fahrzeug verursacht hat (z. B. Umkippen). Außerdem ersetzen sie Schäden, die durch umherfliegende Gegenstände (Ziegel oder Äste) angerichtet werden. Bei einem durch Sturm bewirkten Fahrfehler steht nur die Vollkaskoversicherung für einen Schaden ein, vorausgesetzt, es liegt keine grobe Fahrlässigkeit vor. Personenschäden trägt die Kranken-, Dauerschäden die private Unfallversicherung.
    Subsidiaritätsprinzip

    Das Subsidiaritätsprinzip ist ursprünglich ein Begriff aus der katholischen Soziallehre, wonach im Staat auf oberster Ebene nur das geregelt werden soll, was von der unteren Ebene nicht gewährleistet werden kann.

    Danach steht es dem Staat nicht zu, sich um Probleme zu kümmern, die von seinen Bürgern in Eigenverantwortung selbst gelöst werden können. Für die Absicherung individueller Risiken hat der einzelne selbst Sorge zu tragen.

    Das Kollektiv kommt hilfsweise da zum Zuge, wo der Einzelne oder eine Gemeinschaft überfordert ist. Das Subsidiaritätsprinzip ist das Wesensmerkmal der Individualversicherung als eines auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung beruhenden Sicherungssystems.

    Sozialversicherung
    Um die allgemeinen wirtschaftlichen Grundlagen in der Gesellschaft und den sozialen Frieden innerhalb der Bevölkerung zu sichern, verwirklicht Bismarck 1881 auf Grundlage der sogenannten Kaiserlichen Botschaft die Sozialversicherung. Bereits seit 1883 gibt es die gesetzliche Krankenversicherung, ein Jahr später folgt dann die Unfallversicherung. Heute gliedert sich die Sozialversicherung in fünf Zweige: Krankenversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Die Mittel werden durch Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgebracht. Die Mitgliedschaft beruht auf der Versicherungspflicht, eine freiwillige Versicherung ist möglich (z.B. Selbständige).
    Seekasko-Versicherung
    Versicherung von Seeschiffen gegen Totalverlust und Teilschäden, verursacht durch die Gefahren der See, Verschollenheit, Verfügung von hoher Hand oder Piraterie.
    Speditionsversicherung
    Versicherung der Haftung des Spediteurs. Bei Verladerinteresse kann zusätzlich eine Güterversicherung abgeschlossen werden.
    Sturmversicherung
    Versicherung gegen Schäden durch Sturm an Gebäuden oder beweglichen Sachen. Als eigenständiger Versicherungszweig wird die Sturmversicherung vor allem für gewerbliche und landwirtschaftliche Risiken angeboten. Daneben ist das Sturmrisiko auch im Rahmen der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung gedeckt. Als Sturm gilt eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens der Windstärke 8 (ab 63 km/h bis 75 km/h).
    Sockelbetrag
    Der Sockelbetrag ist der Mindesteigenbeitrag, der von einem Steuerpflichtigen in einen Altersvorsorgevertrag eingezahlt werden muss, um in den Genuss der staatlichen Förderung (Zulage oder Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG) zu gelangen.
    Standardrentner (auch Eckrentner)
    Der Standardrentner ist ein theoretisches Konstrukt: Er hat 45 Jahre durchschnittlich verdient, auf dieser Basis Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung geleistet und bezieht mit 65 Jahren erstmals Altersrente. Aufgrund dieser Annahmen errechnet sich seine Altersrente (brutto) als 45 x aktueller Rentenwert (aktueller Rentenwert).
    Schmerzensgeld
    Schmerzensgeld ist eine "billige Entschädigung in Geld", die der Geschädigte für Beeinträchtigungen erhält, die nicht klar zu beziffernde Vermögensschäden wie etwa Heilbehandlungskosten oder Verdienstausfall darstellen. Bisher konnte nur Schmerzensgeld beanspruchen, wer durch Verschulden oder Fehlverhalten des Verursachers zu Schaden gekommen ist. Das neue Schadensersatzrecht erweitert den Anspruch auf Schmerzensgeld: Auch bei Tatbeständen der Gefährdungshaftung kann jetzt über die Schadenersatzleistungen für Vermögensschäden hinaus Schmerzensgeld geltend gemacht werden
    SEO
    SEO: Search Engine Optimization oder Suchmaschinenoptimierung ist ein Fachbegriff für Maßnahmen eigene Webseiten (sites) in den Ergebnisseiten von Suchmaschinen auf höheren Plätzen erscheinen zu lassen. Damit wird ein höheres ranking (Pagerank) erreicht und somit mehr Verkehr und dadurch ggf. mehr Umsatz erzielt. SEO klicken
    Schwangerschaft und Private Krankenversicherung

    Schwanger in die billigere PKV wechseln ist oft in Problem. Versicherungsmakler hilft während der Schwangerschaft beim Wechsel in die Private Krankenversicherung.

    Besonderheit: laufende Schwangerschaft

    Versicherungsmakler Peter Müller vermittelt auch private Krankenversicherung für die schwangere Kundin. Viele Privat Krankenversicherer bieten keinen Versicherungsschutz beim Abschluss einer neuen privaten Krankenversicherung für eine laufende Schwangerschaft. Andere private Krankenkassen schränken die Leistungen für die aktuelle Schwangerschaft ein (z.B. nur mit Regelleistungen im Krankenhaus ohne die privat ärztlichen Wahlleistungen, Chefarzt, Medikamente, Medizintechnik, Privatstation mit eigenem Bad und Toilette uvm.). Wir bieten Schwangeren auf Wunsch namhafte Privatversicherungen mit vollem Leistungsumfang als Privatpatientin erster Klasse ohne Einschränkung. - Nach der Geburt des Kindes wird es automatisch auf Wunsch mit versichert, ohne Gesundheitsfragen.


    Internet-Versicherungsmakler  hilft mit Versicherungsvergleich und Beratung beim Abschluss einer guten und günstigen privaten Krankenversicherung (PKV) ohne Einschränkung wegen Ihrer laufenden Schwangerschaft. Als freier und unabhängiger Berater (Versicherungsmakler) vergleiche und berate ich neutral zum wichtigen Thema private Krankenversicherung für die schwangere Selbständige und Freiberuflerin, Angestellte, Beamtin und Hausfrau (natürlich auch Jungunternehmerin und Existenzgründerin, die können sich richtig billig im Vergleich zur Gesetzlichen versichern und bekommen sogar noch Krankentagegeld im Verdienstausfall).

    Ob Angestellte, Beamtin, Freiberuflerin oder Selbständige; durch unseren Krankenversicherungsvergleich mit persönlicher Beratung können Sie sich auch schwanger billiger günstig privat kranken versichern - als Privatpatientin versichert werden -

     

    Schiff bzw. Schiffstypen für die TV - Transport-Versicherung

    Typen von Schiffen - Schiffstypen
    engl. vessel, ship


    Ein Schiff ist ein größeres Wasserfahrzeug, das allgemein zum Transport von Personen und Gütern bzw. zur Ausübung anderer Funktionen (z. B. Fischfang, technische Dienste) auf Wasser vorgesehen ist. Schiffe werden unterschieden nach:

    Verwendungszweck:

    Fährschiffe
    Fahrgastschiffe
    Frachtschiffe ( z. B. Tanker, Massengutschiff, Stückgutschiff, Flüssiggastanker, Chemikalienschiff, Containerschiff, Leichtertransportschiff, Schwergutschiff, Kühlschiff, Ro/Ro-Schiff)
    Kombi-Frachtschiffe (z. B. OBO-Schiff, OBC-Schiff)
    Fischereischiffe
    Schiffe der technischen Flotte (z. B. Schlepper, Motorschubschiff, Eisbrecher, Forschungsschiffe, Schwimmdocks, Offshore-Anlagen)

    Antrieb:

    Dampfschiffe
    Motorschiffe
    Turbinenschiffe
    Segelschiffe
    Schiffe mit Kernenergieanlagen

    Fahrtbereich:

    Binnenschiffe
    See-Binnenschiffe (für Fahrten bis zu bestimmten Wellenhöhen)
    Seeschiffe für "begrenzte Fahrt" (z. B. Küstenmotorschiffe)
    Seeschiffe für "unbegrenzte bzw. große Fahrt" (z. B. Hochseeschiffe)

    Verwendetem Material:

    Holzschiff
    Stahlschiff
    Betonschiff
    Kunststoffschiff
    Kompositschiff (verschiedene Materialien)

    Konstruktionsmerkmalen:

    Verdrängungsschiff (Über- bzw. Unterwasserschiff, Einrumpf- oder Mehrrumpfschiff)
    Tragflügelschiff
    Luftkissenschiff

    Die meisten See- und Binnenschiffe gehören zu den Einrumpf-Überwasser-Verdrängungsschiffen

    Seeversicherung - See-Versicherung

    Seeversicherung: engl. Marine Insurance.

    Die See-Versicherung ist ein Sammelbegriff für die See-Warenversicherung und See-Kaskoversicherung. Sie gehört zu den ältesten   Versicherungen.

    Schlüsselverlust

    Schlüsselverlust muss separat abgesichert werden.

    Der Kunde verliert seinen Schlüsselbund mitsamt dem Schlüssel für die zentrale Schließanlage seines Wohnhauses. Aus Sicherheitsgründen müssen nun alle Schlösser ausgetauscht oder die Anlage umprogrammiert werden. Der Vermieter fordert Kostenerstattung. Noch teurer wird dies bei Beamten (z.B. Lehrer, der den Genaralschlüßel verliert) oder Mitarbeitern von Großfirmen.

    Sanierung von Versicherungsverträgen

    Sanierung von Verträgen bedeutet, dass die Gesellschaft aufgrund von Schäden (schlechte Schadenquote) und schlechter Rentabilität, die Verträge ändern möchte. Meist mit höheren Beiträgen / Preisen und ggf. höheren Selbstbeteiligungen pro Schaden.

    Dies geschieht überwiegend in den Sachversicherungen wie: Gebäudeversicherung, Autoversicherung, Flottenversicherungen, Firmenversicherungen, LKW-Flotten-Versicherungen, Schiffsversicherungen usw.

    Supply Chain Management (SCM)

    Sparte Transport und Logistik

    Supply Chain Management (SCM) ist ein prozessorientierter Managementansatz, der alle Flüsse von Waren, Produkten, Rohstoffen, Bauteilen, Halbfertig- und Endprodukten und Informationen entlang der Wertschöpfungs- und Lieferkette („Supply Chain“) vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden umfasst und das Ziel der Ressourcenoptimierung für alle an der Supply Chain beteiligten Firmen / Unternehmen verfolgt.

T

    Tarif
    Der Versicherungstarif ist der Fachausdruck für die verschiedenen Angebote der Versicherungsunternehmen. Der Tarif ist der Algorithmus, nach dem für die versicherbaren Interessen einer Gefahrenklasse die Beiträge für den Versicherungsschutz berechnet werden.

    Die Hauptelemente eines Tarifs sind:
    • die zu tragende Gefahr, d.h. das Risiko
    • das versicherbare Interesse
    • die zu regulierenden Schäden
    • die versprochenen Leistungen
    • die zu tragenden Kosten (Verwaltungsaufwand etc.)
    • die Beiträge
    • der entsprechende Rückversicherungsschutz
    • die nötigen Reserven
    • die Gewinnspanne
    Termfixversicherung
    Wird eine Lebensversicherung mit festem Auszahlungszeitpunkt
    (Ausbildungsversicherung) genannt. Die Versicherungsleistung wird auf jeden Fall zu einem festen Termin oder Anlass (z.B. Hochzeit) fällig.
    Treuhänder
    Das Vermögen von Lebensversicherungsunternehmen, aber grundsätzlich auch von Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen, ist zum weit überwiegenden Teil in besonderer Weise "gebunden", um die Erfüllbarkeit der abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge auf Dauer sicherzustellen.

    Daher wird der Deckungsstock, die bilanzierte Rückstellung für künftige Leistungen, von einem Treuhänder - nicht vom Aktuar - überwacht; er ist vom Aufsichtsrat des Versicherungsunternehmens unter Mitwirkung des Bundesaufsichtsamtes zu bestellen. - In der Privaten Krankenversicherung ist bei Bedingungs- und Beitragsanpassungen die Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders erforderlich, da die Aufsichtsbehörde nach dem neuen Versicherungsrecht nur noch nachträglich einschreiten kann.
    Transport-Betriebsunterbrechungversicherung
    Die TBU versichert die fortlaufenden Betriebskosten und den entgangenen Gewinn aus nicht erwirtschafteten Umsätzen, die aus einem Transportschaden entstehen, weil die Ware nicht mehr zur Verfügung steht.
    Transportversicherung
    Die Transportversicherung ist eine sogenannte Schadenversicherung, die Schutz für Transportgüter (Güterversicherung) und Transportmittel (Kasko) gegen die mit dem Transport zu Lande, zu Wasser und in der Luft verbundenen Gefahren bietet. Sie ist sehr wichtig für den Werkverkehr, Frachtführer und Spediteure.

    Die Transportversicherung unterscheidet die Waren-, Kasko-, Verkehrshaftungsversicherung und weitere Spezialversicherungen. U.a.:
    Terrorversicherung
    Siehe auch Extremus, Spezialversicherer gegen Terrorismusschäden. Abgedeckt sind Sachschäden sowie Betriebsunterbrechungsschäden durch Terroranschläge bei allen Sachrisiken, deren Versicherungssumme oberhalb von 25 Millionen Euro liegt. In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen ist das Risiko Terrorismus allerdings meist abgedeckt.
    Teilkaskoversicherung
    siehe auch Fahrzeugteilversicherung. Sie deckt Schäden durch Diebstahl, Brand, Explosion, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Zusammenstoß mit Haarwild, Glasbruch sowie Schmorschäden. Es gibt verschiedene Selbstbeteiligungen. Meistens wird ein Selbstbehalt von 150 Euro vereinbart.
    Teileliste
    Als Anhang zur Kaskoversicherung. Die Teileliste deklariert, welche Teile am oder im Auto mitversichert sind, welche nicht versichert sind und welche Entschädigungsgrenzen gelten.
    Totalschaden
    Übersteigen die errechneten Reparaturkosten eines Fahrzeugs plus dessen Restwert dem Wiederbeschaffungswert, spricht man von einem Totalschaden. In der Haftpflichtversicherung dürfen die Reparaturkosten bis zu 130 Prozent betragen.
    Taxenversicherung Taxen-Kfz-Versicherung
    Taxenversicherung meint in erster Linie die Taxihaftpflichtversicherung, also die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung und die Taxikaskoversicherung, also die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung für das Taxi bzw. die Taxe (früher auch Kraftdroschke genannt). Natürlich haben Taxifahrer auch weitere Versicherungen, wie die Taxibetriebshaftpflichtversicherung, Taxiunfallversicherung, Taxikrankenversicherung usw.
    Taxiversicherung

    Eine Taxiversicherung meint in erster Linie die Taxihaftpflichtversicherung, also die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung und die Taxikaskoversicherung, also die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung für das Taxi bzw. die Taxe (früher auch Kraftdroschke genannt). Natürlich haben Taxifahrer auch weitere Versicherungen, wie die Taxibetriebshaftpflichtversicherung, Taxiunfallversicherung usw.

Ü

    Überschußanteile
    Die vom Lebensversicherer zugeteilten Überschussanteile werden in der Regel zur laufenden Erhöhung der Versicherungsleistung verwendet.
    Überschussbeteiligung
    Überschüsse bei Lebensversicherungsunternehmen entstehen durch eine profitable Anlage der Versicherungsbeiträge, eine kostengünstige Verwaltung und ggf., dass weniger Todesfälle eintreten, als bei der Beitragskalkulation angenommen wurde. Fast der gesamte Überschuss wird als Überschussbeteiligung an die Versicherungsnehmer weitergegeben. Die wichtigsten Überschusssysteme sind der Bonus und die verzinsliche Ansammlung. Beim Bonussystem werden die jährlichen Überschussanteile als Einmalbeiträge für eine zusätzliche beitragsfreie Versicherung (Bonus) verwendet. Hier erhöht sich Jahr für Jahr die Versicherungsleistung im Todes- und Erlebensfall. Insbesondere der Todesfallschutz erhöht sich bereits frühzeitig. Bei der verzinslichen Ansammlung dagegen werden die jährlichen Überschussanteile beim Versicherer angespart und verzinst. Dieser angesparte Betrag zuzüglich der Zinsen und Zinseszinsen wird dann zusammen mit der Versicherungssumme ausbezahlt. Dies führt in der Regel zu einer höheren Erlebensfall-Leistung / Ablaufleistung als beim Bonussystem.
    Unfall-Zusatzversicherung
    Die UZV kann den Versicherungsschutz ergänzen, allerdings nur in Verbindung mit einer kapitalbildenden Lebens- bzw. Rentenversicherung oder einer Risikoversicherung, die hierbei als Hauptversicherung bezeichnet wird. Durch die Unfall-Zusatzversicherung erhöht sich bei Unfalltod die vereinbarte Versicherungssumme, meistens auf das Doppelte.
    Unterversicherung
    Ist die Versicherungssumme kleiner als der (Neu-) Wert aller versicherten Sachen, führt dies zu Entschädigungskürzungen, falls kein Unterversicherungsverzicht vereinbart wurde.
    Unfall-Ersatzwagen
    Wer unschuldig in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, hat während der Reparaturdauer seines Fahrzeugs unter bestimmten Umständen Anspruch auf einen Unfallersatzwagen. Wer darauf verzichtet bekommt den Nutzungsausfall erstattet.
    Umlageverfahren
    Das Finanzierungsverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung basiert auf dem sog. Umlageverfahren. Es werden die Rentenausgaben eines Jahres aus den Beitragseinnahmen und (steuerfinanzierten) Bundeszuschüssen desselben Jahres finanziert. Eine Kapitalbildung findet, anders als beim Kapitaldeckungsverfahren, nicht statt. Die Einnahmen eines laufenden Jahres entsprechen bis auf eine sehr geringe Schwankungsreserve den Ausgaben desselben Jahres. Für das Funktionieren des Umlageverfahrens ist das Verhältnis von Leistungsempfängern zu Beitragszahlern des jeweiligen Jahres besonders wichtig, Stichwort Bevölkerungspyramide.
    Unabwendbares Ereignis
    Unabwendbar ist ein Ereignis dann, wenn auch eine über die normale Verkehrssorgfalt hinausgehende besondere Aufmerksamkeit, Umsicht und Geistesgegenwart nicht ausgereicht hätte, den Unfall zu vermeiden. Mängel und Fehler in der Beschaffenheit des Fahrzeugs oder Versagen seiner Einrichtungen (wie z.B. Reifen, Bremsen) gelten nicht als unabwendbares Ereignis. Wenn der Unfall durch ein unabwendbares Ereignis verursacht wurde, kann sich der Fahrer gegenüber anderen am Unfall beteiligten Fahrern oder Haltern aus der Haftung entlasten und von der Haftung befreien. Diese Möglichkeit gilt nicht, wenn Fußgänger oder Radfahrer am Unfall beteiligt sind. Hier gilt nach neuem Schadensrecht nur höhere Gewalt als Haftungseinwand.
    Unfallversicherung
    In Deutschland geschehen jährlich etwa 9 Millionen Unfälle. Oft verbleiben gesundheitliche Beeinträchtigungen, welche das Leben radikal verändern. Wenn daraus auch noch finanzielle Probleme entstehen, sind die Folgen tragisch. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt lediglich ca. 30% aller Unfälle ab: die sich am Arbeitsplatz, in Schulen, Kindertagesstätten und auf dem jeweiligen direkten Hinweg und Rückweg ereignen. Die meisten Unfälle, rund 70%, geschehen in der Freizeit und im Urlaub, wo kein Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung besteht.
    Unfallflucht LKW Versicherung PKW Kfz

    Kfz Kaskoversicherung muss nach Unfallflucht nicht zahlen!
    Wichtiger Hinweis: Wer Unfallflucht begeht, macht sich nicht nur strafbar, sondern bekommt auch den eigenen Fahrzeugschaden nicht durch eine bestehende Vollkaskoversicherung ersetzt. Achtung: Es gilt immer als Unfallflucht, wenn man sich vom Unfallort entfernt, auch wenn man dort Namen und Anschrift per Zettel hinterlässt.




     

V

    Verkehrsopferhilfe
    Wer durch ein Kraftfahrzeug geschädigt wird, welches nicht haftpflichtversichert ist oder das wegen Fahrerflucht nicht ermittelt werden kann, muss trotzdem nicht leer ausgehen. Der Geschädigte kann sich zur Schadensregulierung an den Verein Verkehrsopferhilfe in Hamburg wenden.

    Die Verkehrsopferhilfe zahlt, als wäre der Schuldige mit der gesetzlichen Mindestdeckungssumme versichert. Sie darf allerdings nur dann eintreten, wenn der Geschädigte anderweitig (Privatvermögen des Schädigers, Krankenkasse, Vollkaskoversicherung usw.) keinen Ersatz erhält.

    Bei Unfällen mit Fahrerflucht gelten Besonderheiten:
    Schäden am Auto werden nicht ersetzt, sonstige Sachschäden (Kleidung, Ladung, etc.) nur teilweise.

    Bei getöteten oder verletzten Personen zahlt der Verein auch. Rund 3000 Fälle, davon ca. 60 Prozent Fälle von gesetzwidrig nicht versicherten Fahrzeugen, werden jährlich reguliert. Die Entschädigungsleistungen bringen die deutschen Autoversicherer auf.

    Die Verkehrsopferhilfe übernimmt auch Aufgaben in Insolvenzfällen. Wenn über das Vermögen eines Versicherers ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, müssen alle am deutschen Markt tätigen Unternehmen, also auch die ausländischen Gesellschaften, jährlich bis zu maximal 0,5 Prozent ihres Beitragsaufkommens aus der Kfz-Haftpflichtversicherung an den Fonds abführen, bis alle Schäden abgewickelt sind.

    Verkehrsopferhilfe e.V.
    Postfach 10 65 08
    20044 Hamburg

    Telefon (040) 30 18 0 0
    Telefax (040) 30 18 0 70 70

    voh@verkehrsopferhilfe.de
    Verschuldenshaftung
    Verpflichtung zum Ersatz eines vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführten Schadens.
    Versicherte Person
    Die versicherte Person bei Unfall-, Kapital-, Renten- und privaten Krankenversicherungen ist diejenige, deren Leben oder Gesundheit versichert ist. Der Gesundheitszustand vor und bei Antragstellung sind für den Versicherer Grundlage für ein Angebot, ggf. auch die Berufsgruppe, Eintrittsalter und das Geschlecht.
    Versicherung

    Versicherung bedeutet ein Leistungsversprechen für den Schadenfall, in der Renten- und Lebensversicherung ggf. für den Todes- und Erlebensfall. Die Versicherer nehmen ihren Privat- und Firmenkunden vereinbarte Risiken ab.

    Versicherung ist die planmäßige Deckung, eines im einzelnen ungewissen, insgesamt aber (gut) schätzbaren Geldbedarfs, auf der Grundlage zwischenwirtschaftlichen Risikoausgleichs. Für die verschiedenen Risiken werden auch unterschiedliche Töpfe (Versicherungssparten) gebildet. In die einzelnen Sparten zahlen viele Versicherte Beiträge für mögliche gleichartige Schäden, wohl wissend, dass den Schaden nie alle trifft (wäre dann nicht kalkulier- und somit nicht bezahlbar). So entstehen die einzelnen Versicherungszweige, um die gleichartigen Risiken zu bündeln: Haftpflicht, Glas, Hausrat, Gebäude, Inhalt, Auto, Krankenversicherung uvm.

    Nach Dieter Farny: "Deckung eines im einzelnen ungewissen, insgesamt aber realistisch geschätzten Mittelbedarfs auf der Grundlage des Risikoausgleichs im Kollektiv und in der Zeit. Oder: Transfer einer Wahrscheinlichkeitsverteilung von Schäden vom Versicherungsnehmer auf den Versicherer gegen Zahlung einer Prämie."

     

     

    Versicherungsaufsicht (BAV)
    Versicherungsaufsicht: In Deutschland unterliegt die Individualversicherung einer umfassenden Staatsaufsicht, deren vorrangige Aufgabe darin besteht, die Belange der Versicherten zu wahren.

    Das "Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen" (BAV) in Berlin beaufsichtigt private Versicherungsunternehmen (Aktiengesellschaften und Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, VVaG) mit Sitz in Deutschland und Öffentlich-rechtliche Wettbewerbsunternehmen, die bundesweit über die Grenzen eines Bundeslandes hinaus tätig sind.
    Seine wichtigsten Aufgaben sind:
    Prüfung der Voraussetzungen für die Aufnahme des Geschäftsbetriebs, laufende rechtliche Beaufsichtigung Geschäftstätigkeit, ordentliche und außerordentliche Prüfung von Unternehmen, nachträgliche Kontrolle der Versicherungsbedingungen und die Bearbeitung von Beschwerden. Die laufende Aufsicht erstreckt sich auf Geschäftsplanänderungen, die Kontrolle der Rechnungslegung, der Kapitalanlagen und der Solvabilität, die Mitwirkung bei Bestandsübertragungen und Fusionen.

    Das deutsche Aufsichtssystem hat für die ständige Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge zu sorgen; es nimmt dadurch die Gläubigerinteressen der Versicherten wahr. Dies erklärt u.a. auch, warum es seit Jahrzehnten keine Versicherungskonkurse gegeben hat.
    Versicherungsbeginn
    Versicherungsbeginn: Ein Versicherungsschutz beginnt üblicher weise nach Annahme des Antrags durch den Versicherer / Versicherungsgesellschaft und Zahlung des ersten Versicherungsbeitrags; frühestens jedoch zu dem im Versicherungsschein festgelegten Versicherungsbeginn.
    Versicherungsberater

    Versicherungsberater im Sinne von § 34e GewO-E sind Freiberufler, welche ihre Auftraggeber in Versicherungsfragen neutral und ohne Eigeninteresse beraten müssen. Ihre Tätigkeit unterliegt dem Rechtsberatungsgesetz und darf nur von Personen betrieben werden, die von der jeweils zuständigen Justizbehörde dazu befugt wurden. Versicherungsberatern ist die Vermittlung von Versicherungsverträgen untersagt. Ein Honorar für die Beratung dürfen sie nur von ihrem Auftraggeber erhalten.

    Die Kunden vergüten die Beratung mit einem Honorar, wie beim Rechtsanwalt oder Steuerberater. Und zwar unabhängig davon, ob Sie sich für einen Vertragsabschluß entschieden haben oder nicht.
     - diese Versicherungsberatung kostet also auch nicht unerhebliches Geld, wenn kein Vertrag zustande kommt -
    Der Versicherungsberater ist darüber hinaus unabhängig, weil er keine vertragliche Bindung an ein Versicherungsunternehmen oder einen Versicherungsvermittler eingehen darf.

    Versicherungsfall
    Als Versicherungsfall wird ein Ereignis bezeichnet, das die Leistungspflicht eines Versicherers auslöst. Der Eintritt des Versicherungsfalls ist somit die Voraussetzung dafür, dass eine Versicherung vertragliche Leistungen erbringt. Versicherungsfälle sind je nach Vertragstyp (Rentenversicherung, Lebensversicherung, Ausbildungsversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung usw.) auch Ablauf des Vertrags, Tod des Versicherten, Heirat oder Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit.
    Versicherungsleistungen
    Versicherungsleistungen sind das Ergebnis der Leistungserstellung für die Versicherungsnehmer. Die Versicherungsleistungen eines Geschäftsjahrs werden gemessen durch die Aufwendungen für Versicherungsfälle. In der Renten-/Lebensversicherung und privaten Krankenversicherung auch durch den Zuwachs der Leistungsverpflichtungen gegenüber den Versicherten (Deckungsrückstellungen, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung, Altersrückstellung, Überschussguthaben).
    Versicherungsnehmer
    Der Versicherungsnehmer ist die Person, welche mit dem Versicherer einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat und den Versicherungsbeitrag schuldet. Er / Sie muss nicht mit dem Versicherten oder Bezugsberechtigten identisch sein.
    Versicherungsschein
    Der Versicherungsschein, also die Urkunde über den Vertrag zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsnehmer, wird auch Police genannt. Unter einer Versicherungsnummer zusammengefasste und dokumentierte Risiken.
    Versicherungstechnische Rechnung
    Die Versicherungstechnische Rechnung ist Teil der nach gesetzlichen Vorschriften zu gliedernden Erfolgsrechnung. Diese ist bei sog. Kompositversicherern und Rückversicherungsunternehmen für die jeweiligen Versicherungszweige (Sparten) aufzustellen. Die darin enthaltenen versicherungstechnischen Erträge und Aufwendungen umfassen hauptsächlich die Beiträge, Schadensaufwendungen und alle Kosten.
    Versicherungstechnische Rückstellungen
    Versicherungstechnische Rückstellungen sind die Gesamtheit von Beitragsüberträgen, Schadensrückstellungen, Deckungsrückstellungen und sonstige Rückstellungen.
    Versicherungstechnisches Ergebnis
    Das Versicherungstechnische Ergebnis ist ein Geschäftsergebnis, welches aus Produktion und Verkauf von Versicherungsschutz erzielt wird (siehe auch Versicherungstechnische Rechnung).
    Verzinsliche Ansammlung
    Die jährlichen Überschüsse werden verzinslich angesammelt und gelangen erst bei Vertragsablauf, Tod oder Rückkauf zur Auszahlung.
    Vorläufiger Versicherungsschutz
    Viele Lebensversicherungsunternehmen bieten für den Todesfall sog. vorläufigen Versicherungsschutz in begrenzter Höhe an. Voraussetzung hierfür ist, dass der erste Betrag gezahlt oder eine Einzugsermächtigung wurde. Der vorläufige Versicherungsschutz beginnt vor dem eigentlichen Versicherungsschutz und endet mit dem Beginn des regulären Versicherungsschutzes oder mit dem Nichtzustandekommen des Versicherungsantrags.
    Valoren-Versicherung
    Gewerblicher Sonderzweig der Transportversicherung, die Versicherungsschutz für Bankpapiere bzw. geldwerte Papiere (z.B. Aktien, Wechsel), Bargeld, Bar- und Reiseschecks, Gold, Silber, Platin (gemünzt oder in Barren) sowie für Bijouterien (Schmuck usw.) gewährt. (Vgl. private Valorenversicherung).
    Veranstaltungs-Ausfallversicherung
    Die Veranstaltungs-Ausfallversicherung gehört zur Transportversicherung. Versichert werden Schäden, die durch Ausfall, Abbruch oder Änderung einer Veranstaltung entstehen.
    Verkehrshaftungsversicherung
    Die Verkehrshaftungsversicherung deckt die gesetzliche oder vertragliche Haftung aus Verkehrsverträgen (Frachtvertrag, Speditionsvertrag oder Lagervertrag) von Frachtführern, Spediteuren oder Lagerhaltern. (s.a. Speditionsversicherung)

    Die Verkehrshaftungs-Versicherung leistet bei:

    Verlust oder Beschädigung der Güter / Ware
    Überschreitung der Lieferfrist
    sonstigen Vermögensschäden
    Vanity-Nummer
    Eine Vanitynummer wählt man nach Buchstaben an, um sich die Telefonnummer leichter merken zu können. Z..B. 0800-NOTFON D entspricht der 0800-6683663, wenn man die Buchstaben des Wortes NOTFON D den Tasten auf dem Telefon zuordnet.
    Vollkaskoversicherung
    Vollkaskoversicherung siehe bitte Fahrzeugvollversicherung
    Versicherungsbetrug
    Umgangssprachlich werden mit Versicherungsbetrug allgemein Vermögensdelikte gegen Versicherer bezeichnet. Für das Versicherungswesen gilt die Betrugsvorschrift der §§263 ff. StGB. Dort ist die Vortäuschung eines Versicherungsfalls durch Inbrandsetzung oder Brandlegung als schwerer Fall des Betrugs ausdrücklich erwähnt. Außerdem regelt die Spezialform des §§265 StGB allgemein den Versicherungsmissbrauch. Die Tathandlung im Sachbereich kann darin bestehen, dass der Täter eine gegen Untergang, Beschädigung, Beeinträchtigung der Brauchbarkeit, Verlust oder Diebstahl versicherte Sache zerstört, in der Brauchbarkeit beeinträchtigt, beiseite schafft oder einem anderen überlässt, um sich oder einem Dritten aus dem Versicherungsvertrag eine Leistung zu verschaffen.

    In der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, Rentenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Lebensversicherung, Unfallversicherung gibt weitere zahlreiche Möglichkeiten zum Versicherungsbetrig; er gilt aber nun ganz und gar nicht mehr als "Kavaliersdelikt", sondern wird sehr streng und hoch bestraft / geahndet
    Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung VSH

    Die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Organen juristischer Personen wird nach ihrem Ursprung auch D&O-Versicherung genannt (directors' and officers' liability insurance).

    Mit einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung VSH werden Haftpflichtansprüche Dritter aus reinen Vermögensschäden, also keine Folgeschäden von Personen- oder Sachschäden sind, gedeckt (z.B. Berufshaftpflichtversicherung vom Steuerberater, Architekten, Ingenieur, Rechtsanwalt etc.). Der Eintritt des Versicherungsfalls ist der Zeitpunkt des Fehlverhaltens (Verstoß), das zu dem Schaden geführt hat und nicht das Schadenereignis selbst.

    Versorgungslücke
    Bei der Versorgungslücke handelt es sich um die Differenz zwischen den letzten Nettogehältern und der zu erwartenden Rente aus der gesetzlichen Altersversorgung. Bei steigendem Gehalt wächst die Versorgungslücke überproportional an. Die Differenz sollte durch betriebliche Altersversorgung und durch eine private Vorsorge geschlossen werden, um im Alter den gewohnten Lebensstandard halten zu können.
    Versicherungsberatung
    Versicherungsberatung führen Freiberufler durch, welche ihre Auftraggeber in Versicherungsfragen neutral und ohne Eigeninteresse beraten müssen. Ihre Tätigkeit unterliegt dem Rechtsberatungsgesetz und darf nur von Personen betrieben werden, die von der jeweils zuständigen Justizbehörde dazu befugt wurden. Versicherungsberatern ist die Vermittlung von Versicherungsverträgen untersagt. Ein Honorar für die Beratung dürfen sie nur von ihrem Auftraggeber erhalten. Siehe auch Versicherungsberater
    Versicherungsbestätigung ehemalige Doppelkarte
    Sie wird für die Zulassung beim Straßenverkehrsamt benötigt. Seit 2003 gibt es keine Doppelkarte mehr, sondern nur noch eine einfache Versicherungsbestätigung.
    Versicherungsmakler / Versicherungsmaklerin

    Im Gegensatz zum Versicherungsvertreter/Einfirmenvertreter, welcher einen Anstellungs- oder Handelsvertretervertrag mit "seiner" (einer) Versicherungsgesellschaft eingegangen ist und auch deren Weisungen unterliegt, ist der Versicherungsmakler vertraglich nur und ausschließlich seinem Kunden verpflichtet. Er ist unabhängig von Versicherungsunternehmen tätig und vertritt die Interessen seiner Mandanten.

    Die Vergütung für seine Tätigkeit erhält er als Courtage von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Sie haben keinen Kostenmehraufwand. Er besorgt den besprochenen Versicherungsschutz zu günstigen Konditionen, verwaltet die Verträge und unterstützt Sie bei der Abwicklung von Schadenfällen.

    Die Rechtsbeziehung zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherungsmakler sind neben den gesetzlichen Regelungen in dem Maklerauftrag, der Versicherungsmakler-Vollmacht und den AGB des Versicherungsmaklers / der Versicherungsmaklerin geregelt.

    Versicherungsvertrag
    Ein Vertrag ist generell ein zweiseitiges Rechtsgeschäft. Für das Zustandekommen bedarf es zweier übereinstimmender Willenserklärungen: Antrag und Antragsannahme.

    Erst wenn dem Antragsteller eine schriftliche Annahmebestätigung der Versicherungsgesellschaft oder die Ausfertigung des Versicherungsscheins (Police) zugeht und diese jeweils mit dem Antrag übereinstimmen, ist ein Versicherungsvertrag zu Stande gekommen.
    Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
    Das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) - Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen - regelt die Aufsicht über Versicherungsunternehmen: vor allem Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und Aktiengesellschaften. Das VAG gilt nicht für Sozialversicherungsunternehmen. Die Aufsicht obliegt überwiegend der Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht. Diese besteht aus der Versicherungsaufsicht, Bankenaufsicht und Wertpapieraufsicht.
    Vollversicherung Private Krankenversicherung
    Als Vollversicherung oder auch Vollkostenversicherung, Krankheitskostenvollversicherung wird die komplette Absicherung durch eine Private Krankenversicherung bezeichnet.

    Die private Krankenversicherung (PKV) schützt vor den finanziellen Folgen bei Krankheit. Dabei übernehmen die privaten Krankenversicherer den vollen Schutz für diejenigen Personen, die nicht gesetzlich versichert zu sein brauchen und wollen.

    Die PKV erbringt Leistungen für die medizinisch notwendige Heilbehandlung solange eine Behandlungsbedürftigkeit besteht. Man kann die Leistungen erheblich über die der gesetzlichen Krankenversicherung vereinbaren.

    Der Pflegefall lässt sich ebenfalls privat absichern, genau wie die Behandlung als Privatpatient im Krankenhaus, die Bezahlung von Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld (Verdienstausfall). Die Private Krankenversicherung kommt auch für die Behandlung während der Schwangerschaft, für die Entbindung und die Früherkennung von Krankheiten auf.

    Wer darf sich privat Krankenversichern - eine private Krankenversicherung abschliessen? * Selbstständige, Freiberufler und Künstler unabhängig von der Höhe ihres Einkommens * Arbeitnehmer mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von mindestens 47.700 Euro (3.975,00 € monatlich) * Beamte und andere Beihilfeberechtigte wie Richter, Landtags- u. Bundestagsabgeordnete

    Die PKV (Private Krankenversicherung) bietet grundsätzlich erheblich mehr Leistungen als die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung). Dies in der Regel auch noch zu einem günstigeren Beitrag.

W

    Widerspruchsrecht
    Sind dem Versicherungskunden bei Antragstellung nicht alle Informationen ausgehändigt worden, kann nach Erhalt von Versicherungsschein, Versicherungsbedingungen und aller Verbraucherinformationen innerhalb von 14 Tagen dem Vertrag widersprochen, also vom Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht werden.
    Widerrufsrecht
    Ein Versicherungsvertrag kann innerhalb von14 Tagen nach Unterzeichnung des Antrags widerrufen werden, falls die Laufzeit mehr als ein Jahr beträgt und nicht sofortiger Versicherungsschutz gewünscht ist (vorläufige Deckung). Für die Lebensversicherung gilt ein 14tägiges Rücktrittsrecht nach Empfang des Versicherungsscheins.
    Wildunfälle
    Wildunfälle sind in der Teilkasko mitversichert. Dabei muss es sich allerdings in der Regel um Haarwild nach dem Bundesjagdgesetz handeln. Einige Versicherer leisten auch für Schäden mit anderen Tieren.
    Wohngebäudeversicherung
    Kombinierte Versicherung von Gebäuden, welche in der Regel folgende Gefahren umfasst: Brand, Blitzschlag, Explosion und Absturz von Luftfahrzeugen, Leitungswasser, Rohrbruch und Frost, Sturm und Hagel. Eine Erweiterung um die Elementarschadenversicherung ist u.U. möglich. Versichert ist ein Gebäude mit seinen Bestandteilen. Gebäudezubehör ist versichert, falls es der Instandhaltung des versicherten Gebäudes oder seiner Nutzung zu Wohnzwecken dient. Besonderes Zubehör und sonstige Grundstücksbestandteile (z.B. Hundehütte, Fahnenmast) sind nur bei besonderer Vereinbarung versichert. Versichert sind neben der Zerstörung oder Beschädigung des versicherten Gebäudes z.B. auch Aufräumungskosten und Abbruchkosten, Bewegungskosten und Schutzkosten, Rettungskosten sowie Mietverlust.
    Wahlleistungen
    Wahlleistungen ist ein Begriff aus der privaten Krankenversicherung (PKV).

    Krankenhäuser bieten in der Regel bei stationären Aufenthalten zwei Arten von Wahlleistungen an:
    die Unterbringung im Einbettzimmer oder Zweibettzimmer und persönliche Behandlung durch die leitenden Ärzte. Wahlleistungen, wie z.B. Behandlungen durch den Chefarzt, muss der Patient gesondert vereinbaren, sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Die Inanspruchnahme von Wahlleistungen gehört zum üblichen Versicherungsumfang der privaten Krankenversicherungen bei Krankheitskostenvollversicherungen.
    Waffenklausel in der Haftpflichtversicherung für Taxi- und Mietwagenunternehmen
    Der Versicherungsschutz gemäß den Vereinbarungen bezieht sich bezüglich "Mietwagen"-Unternehmen nur auf Mietwagen mit Gestellung eines Fahrers, keinesfalls auf Selbstfahrvermietungen.

    Mitversicherung von Schäden durch Schusswaffen

    1 Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers aus dem erlaubten Besitz und der Verwendung von Schusswaffen und Munition zu beruflichen bzw. betrieblichen Zwecken.
    In teilweiser Abänderung von § 4 Ziff. II 1 AHB ist vorsätzlicher Schusswaffengebrauch mitversichert, sofern der Versicherungsnehmer

    - in Notwehr handelte,

    - in vermeintlicher Notwehr handelte (Putativnotwehr)

    - oder fahrlässig sein Notwehrrecht überschritt (Notwehrexzess).

    2 Mitversichert ist ferner

    2.1 die gesetzliche Haftpflicht als Dienstherr der im Betrieb beschäftigten Personen hinsichtlich der unter Pos. 1 beschriebenen Haftpflicht.
    2.2 die persönliche gesetzliche Haftpflicht solcher im Betrieb des Versicherungsnehmers beschäftigten Personen, denen das Führen von Schusswaffen erlaubt ist.

    Ausgeschlossen sind Haftpflichtansprüche aus Personenschäden, bei denen es sich um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten im Betrieb des Versicherungsnehmers nach dem Sozialgesetzbuch VII handelt.

    3 Nicht versichert sind Ansprüche aus - Schäden bei der Ausführung strafbarer Handlungen, - Schäden bei der Ausführung von Jagd.
    Wohnriester Wohnriesterrente

    Wohnriesterrente - Wohn-Riester ist nun Gesetz

    Mit dem neuen „Wohn-Riester“ kann die Riesterförderung für den Bau- oder Kauf von Haus oder Wohnung genutzt werden. Auch ein Erwerb von Genossenschaftsanteilen bzw. Dauerwohnrechten wird begünstigt. Dieses regelt das Eigenheimrentengesetz, das am 04.07.2008 vom Deutschen Bundesrat gebilligt wurde und grundsätzlich rückwirkend ab Januar 2008 gilt.

    Riestersparer können aus bereits laufenden Verträgen förderunschädlich Mittel für Wohnzwecke entnehmen. Dabei muss es sich um selbst genutzten Wohnraum im Inland handeln. Auch die Darlehenstilgung wird direkt gefördert und führt zur Gewährung von Zulagen und je nach Lage der Dinge zu Steuerersparnissen. Der maximal geförderte Betrag ist auf 2.100 EUR jährlich begrenzt.
    Bisher war die Entnahme von Kapital aus Riesterverträgen unter bestimmten Umständen möglich. Die nun geschaffenen Möglichkeiten gehen aber darüber hinaus: 

    • Es können bis zu 75% oder alternativ 100% des angesparten Kapitals zu wohnungswirtschaftlichen Zwecken entnommen werden (Regelung zur  Vermeidung von Kleinstrenten aufgrund eines geringen Restkapitals)
    • Nur für die Jahre 2008 und 2009 ist der Mindestentnahmebetrag für Altverträge mit Abschluss vor 01.01.2008 noch auf 10.000 EUR  festgesetzt (Übergangsregelung zur Vermeidung kurzfristiger Geschäftsvorfälle)
    • Der entnommene Betrag muss nicht mehr zurückgezahlt werden


    Riesterrenten werden im Rentenbezug voll nachgelagert versteuert. Um dieses Erfordernis auch bei „Wohn-Riester“ umzusetzen, wird das in der Immobilie gebundene geförderte Kapital in einem so genannten „Wohnförderkonto“ erfasst und mit 2% jährlich verzinst.
    Zu Beginn der vertraglich vereinbarten Auszahlungsphase - zwischen dem 60. und 68. Lebensjahr - wird der aufgezinste Betrag entweder als Einmalbetrag mit 30% Abschlag oder verteilt bis zum 85. Lebensjahr individuell besteuert. Dabei kann der Kunde die für ihn günstigere Lösung wählen.

    Für Veräußerung des Wohneigentums oder die Aufgabe der Selbstnutzung gelten dann spezielle Regeln.

Z

    Zahlungsschwierigkeiten hier Kapitalversicherungen: Rentenversicherung, Lebensversicherung
    Die Kündigung einer Lebensversicherung bzw. privaten Rentenversicherung bei Zahlungsschwierigkeiten ist die schlechteste Lösung. Man verliert nicht nur den Versicherungsschutz, sondern muß auch finanzielle Verluste in Kauf nehmen.

    Lebensversicherungsunternehmen bieten Kunden verschiedene Möglichkeiten, um den Versicherungsschutz zu erhalten: Stundung der Beiträge, vorübergehende Beleihung oder Verpfändung des Lebensversicherungsvertrages, Verrechnung der Überschußanteile mit den Beiträgen, Ermäßigung der Beiträge durch Verlängerung der Versicherungsdauer oder Herabsetzung der Versicherungssumme oder völlige Beitragsfreistellung, wodurch der Versicherungsschutz in der Regel jedoch stark gemindert wird. Bei Arbeitslosigkeit übernimmt die Bundesanstalt für Arbeit, für von der Versicherungspflicht befreite Angestellte, einen Teil der Beiträge zur Lebensversicherung.
    Zeitwert
    Der Zeitwert ist der Wert einer Sache zum aktuellen Zeitpunkt, im Gegensatz zum Neuwert (Neupreis) oder ursprünglichen Anschaffungspreis. Entspricht dem Neuwert abzüglich eines Betrages für Alter, Abnutzung und Gebrauch. Die Haftpflichtversicherung ist eine Zeitwertversicherung; die Hausrat z.B. bietet eine Neuwertentschädigung.
    Zuwachsversicherung
    Die Zuwachsversicherung wird auch als Anpassungsversicherung oder dynamische Versicherung bezeichnet. Beitrag und Versicherungssumme bzw. Leistungen werden erhöht. Die Grundlage für die Erhöhung ist meistens die Steigerung des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung. Manche Versicherer bieten für die Dynamik auch feste Prozentsätze. In der Regel werden beide Erhöhungsmöglichkeiten angeboten. Obwohl sich durch die Anpassungsversicherung der Versicherungsschutz erhöht, werden keine Gesundheitsfragen gestellt. Widerspricht man der Dynamik allerdings mehr als zweimal hintereinander, wird sie aus dem Vertrag genommen. Dann kann man auch eine weitere Versicherung abschließen, weil wieder die Gesundheitsfragen gestellt würden; das aktuelle Eintrittsalter wird sowieso immer zugrunde gelegt. (Siehe auch "Dynamische Lebensversicherung")
    Zusatzversicherung
    Zusatzversicherungen können einen zusätzlichen privaten Versicherungsschutz zum Sozialversicherungsschutz bedeuten: u.a. Krankentagegeldversicherung, Krankenhaustagegeldversicherung, Zahnzusatzversicherung, private Pflegeversicherung, Stationäre Zusatzversicherung, Restkostenversicherung.

    Ebenfalls bezeichnet man mit Zusatzversicherung die Erweiterung einer Hauptversicherung oder einer bestehenden Versicherung um einen Zusatzschutz, z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallzusatzversicherung in Ergänzung zu einer Risikolebensversicherung oder kapitalbildenden Lebensversicherung bzw. Rentenversicherung. Siehe Berufsunfähigkeitsversicherung, und Pflegerentenzusatzversicherung
    Zillmerung
    Ein nach A. Zillmer benanntes versicherungsmathematisches Verfahren zur Berücksichtigung bereits angefallener, aber noch nicht getilgter Abschlusskosten bei der Berechnung der Deckungsrückstellung. Die Zillmerung hat wirtschaftlich zur Folge, dass für einen Lebensversicherungsvertrag in der Anfangszeit kein Rückkaufswert und keine beitragsfreie Versicherungssumme vorhanden sind.
    ZÜRS
    System zur Zoneneinteilung für Rückstau, Überschwemmung und Starkregen. Mit ZÜRS lassen sich über 90 % aller Gebäude den verschiedenen Gefährdungsklassen zuordnen.

    ZÜRS ist ein EDV-Modell, mit welchem Standorte in Deutschland nach bestimmten Gefahren der Elementarschadenversicherung in Risikozonen bzw. Tarifzonen eingestuft werden. Zur detaillierten Ausweisung des Überschwemmungsrisikos wurden drei Gefährdungsklassen gebildet: GK I: Überschwemmung tritt in mehr als fünfzig Jahren ein. GK II: Überschwemmung in mehr als zehn und höchstens fünfzig Jahren. GK III: Überschwemmung in maximal zehn Jahren.
    Zuteilung
    Begriff aus dem Bausparen: Die Zuteilung eines Bausparvertrags erfolgt nach der sogenannten Sparphase. Es ist der Termin, zu welchem Sie ein Bauspardarlehen beanspruchen können. Bei den meisten Tarifen sind die Bewertungszahl und das Mindestsparguthaben für die Zuteilung maßgebend. Wenn bestimmte Kriterien erreicht sind, erfolgt die Zuteilung automatisch. Sie können sich dann das Bausparguthaben auszahlen lassen und das Bauspardarlehen beantragen. Sie können auch auf das Darlehen verzichten, den Vertrag erhöhen und weiter besparen. Der Zuteilungstermin wird weitgehend durch die Höhe und den Zeitpunkt der Einzahlungen bestimmt. Sonderzahlungen sind jederzeit möglich.
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